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[[Datei:Moderne_Welt_1930_Moserboden_Kaprun.jpg|thumb|Bild oben das südliche Ende des [[Mooserboden]]s 1930 mit dem Berghotel, im Hintergrund das [[Karlingerkees]].]]Das '''Berghotel Mooserboden''' war ein Stück Frühgeschichte im Salzburger [[Fremdenverkehr]].
[[Datei:Moderne_Welt_1930_Moserboden_Kaprun.jpg|thumb|Bild oben das südliche Ende des [[Moserboden]]s 1930 mit dem Berghotel, im Hintergrund das [[Karlingerkees]].]]Das '''Berghotel Moserboden''' war ein Stück Frühgeschichte im Salzburger [[Fremdenverkehr]].


==Geschichte==
==Geschichte==
Das Hotel befand sich auf rund 2&nbsp;100 [[m ü. A.]] im südlichsten Teil des [[Kapruner Tal]]s auf der Mooserboden-Alm.  Schon [[1893]] war Kaiser [[Franz Joseph I.]] auf einem Karrenweg zum späteren Standort des Hotels geritten. [[1896]] wurde von [[Zell am See]] über [[Kaprun]] zum [[Hotel Kesselfallhütte]] die autotaugliche (!) [[Kaiser-Franz-Josef-Straße (Kaprun)|Kaiser-Franz-Josef-Straße]] errichtet. Vom Kesselfall-Alpenhaus führte dann das zwei Meter schmale [[Fürst-Liechtenstein-Sträßchen]], das [[1899]] von [[Nikolaus Gassner]], einem [[Fremdenverkehr]]<nowiki>spionier</nowiki> des [[Pinzgau]]s, erbaut wurde, zum Berghotel. Das Sträßchen verlief über den [[Orglerboden]] an [[Orglerhütte|Orgler]]- und [[Erzherzog-Rainer-Hütte]] (1&nbsp;600 m ü. A.) vorbei zum Berghotel Mooserboden. Für nicht berggeübte Besucher sorgten einspännige "Bergsesselwägen“ für den Transport über die steilen Serpentinen zum Hotel.
Das Hotel befand sich auf rund 2&nbsp;100 [[m ü. A.]] im südlichsten Teil des [[Kapruner Tal]]s auf der Mooserboden-Alm.  Schon [[1893]] war Kaiser [[Franz Joseph I.]] auf einem Karrenweg zum späteren Standort des Hotels geritten. [[1896]] wurde von [[Zell am See]] über [[Kaprun]] zum [[Hotel Kesselfallhütte]] die autotaugliche (!) [[Kaiser-Franz-Josef-Straße (Kaprun)|Kaiser-Franz-Josef-Straße]] errichtet. Vom Kesselfall-Alpenhaus führte dann das zwei Meter schmale [[Fürst-Liechtenstein-Sträßchen]], das [[1899]] von [[Nikolaus Gassner]], einem [[Fremdenverkehr]]<nowiki>spionier</nowiki> des [[Pinzgau]]s, erbaut wurde, zum Berghotel. Das Sträßchen verlief über den [[Orglerboden]] an [[Orglerhütte|Orgler]]- und [[Erzherzog-Rainer-Hütte]] (1&nbsp;600 m ü. A.) vorbei zum Berghotel Mooserboden. Für nicht berggeübte Besucher sorgten einspännige "Bergsesselwägen" für den Transport über die steilen Serpentinen zum Hotel.


1899 wurde das Hotel an das Telefonnetz angeschlossen. Das "[[Salzburger Volksblatt]]berichtete:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18990801&query=%22Kesselfall+Alpenhaus%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Salzburger Volksblatt“, Ausgabe vom 1. August 1899, Seite 3</ref><blockquote>''Telephon Moserboden. Man schreibt uns aus dem Kesselfall-Alpenhaus bei Zell am See unterm [[31. Juli|31. ds. Mts.]]: Die telephonische Verbindung zwischen Kesselfall-Alpenhaus und Hotel Moserboden ist mit heutigem Tage fertiggestellt wor­den und fand die Eröffnung des sprachlichen Ver­kehrs durch eine anwesende Wiener Dame unter Wünschen für das Wohlergehen Seiner Majestät des Kaisers statt; Hochrufe tönten von oben zurück, in welche sich frohe Zitherklänge mischten. Sodann trat das Telephon in weitere Wirksamkeit, welches für die Touristenwelt bezüglich Unterkunft am Moser­boden, Fahrgelegenheits-Vorausbestellungen von dort, Anfragen über Witterungsverhältnisse und andere derartige Angelegenheiten gewiß von großem Vor­ theile ist. Tief in den Bergen, hoch in der eisigen Gletscherwelt ist dadurch eine stete Verbindung mit der Außenwelt geschaffen worden.</blockquote>
1899 wurde das Hotel an das Telefonnetz angeschlossen. Das "[[Salzburger Volksblatt]]" berichtete:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18990801&query=%22Kesselfall+Alpenhaus%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 1. August 1899, Seite 3</ref><blockquote>''Telephon Moserboden. Man schreibt uns aus dem Kesselfall-Alpenhaus bei Zell am See unterm [[31. Juli|31. ds. Mts.]]: Die telephonische Verbindung zwischen Kesselfall-Alpenhaus und Hotel Moserboden ist mit heutigem Tage fertiggestellt wor­den und fand die Eröffnung des sprachlichen Ver­kehrs durch eine anwesende Wiener Dame unter Wünschen für das Wohlergehen Seiner Majestät des Kaisers statt; Hochrufe tönten von oben zurück, in welche sich frohe Zitherklänge mischten. Sodann trat das Telephon in weitere Wirksamkeit, welches für die Touristenwelt bezüglich Unterkunft am Moser­boden, Fahrgelegenheits-Vorausbestellungen von dort, Anfragen über Witterungsverhältnisse und andere derartige Angelegenheiten gewiß von großem Vor­ theile ist. Tief in den Bergen, hoch in der eisigen Gletscherwelt ist dadurch eine stete Verbindung mit der Außenwelt geschaffen worden.</blockquote>


Ab [[1926]] wurde eine private Botenpost vom Moserboden und Kesselfall-Alpenhaus nach Zell am See eingerichtet. Dafür wurden sogar eigene lokale Briefmarken ausgegeben.
Ab [[1926]] wurde eine private Botenpost vom Moserboden und Kesselfall-Alpenhaus nach Zell am See eingerichtet. Dafür wurden sogar eigene lokale Briefmarken ausgegeben.
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[[Kategorie:Wirtschaft]]
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[[Kategorie:Unternehmen]]
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[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]
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