Freiwillige Feuerwehr St. Andrä im Lungau: Unterschied zwischen den Versionen

T schaible (Diskussion | Beiträge)
Linkfix, entlinkt
 
(Eine dazwischenliegende Version von einem anderen Benutzer wird nicht angezeigt)
Zeile 2: Zeile 2:


== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[1905]] und [[1908]] gab es in den Orten [[St. Andrä im Lungau]] und [[Lintsching]] verheerende Brände. Einem Feuer fiel die Lagerhalle der [[Holzfabrik Funke]] zum Opfer, in Lintsching ging ein landwirtschaftliches Gebäude in Flammen auf. Es gab damals bis auf eine ganz einfache kleine Kübelspritze gab es überhaupt keine Löscheinrichtungen. Man nimmt an, dass diese beiden Feuer der Anlass zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr St. Andrä waren, die offiziell bereits [[1910]] erfolgte. 21 Männer waren bei der Gründungsversammlung anwesend gewesen. [[1913]] gab es laut Chronik bereits 45 Mitglieder.
[[1905]] und [[1908]] gab es in den Orten [[St. Andrä im Lungau]] und [[Lintsching]] verheerende Brände. Einem Feuer fiel die Lagerhalle der [[Bernhard Funke|Holzfabrik Funke]] zum Opfer, in Lintsching ging ein landwirtschaftliches Gebäude in Flammen auf. Es gab damals bis auf eine ganz einfache kleine Kübelspritze gab es überhaupt keine Löscheinrichtungen. Man nimmt an, dass diese beiden Feuer der Anlass zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr St. Andrä waren, die offiziell bereits [[1910]] erfolgte. 21 Männer waren bei der Gründungsversammlung anwesend gewesen. [[1913]] gab es laut Chronik bereits 45 Mitglieder.


[[1911]] erfolgte der Ankauf einer Kübelspritze, die im hölzernen Getreidekasten des Christernbauern in Lintsching untergestellt wurde.
1911 erfolgte der Ankauf einer Kübelspritze, die im hölzernen Getreidekasten des Christernbauern in Lintsching untergestellt wurde. Einen Tag vor der [[Florianifeier]] im Jahr [[1918]] gab es abermals eine Brandkatastrophe. In St. Andrä brannten die Kirche, die [[Volksschule St. Andrä im Lungau|Schule]] und die drei benachbarten Bauernhöfe Krainer, Kirchner und Wirt zur Gänze nieder. Allerdings hatte die Feuerwehr bereits zwei Pferdespritzenwagen im Einsatz.
Einen Tag vor der [[Florianifeier]] im Jahr [[1918]] gab es abermals eine Brandkatastrophe. In St. Andrä brannten die Kirche, die [[Volksschule St. Andrä im Lungau|Schule]] und die drei benachbarten Bauernhöfe Krainer, Kirchner und Wirt zur Gänze nieder. Allerdings hatte die Feuerwehr bereits zwei Pferdespritzenwagen im Einsatz.


Die erste Benzinmotorspritze mit dazugehörigem Schlauchmaterial konnte dann [[1938]] in Betrieb genommen werden. [[1941]] wurde für den Löschzug Lintsching eine DKW-Benzinmotorspritze angeschafft, [[1945]] kam ein zurückgelassenes Fahrzeug der Marke ''Krupp'' dazu, das von der [[Wehrmacht]] zurückgelassen wurde. Am [[2. Oktober]] [[1949]] wurde im Beisein von Bürgermeister [[Alois Schitter]] und Feuerwehrkommandant [[Bartholomäus Lürzer]] die Zeugstätte in Lintsching eingeweiht.
Die erste Benzinmotorspritze mit dazugehörigem Schlauchmaterial konnte dann [[1938]] in Betrieb genommen werden. [[1941]] wurde für den Löschzug Lintsching eine DKW-Benzinmotorspritze angeschafft, [[1945]] kam ein zurückgelassenes Fahrzeug der Marke ''Krupp'' dazu, das von der [[Wehrmacht]] zurückgelassen wurde. Am [[2. Oktober]] [[1949]] wurde im Beisein von [[Bürgermeister der Gemeinde St. Andrä im Lungau|Bürgermeister]] Alois Schitter und Feuerwehrkommandant Bartholomäus Lürzer die Zeugstätte in Lintsching eingeweiht.


[[1953]] wurde für den Löschzug St. Andrä eine Tragkraftspritze TS 800 angekauft.
[[1953]] wurde für den Löschzug St. Andrä eine Tragkraftspritze TS 800 angekauft.


[[1955]] wurde der Löschzug in [[Lasa]] gegründet und ein Löschteich ausgehoben. Die seit 1938 in St. Andrä genutzte Motorspritze HR 253 wurde nach Lasa verlegt. Erst [[1957]] konnte dann im Beisein von Bürgermeister [[Peter Schröcker]] und Ortsfeuerwehrkommandant [[Sebastian Aigner junior|Sebastian Aigner]] ein Feuerwehrzeughaus in St. Andrä geweiht werden. Bis dahin waren die Geräte in bescheidenen Schuppen und Scheuen eingestellt gewesen.
[[1955]] wurde der Löschzug in [[Lasa]] gegründet und ein Löschteich ausgehoben. Die seit 1938 in St. Andrä genutzte Motorspritze HR 253 wurde nach Lasa verlegt. Erst [[1957]] konnte dann im Beisein von Bürgermeister Peter Schröcker und Ortsfeuerwehrkommandant Sebastian Aigner juniorein Feuerwehrzeughaus in St. Andrä geweiht werden. Bis dahin waren die Geräte in bescheidenen Schuppen und Scheuen eingestellt gewesen.


Wolkenbruchartige Regenfälle vom [[16. August|16.]] bis [[18. August]] [[1966]] waren eine große Herausforderung für die Feuerwehr. [[Göriachbach|Göriach]]- und [[Lignitzbach]] traten über ihre Ufer und verursachten große Schäden. [[1968]] erfolgte der Ankauf einer ''Gugg''-Tragkraftspritze mit VW-Motor, [[1969]] eines gebrauchten ''Opel Blitz'' als Feuerwehrfahrzeug.
Wolkenbruchartige Regenfälle vom [[16. August|16.]] bis [[18. August]] [[1966]] waren eine große Herausforderung für die Feuerwehr. [[Göriachbach|Göriach]]- und [[Lignitzbach]] traten über ihre Ufer und verursachten große Schäden. [[1968]] erfolgte der Ankauf einer ''Gugg''-Tragkraftspritze mit VW-Motor, [[1969]] eines gebrauchten ''Opel Blitz'' als Feuerwehrfahrzeug.
Zeile 28: Zeile 27:


=== Ortsfeuerwehrkommandanten ===
=== Ortsfeuerwehrkommandanten ===
* [[1910]]–1922: [[Sebastian Aigner senior|Sebastian Aigner]], Andlwirt in [[St. Andrä im Lungau|St. Andrä]]
* [[1910]]–1922: Sebastian Aigner senior, Andlwirt in St. Andrä
* [[1922]]–1930: [[Stefan Wieland]], Karlwirt in [[Lintsching (St. Andrä im Lungau)|Lintsching]]
* [[1922]]–1930: Stefan Wieland, Karlwirt in Lintsching
* [[1930]]–1939: [[Leonhard Mandl]], Kössler in St. Andrä
* [[1930]]–1939: Leonhard Mandl, Kössler in St. Andrä
* [[1939]]–1943: [[Peter Schröcker]], Kirchner in St. Andrä
* [[1939]]–1943: Peter Schröcker, Kirchner in St. Andrä
* [[1943]]–1944: [[Jakob Wieland]], Thomanbauer in Lintsching
* [[1943]]–1944: Jakob Wieland, Thomanbauer in Lintsching
* [[1944]]–1953: [[Bartholomäus Lürzer]], Brandweiner in Lintsching
* [[1944]]–1953: Bartholomäus Lürzer, Brandweiner in Lintsching
* [[1953]]–1963: [[Sebastian Aigner junior|Sebastian Aigner]], Andlwirt in St. Andrä
* [[1953]]–1963: Sebastian Aigner junior, Andlwirt in St. Andrä
* [[1963]]–1988: [[Sebastian Sagmeister]], Zimmermann und späterer Ehrenkommandant
* [[1963]]–1988: Sebastian Sagmeister, Zimmermann und späterer Ehrenkommandant
* [[1988]]–1998: [[Alois Planitzer]], Gemeindeamtsleiter in St. Andrä
* [[1988]]–1998: Alois Planitzer, Gemeindeamtsleiter in St. Andrä
* [[1998]]–2011: [[Josef Sagmeister]], Kaufmännischer Angestellter
* [[1998]]–2011: Josef Sagmeister, Kaufmännischer Angestellter
* [[2011]]–2021: [[Karl Brandstätter (St. Andrä)|Karl Brandstätter]], Gemeindearbeiter
* [[2011]]–2021: [[Karl Brandstätter (St. Andrä)|Karl Brandstätter]], Gemeindearbeiter
* seit [[2021]]: [[Michael Pichler]]
* seit [[2021]]: Michael Pichler


== Quellen ==
== Quellen ==
Zeile 45: Zeile 44:
* [http://www.ff-standrae.at/documents/ff_festschrift.pdf ''100 Jahre Freiwillige Feuerwehr St. Andrä im Lungau. Chronik'']. St. Andrä im Lungau 2011.
* [http://www.ff-standrae.at/documents/ff_festschrift.pdf ''100 Jahre Freiwillige Feuerwehr St. Andrä im Lungau. Chronik'']. St. Andrä im Lungau 2011.
* {{Quelle LN|24. Februar und 9. Juni 2011}}
* {{Quelle LN|24. Februar und 9. Juni 2011}}
* {{Quelle SN|30. September 2021}}
* {{Quelle LN|30. September 2021}}