Burg Walchen: Unterschied zwischen den Versionen

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==Spätmittelalterliche Pflegerburg==  
==Spätmittelalterliche Pflegerburg==  
Im [[Franciszäischer Kataster]] von [[1830]] ist die Grundparzelle 831 der Katastralgemeinde Walchen mit ''„Wachtlehenthurn“'' bezeichnet (Haus Nr. 24 Wachtlehen). Diese Parzelle wird an drei Seiten durch Steilabfälle geschützt. Bei Grabungen trat an der Südseite das Fundament eines mächtigen Turmes mit rechteckigem Grundriss zu Tage. Eine Steilstufe darunter erstreckt sich eine ebene Fläche, die von einer Mauer umrundet war. Eine Schwelle lässt den seinerzeitigen, gut gesicherten Eingang erkennen. Der dorthin führende Altweg zeichnete sich zum Zeitpunkt der Grabung im Mai [[1975]] noch deutlich im Gelände ab. Grabungsfunde deuten darauf hin, dass es sich bei der Anlage um die spät[[mittelalter]]liche [[Pfleger]]<nowiki>burg</nowiki> gehandelt hat, deren Erbauungsdatum vor dem Jahr [[1254]] angesetzt wird. Sie hat die eigentliche Stammburg der Walcher, die auf der Grundparzelle 835 der Katastralgemeinde Walchen situiert und vermutlich einer Mure zum Opfer gefallen ist, abgelöst und fiel mittlerweile privater Schottergewinnung zum Opfer.
Im [[Franziszeischer Kataster]] von [[1830]] ist die Grundparzelle 831 der Katastralgemeinde Walchen mit ''"Wachtlehenthurn"'' bezeichnet (Haus Nr. 24 Wachtlehen). Diese Parzelle wird an drei Seiten durch Steilabfälle geschützt. Bei Grabungen trat an der Südseite das Fundament eines mächtigen Turmes mit rechteckigem Grundriss zu Tage. Eine Steilstufe darunter erstreckt sich eine ebene Fläche, die von einer Mauer umrundet war. Eine Schwelle lässt den seinerzeitigen, gut gesicherten Eingang erkennen. Der dorthin führende Altweg zeichnete sich zum Zeitpunkt der Grabung im Mai [[1975]] noch deutlich im Gelände ab. Grabungsfunde deuten darauf hin, dass es sich bei der Anlage um die spät[[mittelalter]]liche [[Pfleger]]<nowiki>burg</nowiki> gehandelt hat, deren Erbauungsdatum vor dem Jahr [[1254]] angesetzt wird. Sie hat die eigentliche Stammburg der Walcher, die auf der Grundparzelle 835 der Katastralgemeinde Walchen situiert und vermutlich einer Mure zum Opfer gefallen ist, abgelöst und fiel mittlerweile privater Schottergewinnung zum Opfer.


==Stammburg der Walcher==
==Stammburg der Walcher==
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==Zerstörung im Bauernkrieg==  
==Zerstörung im Bauernkrieg==  
Im Jahr [[1526]] wurde die Pflegerburg im Zuge der [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Salzburger Bauernkriege]] angezündet und niedergebrannt. Da das früher dort angesiedelte [[Pfleggericht]] in der Folge in die [[Burg Kaprun]] in [[Kaprun]] verlegt wurde, baute man die Walcherburg nicht mehr auf.
Im Jahr [[1526]] wurde die Pflegerburg im Zuge der [[Salzburger Bauernaufstände|Salzburger Bauernkriege]] angezündet und niedergebrannt. Da das früher dort angesiedelte [[Pfleggericht]] in der Folge in die [[Burg Kaprun]] in [[Kaprun]] verlegt wurde, baute man die Walcherburg nicht mehr auf.


==Quellen==
==Quellen==
* Diverse Salzburgwiki-Artikel
* Diverse SALZBURGWIKI-Artikel
* [[Friederike Zaisberger]] und [[Walter Schlegel]], Burgen und Schlösser in Salzburg, Pongau, Pinzgau, Lungau, S. 118 – 119, Birken-Verlag Wien, 1978
* [[Friederike Zaisberger]] und [[Walter Schlegel]], Burgen und Schlösser in Salzburg, Pongau, Pinzgau, Lungau, S. 118 – 119, Birken-Verlag Wien, 1978


[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kunst]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Verteidigungsanlage]]
[[Kategorie:Verteidigungsanlage]]
[[Kategorie:Burg]]
[[Kategorie:Burg|Walchen]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Piesendorf]]
[[Kategorie:Piesendorf]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Pinzgau]]