Viktor Pollak: Unterschied zwischen den Versionen
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Zuletzt war er beim [[Salzburger Alpenjäger Bataillon Nr. 3]], das mit der Traditionspflege des [[k.u.k. Infanterieregiment "Erzherzog Rainer" Nr. 59|k.u.k. Infanterieregiments "Erzherzog Rainer" Nr. 59]] betraut war. Er war verheiratet und hatte drei Kinder. Nach dem frühen Tod seiner Frau [[1918]] lebte er abwechselnd in [[Wien]] und Salzburg, wo er sich [[1934]] endgültig niederließ. | Zuletzt war er beim [[Salzburger Alpenjäger Bataillon Nr. 3]], das mit der Traditionspflege des [[k.u.k. Infanterieregiment "Erzherzog Rainer" Nr. 59|k.u.k. Infanterieregiments "Erzherzog Rainer" Nr. 59]] betraut war. Er war verheiratet und hatte drei Kinder. Nach dem frühen Tod seiner Frau [[1918]] lebte er abwechselnd in [[Wien]] und Salzburg, wo er sich [[1934]] endgültig niederließ. | ||
Am [[16. Mai]] [[1938]], schon unter dem NS-Regime, zog er in das Haus [[Frueaufgasse]] 5 im [[Salzburger Stadtteil]] [[Josefiau]]. Dort konnte er dreieinhalb Jahre ohne rassistische Verfolgung leben. Eine Mitbewohnerin, die ihn für einen Halbjuden hielt und ein Verhältnis mit der Hausbesitzerin vermutete, denunzierte ihn bei der [[Gestapo|GESTAPO]]. Daraus ergab sich die folgenschwere Anschuldigung, »Rassenschande« begangen zu haben. Pollak leugnete auch das Verhältnis zur Hausbesitzerin nicht und wurde darum wegen "Rasseschande" am [[29. Jänner]] 1942 zu anderthalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kam ins Zuchthaus Amberg ([[Bayern]]) und von dort nach Maltheuern bei Brüx (tschechisch Most), damals [[Sudetenland]]. Er arbeitete in einem Strafgefangenen- und Zwangsarbeitslager, das synthetischen Benzin herstellte. Am 14. November starb er dort. | Am [[16. Mai]] [[1938]], schon unter dem NS-Regime, zog er in das Haus [[Frueaufgasse]] 5 im [[Salzburger Stadtteil]] [[Josefiau]]. Dort konnte er dreieinhalb Jahre ohne rassistische Verfolgung leben. Eine Mitbewohnerin, die ihn für einen Halbjuden hielt und ein Verhältnis mit der Hausbesitzerin vermutete, denunzierte ihn bei der [[Gestapo|GESTAPO]]. Daraus ergab sich die folgenschwere Anschuldigung, »Rassenschande« begangen zu haben. Pollak leugnete auch das Verhältnis zur Hausbesitzerin nicht und wurde darum wegen "Rasseschande" am [[29. Jänner]] 1942 zu anderthalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kam ins Zuchthaus Amberg ([[Bayern]]) und von dort nach Maltheuern bei Brüx (tschechisch Most), damals [[Sudetenland]]. Er arbeitete in einem Strafgefangenen- und Zwangsarbeitslager, das synthetischen Benzin herstellte. Am 14. November starb er dort. | ||
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