Toskanatrakt: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Plan_Residenz.jpg|thumb|Plan der [[Alte Residenz|Alten Residenz]]]]
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[[Datei:Toskanatrakt Salzburg 2020 01.jpg|thumb|Der Toskanatrakt von der [[Churfürststraße]] (2020).]]  
[[Bild:Toskanatrakt.jpg|thumb|Toskanatrakt der Residenz in der Altstadt: im 2. Stock hier die Fenster der [[Landkartengalerie]]]]
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[[Bild:Rechtswissenschaftliche Fakultät.jpg|thumb|Der [[Toskanahof]].]]
[[Bild:Rechtswissenschaftliche Fakultät.jpg|thumb|Innenhof Toskanatrakt]]
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[[Datei:Toskanatrakt Salzburg 2020 02.jpg|thumb|Im Toskanahof des Toskanatrakts (2020).]]
Der '''Toskanatrakt''' ist die Bezeichnung für den nordöstlichen Teil der [[Alte Residenz|Residenz]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]].
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[[Datei:Toskanatrakt Salzburg 2020 03.jpg|thumb|Im Toskanahof des Toskanatrakts (2020).]]
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[[Datei:Toskanatrakt Salzburg 2020 04.jpg|thumb|Im Toskanahof des Toskanatrakts (2020).]]
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Der '''Toskanatrakt''' ist ein Gebäudekomplex im Nordwesten der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].
  
==Lage==
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== Beschreibung ==
Zwischen [[Alter Markt|Altem Markt]], [[Churfürststraße]] und [[Sigmund-Haffner-Gasse]].
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Der quadratisch angelegte Gebäudekomplex erstreckt sich an der [[Churfürststraße]] und entlang der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] nach Süden. Im Südosten grenzt er an die Alte Residenz, im Süden an die [[Dietrichsruh]]. Der Zugang von außen erfolgt durch je ein Portal im Norden und im Süden.
  
==Herkunft der Bezeichnung==
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== Geschichte ==
Als [[Ferdinand IV.]] nach der Einigung Italiens [[1858]] aus der Toskana fliehen musste, wies ihm [[Kaiser Franz Joseph I.]] in Salzburg einen Teil der Residenz als Wohnsitz zu. Er lebte dann abwechselnd hier und in einer Villa am Bodensee. Zu jener Zeit entstand dann der Ausdruck ''Toskanatrakt'' und nicht schon zur Zeit von [[Ferdinand III. von Toskana]] (dieser wohnte in seiner Zeit als Kurfürst von [[1803]] bis [[1805]] im [[Schloss Mirabell]]<ref>Quelle Büchlein Salzburger Volkskultur, Mai 2004, Beitrag ''Vom Krummstab unter das Scepter eines weltlichen Fürsten'' von Mag. Dr. Sabine Veits-Falk, Seite 22ff</ref>), wie manche fälschlicherweise annehmen möchten.  
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Zwischen [[1605]] und [[1611]] erbaute [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] anstelle mehrerer Bürgerhäuser zunächst die [[Dietrichsruh]]. Diese hatte zwei Gartenhöfe, die mit Brunnenanlagen, Wasserspielen, Grotten, Figurennischen und einem Vogelhaus ausgestattet waren. Die Höfe mit ihrer Ausstattung als Lustgärten hatten eher privaten Charakter.  
  
==Nutzung==
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Eine Umgestaltung erfolgte gegen Ende des [[18. Jahrhundert]], als der letzte regierende Fürsterzbischof, [[Hieronymus Graf Colloredo]], die nördlichen Teile abbrechen und um [[1790]] entlang der Sigmund-Haffner-Gasse einen Neubautrakt errichten ließ. Dadurch ging die künstlerische Ausstattung von Wolf Dietrich weitgehend verloren. Dafür entstanden relativ nüchterne Verwaltungsgebäude.<ref>[http://www.ubs.sbg.ac.at/rw/allgemein/landkarten/toskana.htm www.ubs.sbg.ac.at]</ref>
Später war die [[Bundespolizeidirektion Salzburg]] darin untergebracht. In den [[1990er]]-Jahren wurde dieser Teil für die [[Universität Salzburg]] ([[Rechtswissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg|Rechtswissenschaftliche Fakultät]]) adaptiert.
 
  
==Säle==
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Nach dem Tod ihres Mannes Kaiser [[Franz I.]] im Jahr [[1835]] lebte die Kaiserinwitwe [[Karoline Auguste von Bayern]] zeitweise im Toskanatrakt. Als [[Ferdinand IV. von Toskana]] nach der Einigung Italiens [[1858]] aus der Toskana fliehen musste, wies ihm [[1867]] sein Bruder Kaiser [[Franz Joseph I.]] diesen Gebäudekomplex als Wohnsitz zu. Ferdinand IV. von Toskana lebte dann abwechselnd in Salzburg und in einer Villa am Bodensee. Aber erst um 1870  entstand der Ausdruck ''Toskanatrakt'' und nicht früher, zur Zeit von [[Ferdinand III. von Toskana]], als jener als Kurfürst von [[1803]] bis [[1805]] im [[Schloss Mirabell]] wohnte.<ref>Quelle Büchlein Salzburger Volkskultur, Mai 2004, Beitrag ''Vom Krummstab unter das Scepter eines weltlichen Fürsten'' von Mag. Dr. [[Sabine Veits-Falk]], Seite 22ff</ref>)
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Nach dem [[Ersten Weltkrieg]], nach dem die Familie [[Habsburger|Habsburg]]-Toskana ausgezogen war, wurde der Toskanatrakt für staatliche Zwecke adaptiert. Ab [[1922]] war die [[Sicherheitsdirektion]] hier untergebracht. Später wurde auch die [[Bundespolizeidirektion Salzburg]] bis 1985 darin untergebracht.
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Ab [[1. Oktober]] [[1985]] wurde dieser Teil für die [[Universität Salzburg]] ([[Rechtswissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg|Rechtswissenschaftliche Fakultät]]) adaptiert.<ref>[http://www.ubs.sbg.ac.at/rw/allgemein/landkarten/toskana.htm www.ubs.sbg.ac.at]</ref> Am [[20. Mai]] [[1992]] erfolgte die offizielle Übergabe des Toskanatrakts von der [[Landesbaudirektion]] an die Universität.
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Unter dem [[Toskanahof|Innenhof]] an der Churfürststraße wurden für die vorgesehene Nutzung durch die Universität drei Tiefgeschoße eingebaut.
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== Objekte und Gänge im Toskanatrakt ==
 
* [[Landkartengalerie]]
 
* [[Landkartengalerie]]
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* [[Herkulesgrotte]], ein erhalten gebliebener Rest aus der ehemaligen [[Dietrichsruh]]
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* [[Awilda]], eine moderne Skulptur von Jaume Plensa
  
== Fußnote und Quellen==
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== Weblink ==
* [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]]
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* Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=5&lat=47.79894&lon=13.04454&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg]
  
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== Quellen==
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* SALZBURGWIKI-Einträge
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* [[Baudokumentation Universität und Ersatzbauten]], Band 11 in der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], 1993, Seite 30
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* [[Bacchus in Salzburg. 1 000 Jahre Weinkultur.]], Seite 125
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== Einzelnachweise ==
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<references/>
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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[[Kategorie:Architektur]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
 
[[Kategorie:Gebäude]]
 
[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:historische Gebäude]]
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[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:Salzburg]]
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[[Kategorie:Alte Residenz]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 

Aktuelle Version vom 28. August 2024, 20:16 Uhr

Der Toskanatrakt von der Churfürststraße (2020).
Im Toskanahof des Toskanatrakts (2020).
Im Toskanahof des Toskanatrakts (2020).
Im Toskanahof des Toskanatrakts (2020).

Der Toskanatrakt ist ein Gebäudekomplex im Nordwesten der Alten Residenz in der Altstadt der Stadt Salzburg.

Beschreibung

Der quadratisch angelegte Gebäudekomplex erstreckt sich an der Churfürststraße und entlang der Sigmund-Haffner-Gasse nach Süden. Im Südosten grenzt er an die Alte Residenz, im Süden an die Dietrichsruh. Der Zugang von außen erfolgt durch je ein Portal im Norden und im Süden.

Geschichte

Zwischen 1605 und 1611 erbaute Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau anstelle mehrerer Bürgerhäuser zunächst die Dietrichsruh. Diese hatte zwei Gartenhöfe, die mit Brunnenanlagen, Wasserspielen, Grotten, Figurennischen und einem Vogelhaus ausgestattet waren. Die Höfe mit ihrer Ausstattung als Lustgärten hatten eher privaten Charakter.

Eine Umgestaltung erfolgte gegen Ende des 18. Jahrhundert, als der letzte regierende Fürsterzbischof, Hieronymus Graf Colloredo, die nördlichen Teile abbrechen und um 1790 entlang der Sigmund-Haffner-Gasse einen Neubautrakt errichten ließ. Dadurch ging die künstlerische Ausstattung von Wolf Dietrich weitgehend verloren. Dafür entstanden relativ nüchterne Verwaltungsgebäude.[1]

Nach dem Tod ihres Mannes Kaiser Franz I. im Jahr 1835 lebte die Kaiserinwitwe Karoline Auguste von Bayern zeitweise im Toskanatrakt. Als Ferdinand IV. von Toskana nach der Einigung Italiens 1858 aus der Toskana fliehen musste, wies ihm 1867 sein Bruder Kaiser Franz Joseph I. diesen Gebäudekomplex als Wohnsitz zu. Ferdinand IV. von Toskana lebte dann abwechselnd in Salzburg und in einer Villa am Bodensee. Aber erst um 1870 entstand der Ausdruck Toskanatrakt und nicht früher, zur Zeit von Ferdinand III. von Toskana, als jener als Kurfürst von 1803 bis 1805 im Schloss Mirabell wohnte.[2])

Nach dem Ersten Weltkrieg, nach dem die Familie Habsburg-Toskana ausgezogen war, wurde der Toskanatrakt für staatliche Zwecke adaptiert. Ab 1922 war die Sicherheitsdirektion hier untergebracht. Später wurde auch die Bundespolizeidirektion Salzburg bis 1985 darin untergebracht.

Ab 1. Oktober 1985 wurde dieser Teil für die Universität Salzburg (Rechtswissenschaftliche Fakultät) adaptiert.[3] Am 20. Mai 1992 erfolgte die offizielle Übergabe des Toskanatrakts von der Landesbaudirektion an die Universität.

Unter dem Innenhof an der Churfürststraße wurden für die vorgesehene Nutzung durch die Universität drei Tiefgeschoße eingebaut.

Objekte und Gänge im Toskanatrakt

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.ubs.sbg.ac.at
  2. Quelle Büchlein Salzburger Volkskultur, Mai 2004, Beitrag Vom Krummstab unter das Scepter eines weltlichen Fürsten von Mag. Dr. Sabine Veits-Falk, Seite 22ff
  3. www.ubs.sbg.ac.at