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[[Datei:Neuhold Schubert.jpg|miniatur|Stolperstein für Anton Schubert in der [[Stadlhofstraße]] Nr. 8]]
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'''Anton Schubert''' (* [[19. September]] [[1910]] in Groß-Kunzendorf,Schlesien, heute Tschechische Republik, † [[22. Juli]] [[1943]] im Zuchthaus Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim (hingerichtet)) war ein Opfer des nationalsozialistischen Regimes in Salzburg.
'''Anton Schubert''' (* [[19. September]] [[1910]] in Groß-Kunzendorf, [[Schlesien]], heute [[Tschechien]]; † [[22. Juli]] [[1943]] im Zuchthaus [[Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim]], hingerichtet) war ein aus Salzburg deportiertes [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Regimes]]].


==Leben==
==Leben==
Anton Schubert kam aus einer sozialdemokratischen Arbeiterfamilie. Von Beruf war er Elektrotechniker und Gewerbeschullehrer. Schubert war mit Elisabeth, geborene Weinzierl verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder, Anton, geboren am [[16. September]] [[1932]], und Elisabeth, geboren am [[19. August]] [[1939]] in Salzburg. Sie wohnten im Haus [[Stadlhofstraße]] 8, das zur Hälfte ihm und seinem Bruder Richard gehörte.
Anton Schubert kam aus einer sozialdemokratischen Arbeiterfamilie. Von Beruf war er Elektrotechniker und Gewerbeschullehrer. Schubert war mit Elisabeth, geborene Weinzierl verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder, Anton, geboren am [[16. September]] [[1932]], und Elisabeth, geboren am [[19. August]] [[1939]] in Salzburg. Sie wohnten im Haus [[Stadlhofstraße]] 8, das zur Hälfte ihm und seinem Bruder Richard gehörte.


Schubert war wie sein Vater Mitglied der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] und des [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbundes]]  bis zu dessen Zerschlagung im Februar [[1934]]. In der Zeit bis zur Besetzung Österreichs sind keine Widerstandshandlungen bekannt.
Schubert war wie sein Vater Mitglied der [[SPÖ Salzburg|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] und des [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbundes]]  bis zu dessen Zerschlagung im Februar [[1934]]. In der Zeit bis zur Besetzung Österreichs sind keine Widerstandshandlungen bekannt.


Ab 1940 leisteten die Brüder Anton und Richard Schubert in einer kommunistischen Gruppe Widerstand. Zu Beginn des Jahres 1942 konnte die [[Gestapo|GESTAPO]] durch das Einschleusen eines Spitzels alle sozialdemokratischen und kommunistischen Widerstandsgruppen zerschlagen. Anton Schubert wurde am [[17. Jänner]] [[1942]] verhaftet und am [[6. April]] [[1943]] gemeinsam mit Heinrich Auer, Anton Reindl und Karl Schallmoser vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Am 22. Juli 1943 wurde er im Zuchthaus Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim hingerichtet.
Ab 1940 leisteten die Brüder Anton und Richard Schubert in einer kommunistischen Gruppe Widerstand. Zu Beginn des Jahres 1942 konnte die [[Gestapo|GESTAPO]] durch das Einschleusen eines Spitzels alle sozialdemokratischen und kommunistischen Widerstandsgruppen zerschlagen. Anton Schubert wurde am [[17. Jänner]] [[1942]] verhaftet und am [[6. April]] [[1943]] gemeinsam mit Heinrich Auer, Anton Reindl und Karl Schallmoser vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Am 22. Juli 1943 wurde er im Zuchthaus [[Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim]] hingerichtet.


*Abschiedsbrief an seinen Bruder und seine Schwägerin:
*Abschiedsbrief an seinen Bruder und seine Schwägerin:
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Die hingerichteten Widerstandskämpfer [[Heinrich Auer]], [[Karl Schallmoser]], Anton Schubert und [[Rudolf Smolik]] wurden auf dem Forstfriedhof in München-Perlach exhumiert und am 14. Dezember 1952 auf dem [[Kommunalfriedhof]] in Salzburg feierlich beigesetzt.
Die hingerichteten Widerstandskämpfer [[Heinrich Auer]], [[Karl Schallmoser]], Anton Schubert und [[Rudolf Smolik]] wurden auf dem Forstfriedhof in München-Perlach exhumiert und am 14. Dezember 1952 auf dem [[Kommunalfriedhof]] in Salzburg feierlich beigesetzt.


Zu seinem Gedächtnis wurde am [[22. August]] [[2007]] in der  Stadlhofstraße 8 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt.
Zu seinem Gedächtnis wurde am [[22. August]] [[2007]] in der  Stadlhofstraße 8 ein [[Stolperstein]] verlegt.
Am [[8. Mai]] [[2015]] erhielt er ein Ehrengrab auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] <ref><http://salzburg.orf.at/news/stories/2709834/</ref>
Am [[8. Mai]] [[2015]] erhielt er ein Ehrengrab auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] <ref><http://salzburg.orf.at/news/stories/2709834/</ref>


==Quelle==
==Quelle==
[http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/orte_und_biographien?victim=Schubert,Anton&hilite=Anton+Schubert Stolperstein:Anton Schubert]
[https://www.stolpersteine-salzburg.at/stolperstein/schubert_anton/#hilite=Anton+Schubert Stolperstein:Anton Schubert]
==Referenzen==
 
== Einzelnachweise ==
<references/>
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[[Kategorie:Zweiter Weltkrieg]]
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[[Kategorie:Stolperstein]]
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[[Kategorie:Geboren 1910]]
[[Kategorie:Gestorben 1943]]