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| − | '''Nikola "Niki" Stajkovic''' (* [[1. März]] [[1959 ]] in [[Salzburg]]; † [[17. Februar]] [[2017]] in [[Hallein]]-[[Rif]]) war ein ehemaliger Wasserspringer. | + | '''Nikola''' ''Niki'' '''Stajković''' (* [[1. März]] [[1959]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[17. Februar]] [[2017]] in [[Hallein]]-[[Rif]]) war ein Wasserspringer. |
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| − | ==Karriere== | + | == Karriere == |
| − | Als Dreijähriger tat Stajkovic seine ersten Sprünge, weil ihn sein Vater Vlado zu einem Klasse-Wasserspringer formen wollte. Ein Husarenstück liefert er als Zehnjähriger bei den Österreichischen Meisterschaften: Erst gewann er das Springen vom Turm, dann über 50 Meter Delfin. Mit 13 Jahren nahm er [[1972]] in München erstmals an Olympischen Spielen teil und wurde als Wunderkind gepriesen. Stajkovic erreichte den beachtlichen 18. Platz. [[1981]] gewann er EM-Bronze vom Dreimeterbrett, [[1987]] EM-Silber. Bei Olympia [[1980]] in Moskau, UdssR (ehemalige Sowjetunion) wurde er Achter. Niki, der [[1977]] am [[Musisches Gymnasium Salzburg|Musischen Gymnasium Salzburg]] maturierte, studierte in den USA Wirtschaft und Psychologie und lebte auf Hawaii, wo er Ferienhäuser vermietet. | + | Als Dreijähriger tat Stajković seine ersten Sprünge, weil ihn sein Vater Vlado zu einem Klasse-Wasserspringer formen wollte. Ein Husarenstück liefert er als Zehnjähriger bei den Österreichischen Meisterschaften: Erst gewann er das Springen vom Turm, dann über 50 Meter Delfin. Mit 13 Jahren nahm er [[1972]] in München erstmals an Olympischen Spielen teil und wurde als Wunderkind gepriesen. Stajković erreichte den beachtlichen 18. Platz. [[1981]] gewann er EM-Bronze vom Dreimeterbrett, [[1987]] EM-Silber. Bei Olympia [[1980]] in Moskau, UdssR (ehemalige Sowjetunion) wurde er Achter. Niki, der [[1977]] am [[Musisches Gymnasium Salzburg|Musischen Gymnasium Salzburg]] maturierte, studierte in den USA Wirtschaft und Psychologie und lebte auf Hawaii, wo er Ferienhäuser vermietet. |
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| − | Er starb bei einem Badeunfall in Hallein-Rif im [[Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg]]. Rund eine Stunde nach Beginn der Trainingseinheit wurde der leblos am Grund des Beckens treibende Mann kurz nach 16 Uhr von Kindern entdeckt. Diese alarmierten ihren Trainer sowie den Bademeister. Die beiden Männer bargen Stajkovic und versuchten ihn zu reanimieren. | + | Er starb bei einem Badeunfall in Hallein-Rif im [[Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg]]. Rund eine Stunde nach Beginn der Trainingseinheit wurde der leblos am Grund des Beckens treibende Mann kurz nach 16 Uhr von Kindern entdeckt. Diese alarmierten ihren Trainer sowie den Bademeister. Die beiden Männer bargen Stajković und versuchten ihn zu reanimieren. |
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| | == Er galt als Wunderkind == | | == Er galt als Wunderkind == |
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| | Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene heimste Niki Stajković in großer Zahl ein. Er war zwei Mal Junioren-Europameister, gewann insgesamt zwölf österreichische Meisterschaften, holte 1981 EM-Bronze vom Dreimeterbrett, erreichte zahlreiche Podestplätze in Welt- und Europacup-Bewerben und gewann viele klassische Meetings. | | Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene heimste Niki Stajković in großer Zahl ein. Er war zwei Mal Junioren-Europameister, gewann insgesamt zwölf österreichische Meisterschaften, holte 1981 EM-Bronze vom Dreimeterbrett, erreichte zahlreiche Podestplätze in Welt- und Europacup-Bewerben und gewann viele klassische Meetings. |
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| − | Die Methoden des Vaters, der seinen Junior schon als Dreijährigen im Leopoldskroner Bad auf sein Leben als Wettkämpfer vorbereitete, wurden kontrovers diskutiert. Mehrmals stand die Familie im Mittelpunkt kritischer TV-Reportagen. Der junge Niki hatte sich nicht nur auf das Wasserspringen spezialisiert. Legendär wurden seine Sprints zwischen Sprung- und Schwimmbewerben. Oft gewann er in beiden Sportsparten an einem Tag. | + | Die Methoden des Vaters, der seinen Junior schon als Dreijährigen im [[Freibad Leopoldskron|Leopoldskroner Bad]] auf sein Leben als Wettkämpfer vorbereitete, wurden kontrovers diskutiert. Mehrmals stand die Familie im Mittelpunkt kritischer TV-Reportagen. Der junge Niki hatte sich nicht nur auf das Wasserspringen spezialisiert. Legendär wurden seine Sprints zwischen Sprung- und Schwimmbewerben. Oft gewann er in beiden Sportsparten an einem Tag. |
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| | Im späteren Leben wurden Hawaii und die Surferszene sein Lebensmittelpunkt. Beruflich etablierte er sich in der Immobilienbranche und Stajković trat auch als Sportdirektor von Red Bull Cliff Diving in Erscheinung. | | Im späteren Leben wurden Hawaii und die Surferszene sein Lebensmittelpunkt. Beruflich etablierte er sich in der Immobilienbranche und Stajković trat auch als Sportdirektor von Red Bull Cliff Diving in Erscheinung. |
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| − | Stammgäste im [[Freibad Leopoldskron|Leopoldskroner Bad]] können sich noch gut an diese Szenen erinnern: Vlado Stajkovic, ein stets braun gebrannter Feschak, steht am Beckenrand und dirigiert seinen Sohn Niki, der sich ab dem dritten Lebensjahr ins Wasser stürzen musste. Aus einem, drei, fünf oder zehn Metern. Circa eine Million Sprünge hat Niki in 30 Jahren absolviert, und er ist dabei fünf Millionen Meter die Treppen hinauf gestiegen – und die gleiche Distanz kopfüber hinunter gesprungen. | + | Stammgäste im [[Freibad Leopoldskron|Leopoldskroner Bad]] können sich noch gut an diese Szenen erinnern: Vlado Stajković, ein stets braun gebrannter Feschak, steht am Beckenrand und dirigiert seinen Sohn Niki, der sich ab dem dritten Lebensjahr ins Wasser stürzen musste. Aus einem, drei, fünf oder zehn Metern. Circa eine Million Sprünge hat Niki in 30 Jahren absolviert, und er ist dabei fünf Millionen Meter die Treppen hinauf gestiegen – und die gleiche Distanz kopfüber hinunter gesprungen. |
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| − | Was empfindet Niki Stajkovic, der auf Hawaii lebt und im Moment auf Besuch in seiner alten Heimat weilt, wenn er am "Lepi" vorbei fährt? "Es war mir immer peinlich, dass meinetwegen das Becken gesperrt wurde. Gleichaltrige haben oft gesagt, schaut' euch den Angeber an. Am liebsten wollte ich versinken, aber der Papa hat gemeint: Noch einmal! Und als braver Bub habe ich gehorcht." | + | Was empfindet Niki Stajković, der auf Hawaii lebt und im Moment auf Besuch in seiner alten Heimat weilt, wenn er am "Lepi" vorbei fährt? "Es war mir immer peinlich, dass meinetwegen das Becken gesperrt wurde. Gleichaltrige haben oft gesagt, schaut' euch den Angeber an. Am liebsten wollte ich versinken, aber der Papa hat gemeint: Noch einmal! Und als braver Bub habe ich gehorcht." |
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| − | Nikola (so sein Taufname) Stajkovic entstammt der reichsten Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien. "Mein Urgroßvater hieß Pasic und war Ministerpräsident, er beherrschte 18 Sprachen. Mein Vater war das schwarze Schaf der Familie, weil er sich nur für Sport interessierte", verriet Niki beim Frühstück mit den [[Salzburger Nachrichten]]. "Warum ausgerechnet Wasserspringen? "Keine Ahnung. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre ich Abfahrer geworden. Oder Surfer, wenn es damals möglich gewesen wäre. Dann wäre ich heute Surfprofi", sagte der sechsfache Teilnehmer an Olympischen Spielen. "Olympia, das war nicht so meins", sagt er. "Entweder ich war krank oder verletzt. In Seoul [[1988]] hatte ich eine Blutvergiftung, der rote Strich reichte schon bis zum Hals. [[1992]] in Barcelona wurde meine Angina mit Penicillin behandelt und [ich (sic!)] habe allergisch darauf reagiert." | + | Nikola (so sein Taufname) Stajković entstammt der reichsten Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien. "Mein Urgroßvater hieß Pašić und war Ministerpräsident, er beherrschte 18 Sprachen. Mein Vater war das schwarze Schaf der Familie, weil er sich nur für Sport interessierte", verriet Niki beim Frühstück mit den [[Salzburger Nachrichten]]. "Warum ausgerechnet Wasserspringen? "Keine Ahnung. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre ich Abfahrer geworden. Oder Surfer, wenn es damals möglich gewesen wäre. Dann wäre ich heute Surfprofi", sagte der sechsfache Teilnehmer an Olympischen Spielen. "Olympia, das war nicht so meins", sagt er. "Entweder ich war krank oder verletzt. In Seoul [[1988]] hatte ich eine Blutvergiftung, der rote Strich reichte schon bis zum Hals. [[1992]] in Barcelona wurde meine Angina mit Penicillin behandelt und [ich (sic!)] habe allergisch darauf reagiert." |
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| | Aber es kam noch ärger für Niki, der sich schon ein berufliches Standbein geschaffen hatte und auf Hawaii im Immobiliengeschäft tätig war. "Während ich in Barcelona war, hat mein Geschäftspartner meine Unterschrift gefälscht. Die Folge waren ein jahrelanger Streit mit den Gerichten und ein Verlust von circa einer Million Euro. Aber ich hatte auch Glück im Unglück, denn einige Jahre später sind die Preise am Realitätenmarkt gestiegen. Inzwischen läuft das Geschäft ganz gut." | | Aber es kam noch ärger für Niki, der sich schon ein berufliches Standbein geschaffen hatte und auf Hawaii im Immobiliengeschäft tätig war. "Während ich in Barcelona war, hat mein Geschäftspartner meine Unterschrift gefälscht. Die Folge waren ein jahrelanger Streit mit den Gerichten und ein Verlust von circa einer Million Euro. Aber ich hatte auch Glück im Unglück, denn einige Jahre später sind die Preise am Realitätenmarkt gestiegen. Inzwischen läuft das Geschäft ganz gut." |
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| − | Weltenbummler Stajkovic, der die Erde im Flugzeug etwa 170 Mal umrundet hat, vermietet Ferienhäuser und -wohnungen direkt am Meer. Hier sieht es aus wie im Paradies. "Das Klima auf Hawaii ist genial. Das Wasser ist nie kälter als 24 Grad." Hier hat Niki viel Spaß am Leben. Oft frönt er sechs Stunden am Tag seiner großen Leidenschaft, dem Wellenreiten. Und ein paar Mal hat er dem Tod schon ins Auge geblickt. Einmal wäre er bei zehn Meter hohen Wellen beinahe ertrunken, ein anderes Mal hat ihn ein Touristenschiff mit "lauter betrunkenen Passagieren" gerammt. "Ich bin schnell unter getaucht, sonst hätte mich der Propeller zerfetzt", erzählte der Modellathlet. | + | Weltenbummler Stajković, der die Erde im Flugzeug etwa 170 Mal umrundet hat, vermietet Ferienhäuser und -wohnungen direkt am Meer. Hier sieht es aus wie im Paradies. "Das Klima auf Hawaii ist genial. Das Wasser ist nie kälter als 24 Grad." Hier hat Niki viel Spaß am Leben. Oft frönt er sechs Stunden am Tag seiner großen Leidenschaft, dem Wellenreiten. Und ein paar Mal hat er dem Tod schon ins Auge geblickt. Einmal wäre er bei zehn Meter hohen Wellen beinahe ertrunken, ein anderes Mal hat ihn ein Touristenschiff mit "lauter betrunkenen Passagieren" gerammt. "Ich bin schnell unter getaucht, sonst hätte mich der Propeller zerfetzt", erzählte der Modellathlet. |
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| | Niki ist mit seinem bubenhaften Lachen sympathisch wie eh und je. Von seinem Waschbrettbauch hat er nichts eingebüßt. Im Moment wandelt der sieben Jahre lang mit einer Kanadierin verheiratete Salzburger auf Freiersfüßen. Die "Richtige", mit der er eine Familie gründen will, habe er noch nicht gefunden. | | Niki ist mit seinem bubenhaften Lachen sympathisch wie eh und je. Von seinem Waschbrettbauch hat er nichts eingebüßt. Im Moment wandelt der sieben Jahre lang mit einer Kanadierin verheiratete Salzburger auf Freiersfüßen. Die "Richtige", mit der er eine Familie gründen will, habe er noch nicht gefunden. |
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| | Heim nach Salzburg zieht es ihn immer wieder, weil er den Kontakt nicht verlieren will. Vor kurzem hat er mit seinen Ex-Mitschülern das 30-jährige Maturajubiläum gefeiert. Und bis zur Rückkehr will er hier das Golfspielen richtig lernen und geschäftliche Kontakte knüpfen. Einen Deal hat er bereits fixiert: Er eröffnet eine "Eiszeit-Filiale." Künftig erwartet seine Gäste, die zu 60 Prozent aus den USA und zu 20 bis 30 Prozent aus Europa kommen, ein Salzburger Eisgenuss auf Hawaii. | | Heim nach Salzburg zieht es ihn immer wieder, weil er den Kontakt nicht verlieren will. Vor kurzem hat er mit seinen Ex-Mitschülern das 30-jährige Maturajubiläum gefeiert. Und bis zur Rückkehr will er hier das Golfspielen richtig lernen und geschäftliche Kontakte knüpfen. Einen Deal hat er bereits fixiert: Er eröffnet eine "Eiszeit-Filiale." Künftig erwartet seine Gäste, die zu 60 Prozent aus den USA und zu 20 bis 30 Prozent aus Europa kommen, ein Salzburger Eisgenuss auf Hawaii. |
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| − | ==Quellen== | + | == Weblinks == |
| − | *[[Salzburger Nachrichten]], [[Hans Adrowitzer]] | + | [http://www.12hawaii.com Ferienhäuser auf Hawaii] |
| − | *ÖOC | + | == Quellen == |
| | + | * [[Salzburger Nachrichten]], [[Hans Adrowitzer]] |
| | + | * ÖOC |
| | * {{Quelle SN|18. Februar 2017}} | | * {{Quelle SN|18. Februar 2017}} |
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| − | ==Weblinks==
| + | {{SORTIERUNG:Stajkovic, Nikola}} |
| − | [http://www.12hawaii.com Ferienhäuser auf Hawaii]
| + | [[Kategorie:Person]] |
| − | | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |
| − | [[Kategorie:Person|Stajkovic, Nikola]] | + | [[Kategorie:Person (Sport)]] |
| − | [[Kategorie:Person (Geschichte)|Stajkovic, Nikola]] | + | [[Kategorie:Sport (Geschichte)]] |
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| − | [[Kategorie:Sport (Geschichte)|Stajkovic, Nikola]] | + | [[Kategorie:Europameister]] |
| − | [[Kategorie:Olympiateilnehmer|Stajkovic, Nikola]] | + | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] |
| − | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Stajkovic, Nikola]] | + | [[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]] |
| − | [[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg|Stajkovic, Nikola]] | + | [[Kategorie:Ausgroaste]] |
| − | [[Kategorie:Ausgroaste|Stajkovic, Nikola]] | + | [[Kategorie:Vereinigte Staaten von Amerika]] |
| | + | [[Kategorie:Geboren 1959]] |
| | + | [[Kategorie:Gestorben 2017]] |