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| | Nach [[1632]] begann [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf von Lodron]] das [[Schallmoos (Moor)|Schallmoos]] samt dem westlichen [[Itzlinger Moos]] trockenzulegen und zu erschließen, was wohl auch die Attraktivität des randlich nächst dem Kapuzinerberg gelegenen Waldbichlhofes erhöhte. | | Nach [[1632]] begann [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf von Lodron]] das [[Schallmoos (Moor)|Schallmoos]] samt dem westlichen [[Itzlinger Moos]] trockenzulegen und zu erschließen, was wohl auch die Attraktivität des randlich nächst dem Kapuzinerberg gelegenen Waldbichlhofes erhöhte. |
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| − | [[1677]] bis [[1741]] besaß den Hof eine Familie Kaserer. [[1741]] wurde das Bauwerk vom [[Salzburger Stadtrat]] Franz Anton [[Rauchenbichler]] und seiner Frau Maria Theresia [[Poschinger]] erworben. Um [[1750]] fand ein Um- und Neubau im [[barock]]en Stil statt. [[1820]] erbte den Hof der [[Befreiungskriege (Überblick)|Freiheitskämpfer]] von [[1809]] und Offizier [[Anton Rauchenbichler]]. | + | [[1677]] bis [[1741]] besaß den Hof eine Familie Kaserer. [[1741]] wurde das Bauwerk vom [[Salzburger Stadtrat]] Franz Anton [[Rauchenbichler]] und seiner Frau Maria Theresia [[Poschinger]] erworben. Um [[1750]] fand ein Um- und Neubau im [[barock]]en Stil statt. [[1820]] erbte den Hof der [[Koalitionskriege (Überblick)|Kämpfer]] von [[1809]] und Offizier [[Anton Rauchenbichler]]. |
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| − | Am [[5. Oktober]] [[1822]] besuchte Zar Alexander I. das Schloss, wo er sich in eine k.k. Oberstenuniform kleidete, um in der Salzburger erzbischöflichen [[Alte Residenz|Residenz]] Kaiser [[Franz II./I.]] von Österreich - beide waren auf der Reise zum Fürstenkongress von Verona - zu treffen ([[Kaisertreffen in Salzburg 1822]]). | + | Am [[5. Oktober]] [[1822]] besuchte Zar Alexander I. das Schloss, wo er sich in eine [[Reich#k._k.|k. k.]] Oberstenuniform kleidete, um in der Salzburger erzbischöflichen [[Alte Residenz|Residenz]] Kaiser [[Franz II./I.]] von Österreich − beide waren auf der Reise zum Fürstenkongress von Verona − zu treffen ([[Kaisertreffen in Salzburg 1822]]). |
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| | Anton Rauchenbichler verkaufte [[1831]] den Hof an [[Emilie Kraus Baronin von Wolfsberg (die "Hundsgräfin")]], eine ehemalige Geliebte [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]], die hier mit ihren zahlreichen Tieren bis [[1841]] lebte. 1841 erwarben Alois (Antons Bruder) und Elisabeth Rauchenbichler von Rauchenbühl den Hof. Ihnen folgten [[1857]] ihr Sohn Josef Anton Rauchenbichler von Rauchenbühl, [[1881]] dessen Stiefsohn [[Franz Mayr senior (Gastwirt)|Franz Mayr senior]]. Die Übergabe an seine Söhne [[Franz Mayr junior (Gastwirt)|Franz]] und [[Fritz Mayr|Fritz]] erfolgte am [[15. September]] [[1906]]. [[1913]] kaufte Franz seinem Bruder Fritz die Hälfte ab und nach seinem Tod 1923 wurde seine Frau Marie, geborene Ganzera, Alleinbesitzerin. In Folge der Heirat ihrer einzigen Tochter Maria mit dem Schärdinger Brauereibesitzer Gustav Kapsreiter kam das Anwesen nach ihrem Tod in den Besitz der Familie Kapsreiter. | | Anton Rauchenbichler verkaufte [[1831]] den Hof an [[Emilie Kraus Baronin von Wolfsberg (die "Hundsgräfin")]], eine ehemalige Geliebte [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]], die hier mit ihren zahlreichen Tieren bis [[1841]] lebte. 1841 erwarben Alois (Antons Bruder) und Elisabeth Rauchenbichler von Rauchenbühl den Hof. Ihnen folgten [[1857]] ihr Sohn Josef Anton Rauchenbichler von Rauchenbühl, [[1881]] dessen Stiefsohn [[Franz Mayr senior (Gastwirt)|Franz Mayr senior]]. Die Übergabe an seine Söhne [[Franz Mayr junior (Gastwirt)|Franz]] und [[Fritz Mayr|Fritz]] erfolgte am [[15. September]] [[1906]]. [[1913]] kaufte Franz seinem Bruder Fritz die Hälfte ab und nach seinem Tod 1923 wurde seine Frau Marie, geborene Ganzera, Alleinbesitzerin. In Folge der Heirat ihrer einzigen Tochter Maria mit dem Schärdinger Brauereibesitzer Gustav Kapsreiter kam das Anwesen nach ihrem Tod in den Besitz der Familie Kapsreiter. |
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| | + | Im Frühjahr [[2023]] wurden Pläne zur Errichtung eines 14-stöckigen Turms neben dem Rauchenbichlerhof bekannt, den aber die [[Weltkulturerbe|Welterbe]]hüter ablehnen. Betreiberin des Bauprojekts ist die ''LBS5 Projektgesellschaft mbH'' in Salzburg. Geschäftsführer Egon Hajek kündigte an, das Projekt in Salzburg-Schallmoos werde auf alle Fälle unter 35 Metern bleiben.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/kultur/salzburg-hochhausplaene-beim-schloessl-der-hundsgraefin-alarmierten-hueter-des-weltkulturerbes-142331473 www.sn.at], 24. Juli 2023</ref> |
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| | ==Bauweise== | | ==Bauweise== |
| − | Der Hof ist aus Quadern aus Steinbrüchen des [[Kapuzinerberg]]es erbaut. Der zweistöckige Bau mit seinem Walmdach ist im damaligen Zustand samt einem kleinen historischen Garten gut erhalten. Im Garten steht ein [[Pavillon beim Rauchenbichlerhof|Pavillon]].
| + | Die Mauern des Hofes sind wesentlich aus Quadern von Steinbrüchen des [[Kapuzinerberg]]es erbaut. Der zweistöckige Bau mit seinem Walmdach ist im damaligen Zustand samt einem kleinen historischen Garten gut erhalten. Im Garten steht ein barocker [[Pavillon beim Rauchenbichlerhof|Pavillon]]. |
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| | Heute befindet sich der Rauchenbichlerhof in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen. | | Heute befindet sich der Rauchenbichlerhof in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen. |
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| | *[[Marie Kapsreiter|Maria Kapsreiter-Mayr]]: Der Hof. Die Chronik eines Salzburger Landhauses. Eigenverlag oJ 1951/1952. | | *[[Marie Kapsreiter|Maria Kapsreiter-Mayr]]: Der Hof. Die Chronik eines Salzburger Landhauses. Eigenverlag oJ 1951/1952. |
| | * ''Gnigl in alten Ansichten Band 2'', Peter Walder-Gottsbacher, 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande | | * ''Gnigl in alten Ansichten Band 2'', Peter Walder-Gottsbacher, 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande |
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| | + | == Einzelnachweis == |
| | + | <references/> |
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| | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |