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'''Dahlica sp.''' (Radstädter Tauern) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
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'''Dahlica sp.''' ([[Radstädter Tauern]]) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Psychidae]] (Sackträger).
    
==Diagnose==
 
==Diagnose==
Die Männchen weisen eine Epiphyse an der Vordertibie, breite Deckschuppen auf dem Vorderflügel und schmale Valven im Genitalapparat auf. In der Flügelzeichnung ist die Art von ''[[Siederia alpicolella|Dahlica alpicolella]]'', mit der sie im Kleinarltal vergesellschaftet ist, nicht zu unterscheiden, lediglich die Hinterflügel scheinen etwas heller grau zu sein. Die Säcke sind schmal und länglicher als bei ''D. alpicolella'', aber nicht so lang wie bei ''[[Siederia talagovensis|Dahlica talagovensis]]''. Insgesamt erinnert die Art am ehesten an die aus der Schweiz beschriebene ''Dahlica rupicolella'' (Sauter, 1954).
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Die Männchen weisen eine [[Glossar Biologie#E|Epiphyse]] an der Vorder[[Glossar Biologie#T|tibie]], breite Deckschuppen auf dem Vorderflügel und schmale [[Glossar Biologie#V|Valven]] im Genitalapparat auf. In der Flügelzeichnung ist die Art von ''[[Siederia alpicolella|Dahlica alpicolella]]'', mit der sie im [[Kleinarltal]] vergesellschaftet ist, nicht zu unterscheiden, lediglich die Hinterflügel scheinen etwas heller grau zu sein. Die Säcke sind schmal und länglicher als bei ''D. alpicolella'', aber nicht so lang wie bei ''[[Siederia talagovensis|Dahlica talagovensis]]''. Insgesamt erinnert die Art am ehesten an die aus der [[Schweiz]] beschriebene ''Dahlica rupicolella'' (Sauter, 1954).
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==Verbreitung, Lebenraum und Phänologie==
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==Verbreitung, Lebenraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
Die bisher nicht identifizierte ''Dahlica''-Art ist nur von zwei Fundstellen in den Radstädter Tauern bekannt: Die erste liegt oberhalb des Jägersees im Kleinarltal im Jägergraben (Zone IV, Zentralalpen, nach Embacher et al. 2024), die zweite in der Umgebung des Parkplatzes im Weißpriachtal im Lungau (Zone V). Die Höhenverbreitung ist bisher von rund 1150 bis 1360 m dokumentiert. Lebensraum der Art sind Waldränder und lichte, felsdurchsetzte Stellen im Fichten-Tannenwald und Lärchen-Tannenwald (Kurz & Kurz 2024). Die Säcke werden an Baumstämmen, seltener auch an Felsblöcken und Felsabbrüchen angesponnen. Die Imagines treten im April und Mai auf, die Entwicklung dauert möglicherweise zwei Jahre.
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Die bisher nicht identifizierte ''Dahlica''-Art ist nur von zwei Fundstellen in den Radstädter Tauern bekannt: Die erste liegt oberhalb des Jägersees im Kleinarltal im Jägergraben (Zone IV, [[Zentralalpen]], nach Embacher et al. 2024), die zweite in der Umgebung des Parkplatzes im [[Weißpriachtal]] im [[Lungau]] (Zone V). Die Höhenverbreitung ist bisher von rund 1150 bis 1360 m dokumentiert. Lebensraum der Art sind [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>ränder und lichte, felsdurchsetzte Stellen im [[Fichte]]n-[[Tanne]]n<nowiki>wald</nowiki> und [[Lärche]]n-Tannenwald (Kurz & Kurz 2024). Die Säcke werden an Baumstämmen, seltener auch an Felsblöcken und Felsabbrüchen angesponnen. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines treten im April und Mai auf, die Entwicklung dauert möglicherweise zwei Jahre.
    
==Nachbarfaunen==
 
==Nachbarfaunen==
Aus den benachbarten Bundesländern, aber auch aus Bayern sind keine vergleichbaren Funde bekannt.
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Aus den benachbarten Bundesländern, aber auch aus [[Bayern]] sind keine vergleichbaren Funde bekannt.
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Über die Lebensweise der Imagines ist aus Salzburg nichts bekannt. Wie bei den verwandten Arten dürften die Weibchen in den frühen Morgenstunden an den Sack angeklammert auf den Anflug der Männchen warten. Die Eiablage erfolgt in den Sack. Die Raupen leben am Fuß der Baumstämme und Felsen und ernähren sich von Flechten. Da die Art nur von zwei Fundstellen bekannt ist und die Population im Kleinarltal durch Maßnahmen der Wildbachverbauung stark beeinträchtigt wurde, muss die Art als vom Aussterben bedroht angesehen werden (Einstufung CR nach Embacher et al. 2024).
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Über die Lebensweise der Imagines ist aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nichts bekannt. Wie bei den verwandten Arten dürften die Weibchen in den frühen Morgenstunden an den Sack angeklammert auf den Anflug der Männchen warten. Die Eiablage erfolgt in den Sack. Die Raupen leben am Fuß der Baumstämme und Felsen und ernähren sich von [[Flechte]]n. Da die Art nur von zwei Fundstellen bekannt ist und die Population im [[Kleinarltal]] durch Maßnahmen der [[Wildbachverbauung]] stark beeinträchtigt wurde, muss die Art als vom Aussterben bedroht angesehen werden (Einstufung CR nach Embacher et al. 2024).
    
==Weiterführende Informationen==
 
==Weiterführende Informationen==
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
 
*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.18].
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*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.18].
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== Einzelnachweis ==
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<references />
    
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]

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