Apomyelois ceratoniae: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Apomyelois ceratoniae''' (''Myelois ceratoniae'' Zeller, 1839) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Pyralidae]]. | '''Apomyelois ceratoniae''' (''Myelois ceratoniae'' Zeller, 1839) ist eine Art aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Pyralidae]] (Zünsler). | ||
Volkstümliche(r) Name(n): Johannisbrotmotte | Volkstümliche(r) Name(n): Johannisbrotmotte | ||
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | ||
''A. ceratoniae'' ist in Salzburg vermutlich nicht heimisch, sondern wurde, ebenso wie in anderen Gegenden Mitteuropas nördlich der Alpen, gelegentlich mit Südfrüchten eingeschleppt. In Salzburg sind nur drei solcher Funde bekannt, die alle aus dem Gebiet der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia nach Embacher et al. 2011) aus den Jahren 1903, 1966 und 1967 stammen. Die Höhenlage dieser Funde beträgt rund 425 m, die Falterfunde stammen aus den Monaten Juli und August (Kurz & Kurz 2018). | ''A. ceratoniae'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] vermutlich nicht heimisch, sondern wurde, ebenso wie in anderen Gegenden Mitteuropas nördlich der Alpen, gelegentlich mit Südfrüchten eingeschleppt. In Salzburg sind nur drei solcher Funde bekannt, die alle aus dem Gebiet der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia nach Embacher et al. 2011) aus den Jahren 1903, 1966 und 1967 stammen. Die Höhenlage dieser Funde beträgt rund 425 m, die Falterfunde stammen aus den Monaten Juli und August, eine im Winter mit Südfrüchten eingeschleppte Raupe ergab den Falter im geheizten Zimmer aber schon im Jänner ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2018). | ||
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
Die Lebensweise der | Die Lebensweise der [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines oder die Entwicklungsstadien der Art sind aus Salzburg nicht dokumentiert. Nach Slamka (1995) fressen die Raupen in den Hülsen von ''Ceratonia siliqua'', dem Johannisbrotbaum, der in Salzburg nicht heimisch, in Südeuropa aber weit verbreitet ist. Sie sollen aber auch an getrockneten Südfrüchten leben. Jedenfalls war die Art in der Vergangenheit damit in Salzburg sicher nicht heimisch, sondern trat nur als eingeschleppter Irrgast auf. Die Raupen sollen aber auch in den Samenhülsen von ''[[Robinia pseudoacacia]]'' (Robinie) vorkommen, einem [[Glossar Biologie#N|Neophyt]], der besonders in der Umgebung der [[Stadt Salzburg]] in starker Ausbreitung begriffen ist. Damit könnte auch ''A ceratoniae'' heute bereits im Land heimisch sein, allerdings fehlt bisher ein entsprechender Nachweis. | ||
==Weiterführende Informationen== | ==Weiterführende Informationen== | ||
{{NKIS | taxonid=5352}} | {{NKIS | taxonid=5352}}{{Fauna und Flora Projekt}} | ||
== Bilder == | |||
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{{Commonscat|Apomyelois ceratoniae}} | {{Commonscat|Apomyelois ceratoniae}} | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
{{Quelle Embacher et al.}} | {{Quelle Embacher et al.}} | ||
*Kurz, M. A. | *[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]]; [[Marion Kurz|Kurz, M. E.]] 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 05 Juli 2018]. | ||
*Slamka, F. 1995. Die Zünslerfalter (Pyraloidea) Mitteleuropas. Bestimmen | *Slamka, F. 1995. Die Zünslerfalter (Pyraloidea) Mitteleuropas. Bestimmen – Verbreitung – Fluggebiet – Lebensweise der Raupen. Verlag Prunella, Bratislava, 1-30, 108-112, 53 + XII Taf. | ||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||
[[Kategorie:Naturwissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Biologie]] | [[Kategorie:Biologie]] | ||
[[Kategorie:Fauna]] | [[Kategorie:Fauna]] | ||