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| | + | [[Datei:Vetters_Wolfgang 2015-07-11.jpg|thumb|Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Vetters, 2015]] |
| | [[Datei:Vetters_Wolfgang_sw_002.jpg|thumb|Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Vetters]] | | [[Datei:Vetters_Wolfgang_sw_002.jpg|thumb|Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Vetters]] |
| | [[Datei:Vetters_Wolfgang_sw_001.JPG|thumb|Verabschiedung am Salzburger Kommunalfriedhof]] | | [[Datei:Vetters_Wolfgang_sw_001.JPG|thumb|Verabschiedung am Salzburger Kommunalfriedhof]] |
| − | Univ.-Prof. Dr. [[Wolfgang Vetters]] (* [[25. Jänner]] [[1944]] in Wien; † [[31. Dezember]] [[2017]] in Salzburg) war Professor an der [[Universität Salzburg]] am [[Institut für Geologie und Paläontologie]]. | + | Univ.-Prof. Dr. [[Wolfgang Vetters]] (* [[25. Jänner]] [[1944]] in [[Wien]]; † [[31. Dezember]] [[2017]] in der [[Stadt Salzburg]]) war Professor an der [[Universität Salzburg]] am [[Institut für Geologie und Paläontologie]]. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| | === Eltern === | | === Eltern === |
| − | Er kam als zweites Kind des Dr. [[Hermann Vetters]] und der Dr. M. Vetters (geb. Hierath), Professorin für Latein und Geschichte, in Wien zur Welt. Sein Vater, [[Hermann Vetters]], war Archäologe, hatte in [[Salzburg]] mit den [[Domgrabungsmuseum|Ausgrabungen am Salzburger Dom]], die er allein durchgeführt hatte, einen neuen Zweig der Archäologie begründet, die [[Mittelalter]]-Archäologie. Sein Großvater, Hermann Vetters<ref>mehr siehe [https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Hermann_Vetters_(Geologe) Wien-Wiki]</ref> (* 1880; † 1941) war Geologe. | + | Er kam als zweites Kind des Dr. [[Hermann Vetters]] und der Dr. Melanie Vetters (geborene Hierath), Professorin für Latein und Geschichte, in Wien zur Welt. Sein Vater war Archäologe, hatte in der [[Stadt Salzburg]] mit den [[Domgrabungsmuseum|Ausgrabungen am Salzburger Dom]], die er allein durchgeführt hatte, einen neuen Zweig der Archäologie begründet, die [[Mittelalter]]-Archäologie. Sein Großvater, Hermann Vetters<ref>mehr siehe [https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Hermann_Vetters_(Geologe) Wien-Wiki]</ref> (* 1880; † 1941) war Geologe. |
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| | === Karriere === | | === Karriere === |
| − | Am [[10. Juni]] [[1962]] maturierte Wolfgang Vetters in Wien XVI und inskripierte im selben Jahr an der Universität Wien Geologie, Mineralogie und Paläontologie. Promotion Jänner 1968 zum Dr. phil. Thema der Dissertation „''Zur Geologie des SW Teils des Wechselgebiets zwischen Rettenegg und Feistritzsattel''.“ | + | Am [[10. Juni]] [[1962]] maturierte Wolfgang Vetters in Wien XVI und inskripierte im selben Jahr an der Universität Wien Geologie, Mineralogie und Paläontologie. Promotion Jänner 1968 zum Dr. phil. Thema der Dissertation "''Zur Geologie des SW Teils des Wechselgebiets zwischen Rettenegg und Feistritzsattel''." |
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| | Von 1968 bis 1971 war er als Geologe bei der Rohöl Aufsuchungs Ges.m.b.H. in [[Oberösterreich]] tätig. Am [[1. Juni]] [[1971]] wurde er Assistent an der Universität Salzburg, wo er bis zu seiner Pensionierung 2007 blieb. | | Von 1968 bis 1971 war er als Geologe bei der Rohöl Aufsuchungs Ges.m.b.H. in [[Oberösterreich]] tätig. Am [[1. Juni]] [[1971]] wurde er Assistent an der Universität Salzburg, wo er bis zu seiner Pensionierung 2007 blieb. |
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| | + | Auf seine Initiative hin wurde [[1997]] der [[Verein "Schätze aus Salzburgs Boden"]] gegründet. |
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| | Wolfgang Vetters verknüpfte archäologische Erkenntnisse mit geologischen Fakten (z. B. Gewinnung von altägyptischen Obelisken aufgrund gesteinskundlicher und strukturgeologischer Beobachtungen), er begründete somit eine neue Sparte der Geologie, nämlich der Kulturgeologie. | | Wolfgang Vetters verknüpfte archäologische Erkenntnisse mit geologischen Fakten (z. B. Gewinnung von altägyptischen Obelisken aufgrund gesteinskundlicher und strukturgeologischer Beobachtungen), er begründete somit eine neue Sparte der Geologie, nämlich der Kulturgeologie. |
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| − | Wolfgang Vetters war Korrespondent der Geologischen Versuchsanstalt. | + | Wolfgang Vetters war Korrespondent der Geologischen Bundesanstalt. |
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| | Dr. Vetters war so etwas wie der ''Begründer der Archäologie des Mittelalters''. Er hatte die Gabe, komplizierte Angelegenheiten mit einfachen Worten anschaulich erklären zu können<ref name="Verabschiedung">Quelle: Redner bei der seiner Verabschiedung am 12. Jänner 2018 am Salzburger [[Kommunalfriedhof]]</ref> | | Dr. Vetters war so etwas wie der ''Begründer der Archäologie des Mittelalters''. Er hatte die Gabe, komplizierte Angelegenheiten mit einfachen Worten anschaulich erklären zu können<ref name="Verabschiedung">Quelle: Redner bei der seiner Verabschiedung am 12. Jänner 2018 am Salzburger [[Kommunalfriedhof]]</ref> |
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| | == Privat == | | == Privat == |
| − | [[1970]] heiratete er in Wien seine Frau Mag.<sup>a</sup> Herlinde, geboren Rothe. Gemeinsam hatten sie drei Kinder. | + | [[1970]] heiratete er in Wien seine Frau Mag.<sup>a</sup> Herlinde, geborene Rothe. Gemeinsam hatten sie drei Kinder. |
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| | In seinem gekonnten Wortwitz merkte man seine fundierte humanistische Ausbildung. Stets hatte er Gleichnisse oder Zitate zur Hand. Er besaß die ''Kunst der Reflexion'', oder wie es bei einem echten Wiener heißt, er war ein guter ''Schmähführer''. Wozu es allerdings auch viel Wissen und Intelligenz bedarf, damit dieser Humor auch gut ankommt, führte Dipl.-Ing. [[Wolfgang Saiko]], ein gebürtiger Wiener und Absolvent der Universität für Bodenkultur, bei der Verabschiedung von Dr. Vetters aus. Neugierde war die Triebfeder seiner Forschungen. Noch zuletzt arbeitete er an einem Forschungsprojekt "Tunnels unter dem [[Festungsberg]] aus der [[Römer]]zeit". Nicht vergessen werden sollte auch seine Liebe zur Kunst, insbesondere zur Musik. | | In seinem gekonnten Wortwitz merkte man seine fundierte humanistische Ausbildung. Stets hatte er Gleichnisse oder Zitate zur Hand. Er besaß die ''Kunst der Reflexion'', oder wie es bei einem echten Wiener heißt, er war ein guter ''Schmähführer''. Wozu es allerdings auch viel Wissen und Intelligenz bedarf, damit dieser Humor auch gut ankommt, führte Dipl.-Ing. [[Wolfgang Saiko]], ein gebürtiger Wiener und Absolvent der Universität für Bodenkultur, bei der Verabschiedung von Dr. Vetters aus. Neugierde war die Triebfeder seiner Forschungen. Noch zuletzt arbeitete er an einem Forschungsprojekt "Tunnels unter dem [[Festungsberg]] aus der [[Römer]]zeit". Nicht vergessen werden sollte auch seine Liebe zur Kunst, insbesondere zur Musik. |
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| | Reisebeispiele: | | Reisebeispiele: |
| | * ''Königreich Jordanien 26. März - 6. April 1999'' | | * ''Königreich Jordanien 26. März - 6. April 1999'' |
| − | * ''Mit Dr. Wolfgang Vetters zu den „Wind – Inseln“ - Erleben Sie die Osterwoche auf Lipari und Stromboli, 15. – 25. April 2000'' | + | * ''Mit Dr. Wolfgang Vetters zu den "Wind – Inseln" - Erleben Sie die Osterwoche auf Lipari und Stromboli, 15. – 25. April 2000'' |
| − | * ''Die Reise des „Club der Vetters Geschädigten Reiseteilnehmer“ 2002'' | + | * ''Die Reise des "Club der Vetters Geschädigten Reiseteilnehmer" 2002'' |
| | : ''Kennen Sie Italien?... ich glaube, da gibt es noch... Eine abwechslungsreiche Reise durch Mittel- und Oberitalien in der Karwoche vom 23. März bis 2. April 2002'' | | : ''Kennen Sie Italien?... ich glaube, da gibt es noch... Eine abwechslungsreiche Reise durch Mittel- und Oberitalien in der Karwoche vom 23. März bis 2. April 2002'' |
| | (Originaltitel, Programme im [[Archiv Krackowizer]]) | | (Originaltitel, Programme im [[Archiv Krackowizer]]) |
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| | :2009: C. F. Uhlir & W. Vetters: ''Die [[Salzburger Stadtberge]] – Eine kulturgeologische Exkursion'' (Ex A, 14. 4. 2009). In: ''Geologische Exkursionen in Salzburg''. Jber. Mitt. oberrhein. Geol. Ver. N. F. 91, S 115-164. | | :2009: C. F. Uhlir & W. Vetters: ''Die [[Salzburger Stadtberge]] – Eine kulturgeologische Exkursion'' (Ex A, 14. 4. 2009). In: ''Geologische Exkursionen in Salzburg''. Jber. Mitt. oberrhein. Geol. Ver. N. F. 91, S 115-164. |
| | :2010: Wo lag das Gold der Norischen Taurisker? – Eine Neuinterpretation eines antiken Textes aus geologischer Sicht. Römisches Österreich, 33, S 123-141 | | :2010: Wo lag das Gold der Norischen Taurisker? – Eine Neuinterpretation eines antiken Textes aus geologischer Sicht. Römisches Österreich, 33, S 123-141 |
| − | :- [[Heinz Slupetzky|Slupetzky, Heinz ]] & Vetters, Wolfgang, 1994: Libays Kunst naturwissenschaftlich gesehen. Ausstellungskatalog 1994 | + | :- [[Heinz Slupetzky|Slupetzky, Heinz]] & Vetters, Wolfgang, 1994: Libays Kunst naturwissenschaftlich gesehen. Ausstellungskatalog 1994 |
| | :- Vetters, Wolfgang, 1997: Montanhistorisches in Bildern des Malers [[Karl Ludwig Libay|Karl Ludwig von Libay]] (1814 – 1888). 2. Erbe Symposium, Leoben 1995. Berichte der GBA, Bd. 41, Wien 1997 | | :- Vetters, Wolfgang, 1997: Montanhistorisches in Bildern des Malers [[Karl Ludwig Libay|Karl Ludwig von Libay]] (1814 – 1888). 2. Erbe Symposium, Leoben 1995. Berichte der GBA, Bd. 41, Wien 1997 |
| | : [http://www.lungau.de/erzweg/schatz.htm Die Lungauer Bergbau-Geschichte online] | | : [http://www.lungau.de/erzweg/schatz.htm Die Lungauer Bergbau-Geschichte online] |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| | + | * [https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=JB1581_005_A.pdf opac.geologie.ac.at], pdf, Ass.-Prof. i.R. Dr. phil. Wolfgang Vetters, Begründer der Kulturgeologie und Geologe aus Leidenschaft, 25. Jänner 1944 – 31. Dezember 2017; ein ausführlicher Nachruf auf Dr. Vetters; |
| | * [http://www.zobodat.at/biografien/Libay_Karl_Ludwig_BerichteGeolBundesanstalt_56_0111-0112.pdf www.zobodat.at] Vortrag von Dr. Vetters über "Das Salzkammergut in Skizzen von [[Karl Ludwig Libay]]" | | * [http://www.zobodat.at/biografien/Libay_Karl_Ludwig_BerichteGeolBundesanstalt_56_0111-0112.pdf www.zobodat.at] Vortrag von Dr. Vetters über "Das Salzkammergut in Skizzen von [[Karl Ludwig Libay]]" |
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| | :: → siehe auch [[M ü. A.#Kurioses|Kurioses zum Thema "Meter über Adria"]], von Wolfgang Vetters | | :: → siehe auch [[M ü. A.#Kurioses|Kurioses zum Thema "Meter über Adria"]], von Wolfgang Vetters |
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| − | == Fußnoten == | + | == Einzelnachweise == |
| | <references/> | | <references/> |
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