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| − | Das '''Saalfeldener Becken''' ist eine Landschaft im Norden des [[Pinzgau]]s um die Stadt [[Saalfelden]]. | + | [[File:Saalfelden Becken.jpg|thumb|Das Saalfeldener Becken.]] |
| | + | [[Datei:Karte der westlichen Berchtesgadener Alpen mit dem Saalfeldener Becken 1887.jpg|thumb|Karte der westlichen [[Berchtesgadener Alpen]] mit dem Saalfeldener Becken, 1887.]] |
| | + | Das '''Saalfeldener Becken''' ist eine Landschaft im Norden des [[Pinzgau]]s um die Stadt [[Saalfelden am Steinernen Meer]]. |
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| − | ==Lage== | + | ==Lage und Beschreibung== |
| − | Nördlich von [[Maishofen]] weitet sich die [[Zeller Furche]] trichterförmig zum ''Saalfeldener Becken''. Im Norden bildet das Durchbruchstal der [[Saalach]] zwischen den [[Leoganger Steinberge]]n und dem [[Steinernes Meer|Steinernem Meer]] die Grenze. Im Westen sind es das [[Glemmtal]] und das [[Leoganger Achental]], im Südosten das Tal der [[Urslau]]. | + | Das Saalfeldener Becken liegt "[[inner Gebirg]]" im Pinzgau rund 60 km südlich der [[Stadt Salzburg|Landeshauptstadt Salzburg]]. Nördlich von [[Maishofen]] weitet sich die [[Zeller Furche]] trichterförmig zum Saalfeldener Becken. Im Norden bildet das Durchbruchstal der [[Saalach]] zwischen den [[Leoganger Steinberge]]n und dem [[Steinernem Meer]] die Grenze. Im Westen sind es das [[Glemmtal]] und das [[Leoganger Achental]], im Südosten das Tal der [[Urslau]]. Das Saalfeldener Becken wird an seinem Nordrand erstens vom Gebirge Steinernes Meer und zweitens vom Gebirge Leoganger Steinberge, beide zu den [[Nördliche Kalkalpen]] gehörend, begrenzt. Am Südrand befinden sich weniger schroffe Höhenzüge der [[Grauwackenzone]]. |
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| | ==Entstehung== | | ==Entstehung== |
| − | Es ist nach der letzten Eiszeit entstanden. Die Flüsse Saalach, [[Leoganger Ache]] und [[Urslau]] haben dann das Becken von Moränengeröll ausgeräumt. | + | Es ist nach der letzten Eiszeit entstanden. Die Flüsse Saalach, [[Leoganger Ache]] und Urslau haben dann das Becken von Moränengeröll ausgeräumt. |
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| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
| | Im Saalfeldener Becken fallen im Vergleich zu anderen Regionen im Pinzgau auf gleicher Höhe mehr Niederschläge. Dies ist auf das relativ breite Leoganger Achental und den niedrigen [[Grießenpass]] zurückzuführen, der das Eindringen kühler West-Regenwinden erheblich erleichtert. | | Im Saalfeldener Becken fallen im Vergleich zu anderen Regionen im Pinzgau auf gleicher Höhe mehr Niederschläge. Dies ist auf das relativ breite Leoganger Achental und den niedrigen [[Grießenpass]] zurückzuführen, der das Eindringen kühler West-Regenwinden erheblich erleichtert. |
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| − | Im Becken werden Getreide und Hafer (für die [[Pinzgauer Pferde]]zucht). Daneben existiert auch Viehzucht. | + | Im Becken werden Getreide und Hafer (für die [[Noriker Pferd]]ezucht). Daneben existiert auch Viehzucht. |
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| − | Hauptort ist [[Saalfelden]]. | + | Hauptort ist Saalfelden am Steinernen Meer. |
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| | ==Verkehrslage== | | ==Verkehrslage== |
| − | =====prähistorisch und historisch=====
| + | ===prähistorisch und historisch=== |
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| − | Von größter Bedeutung für die Entwicklung des Saalfeldener Becken war und ist die verkehrsfreundliche Lage. In Richtung Süden wird das Becken durch die [[Zeller Furche]] mit dem Oberlauf der [[Salzach]] verbunden. Das Längstal der Salzach bringt den Anschluss an eine Reihe wichtiger Passübergänge in den [[Hohe Tauern]]. Die aus Richtung Westen in das Saalfeldener Becken einmündende [[Saalach]] verlässt die Talweitung Richtung Norden über das „Hohlwegen“ genannte Trogtal, das tief eingeschnitten, die Nördlichen Kalkalpen durchbricht und so eine hindernisfreie Verbindung in den [[Loferer Talkessel]] und daran anschließend in das [[Reichenhaller Becken]] ermöglicht. Im Westen ist das Saalfeldener Becken über das Tal der [[Leoganger Ache]] und den [[Hochfilzener Sattel]] mit dem Bergbaugebiet in [[Kitzbühel]] verbunden. Richtung Osten ermöglicht das Tal der [[Urslau]] eine Verbindung in die einstigen Bergbaugebiete des [[Pongau]], die in [[Mühlbach]] und im Raum [[Bischofshofen]] befindlich waren. | + | Von größter Bedeutung für die Entwicklung des Saalfeldener Becken war und ist die verkehrsfreundliche Lage. In Richtung Süden wird das Becken durch die Zeller Furche mit dem Oberlauf der [[Salzach]] verbunden. Das Längstal der Salzach bringt den Anschluss an eine Reihe wichtiger Passübergänge in den [[Hohe Tauern]]. Die aus Richtung Westen in das Saalfeldener Becken einmündende Saalach verlässt die Talweitung Richtung Norden über das "[[Hohlwegen (Tal)|Hohlwegen]]" genannte Trogtal, das tief eingeschnitten, die Nördlichen Kalkalpen durchbricht und so eine hindernisfreie Verbindung in den Loferer Talkessel und daran anschließend in das [[Reichenhaller Becken]] ermöglicht. Im Westen ist das Saalfeldener Becken über das Tal der [[Leoganger Ache]] und den [[Hochfilzener Sattel]] mit dem Bergbaugebiet in Kitzbühel verbunden. Richtung Osten ermöglicht das Tal der Urslau eine Verbindung in die einstigen Bergbaugebiete des [[Pongau]], die in [[Mühlbach am Hochkönig]] und im Raum [[Bischofshofen]] befindlich waren. |
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| − | =====Gegenwart=====
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| − | Von [[Zell am See]] über Maishofen und Saalfelden über den Grießenpass nach [[Nordtirol]] führt die [[Westbahn]] (früher hier [[Giselabahn]] genannt). Die [[Pinzgauer Straße]], B311, führt von Norden nach Süden durch das Becken. Über den Griesenpass einerseits, den [[Dientner Sattel]] andererseits besteht auch eine West-Ost-Verbindung. | + | Von [[Zell am See]] über Maishofen und Saalfelden über den [[Grießenpass]] nach [[Nordtirol]] führt die [[Westbahnstrecke]] (früher hier [[Erzherzogin-Giselabahn]] genannt). Die [[Pinzgauer Straße]], B 311, führt von Norden nach Süden durch das Becken. Über den Grießenpass einerseits, den [[Dientner Sattel]] andererseits besteht auch eine West-Ost-Verbindung. |
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| | ==Besiedelungsgeschichte== | | ==Besiedelungsgeschichte== |
| − | Schon nacheiszeitliche Jäger, die in kleinen Gruppen die eisfreien und wildreichen inneralpinen Gebiete durchstreiften, hinterließen Spuren um das heutige Saalfelden, wie die Funde am [[Oberrainknogel]] in [[Unken]] belegen. Ab der Bronzezeit war das Saalfeldener Becken vermutlich durchgehend besiedelt, was durch Siedlungsorte, Bestattungsplätze, Brandopferplätze, Hort- und Moorfunde für die Bronzezeit belegt ist. Auch im [[Kühloch]] fand man Hinweise auf eine bronzezeitliche Nutzung der Höhle. Die Funde am [[Biberg]] belegen die Wichtigkeit des Saalfeldener Beckens als Siedlungsort in einer verkehrsgünstigen Lage auch nach der Bronzezeit. | + | Schon nacheiszeitliche Jäger, die in kleinen Gruppen die eisfreien und wildreichen inneralpinen Gebiete durchstreiften, hinterließen Spuren um das heutige Saalfelden, wie die Funde am [[Oberrainknogel]] in [[Unken]] belegen. Ab der Bronzezeit war das Saalfeldener Becken vermutlich durchgehend besiedelt, was durch Siedlungsorte, Bestattungsplätze, Brandopferplätze, Hort- und Moorfunde für die Bronzezeit belegt ist. Auch im [[Kühloch]] fand man Hinweise auf eine [[bronzezeit]]liche Nutzung der Höhle. Die Funde am [[Biberg]] belegen die Wichtigkeit des Saalfeldener Beckens als Siedlungsort in einer verkehrsgünstigen Lage auch nach der Bronzezeit. |
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| − | Im Saalfeldener Becken befindet sich heute mit [[Saalfelden]] der einwohnerstärkste Ort im Bezirk [[Zell am See]]. | + | Im Saalfeldener Becken befindet sich heute mit der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer der einwohnerstärkste Ort im [[Bezirk Zell am See]]. |
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| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| − | * ''Salzburg und seine Landschaften'', Erich Seefeldner, 1961, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] | + | * {{Quelle Seefeldner}} |
| | + | * [[Fritz Moosleitner|Moosleitner, Fritz]]: ''[[Bronzezeit]] im Saalfeldner Becken, Archäologie im Land Salzburg'', Band 1, HG Amt der Salzburger Landesregierung (Landesarchäologie), gemeinsam mit dem [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] [[1991]] |
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| − | [[Kategorie:Landschaft]]
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