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'''Heinrich Schönfeld''' (* um 1900 in [[Siebenbürgen]], heute [[Rumänien]]) war im [[Hallein]]er Lager [[Beth Israel]] für sogenannte [[Displaced Persons]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] Trainer des Fußballverein [[SC Hakoah Hallein]].
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'''Heinrich Schönfeld''' (* [[3. August]] [[1900]] in Klausenburg, rumänisch ''Cluj-Napoca'', [[Siebenbürgen]]; † [[3. September]] [[1976]] in Toronto, [[Kanada]])<ref>[https://www.trapanigranata.it/2020/08/03/nati-oggi-schonfeld-un-maestro-austriaco-a-trapani/ www.trapanigranata.it]</ref> war ein österreichischer Fußballspieler und Fußballtrainer.
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== Als Fußballspielertrainer in Hallein ==
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== Leben ==
Begonnen hatte seine Karriere als Fußballspieler beim Wiener Sport-Club Rudolfshügel. In den [[1920er]] Jahren spielte er erfolgreich beim Sportclub Meran ([[Südtirol]]), bei Inter Mailand und beim AC Torino (beide [[Italien]]). [[1930]] ging er zum sizilianischen Verein Juventus Trapani. [[1938]] musste er aufgrund der faschistischen Rassegesetze Italien verlassen, der weitere Weg ist nicht bekannt. Erst im Lager Beth Israel taucht nach Kriegsende sein Namen wieder als Trainer der Fußballmannschaft auf.
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Der in Klausenburg geborene Heinrich Schönfeld, jüdisches Relikionsbekenntnis, besaß von Geburt an die österreichische Staatsbürgerschaft. Seine Schulzeit absolvierte er bereits in [[Wien]] in den Jahren [[1906]][[1914]].<ref>Einer der ersten bekannten Fußballvereine ist der SC Rudolfshügel in Wien.</ref> [[1919]] ging er nach Meran in [[Südtirol]] und war bis [[1926]] für eine Reihe von italienischen Vereinen tätig, nach eigenen Angaben für Florenz, Bologna, Inter Mailand und Torino FC. Bei letzterem wurde er italienischer Torschützenkönig in der Saison [[1923]]–[[1924]] mit 22 Toren.  
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Am [[20. Mai]] [[1952]] verließ er Österreich zusammen mit seiner Frau Elisabeth vermutlich in Richtung Kanada.
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[[1922]] wurde in Reggio Emilia sein erster Sohn, Walter, geboren. Für den Torino FC war er in der Saison [[1923]]/[[1924]] ''italienischer'' Torschützenkönig mit 22 Toren.<ref>Quelle [[Walter Reschreiter]], der seit einigen Jahren intensive Forschungen in dieser Sache betreibt</ref> 1926 dürfte er noch ein kurzes Gastspiel bei Hakoah Wien gemacht haben, ehe er vorübergehend nach Amerika auswanderte und dort von ca. 1926–[[1930]] in New York und Chicago als Fußballspieler tätig war. Nach seiner aktiven Karriere ging er zurück nach [[Italien]] wo er als als Trainer tätig wurde. Die erste Station war Trapani auf Sizilien, wo auch die beiden Söhne Herbert ([[1931]]) und Erwin ([[1933]]) zur Welt kamen. [[1936]] zog die Familie nach Tunis in [[Tunesien]] um, wo er als Kaffeehausbesitzer und Fußballtrainer bis [[1943]] arbeitete. Durch das [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsgeschehen]] musste Afrika 1943 verlassen werden und die Familie Schönfeld kam in Südtirol, der Heimat seiner Frau unter. Die italienische bzw. deutsche Herrschaft konnte er dank einem gefälschten Dokument, welcher ihn als Katholik ausgab, anfangs relativ unbehelligt überstehen. [[1944]] wurde jedoch entdeckt, dass er [[Juden|Jude]] war und bei einer Durchsuchung wurde ihm sein Vermögen abgenommen. Die Familie flüchtete daraufhin aus Meran und versteckte sich im Passeiertal, genauer gesagt im hochgelegenen St. Leonharder Ortsteil Walten bis Kriegsende.  
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Er war auch einmal ''italienischer'' Torschützenkönig war.  <ref>Quelle [[Walter Reschreiter]], der seit einigen Jahren  intensive Forschungen in dieser Sache betreibt</ref>
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Unmittelbar nach dem Krieg war er zuerst als Hausverwalter ([[1945]]–[[1946]]), später als Chauffeur (1946–[[1949]]) in Meran tätig, ehe er via Salzburg nach [[München]] ging, wo er von April bis November [[1950]] als Angestellter in einer Konditorei arbeitete. Um den Jahreswechsel 1950/[[1951]] ging er zurück nach Salzburg und heuerte um den Lohn von 1.000 [[Schilling]] bei der [[SV Austria Salzburg|Salzburger Austria]] als Trainer an. Nach vier Monaten endete seine Trainertätigkeit. Danach arbeitete er für die US-Armee im ''Camp Truscott'', der späteren [[Kaserne Glasenbach]] als Automechaniker. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in [[Hallein]] im dortigen [[Displaced Persons]]-Lager "[[Beth Israel]]" und war für den kurzzeitig existenten [[SC Hakoah Hallein]] als Trainer tätig.
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== Quelle ==
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In einem von Heinrich Schönfeld gestellten Antrag auf Unterstützung durch das Internationale Rote Kreuz vom [[10. Oktober]] 1951 wurde der Wunsch angegeben, nach Kanada auszuwandern. Am [[29. November]] 1951 wurden die drei Söhne Walter, Herbert und Erwin als nach Kanada ausgewandert vermerkt. Am [[20. Mai]] [[1952]] verließ er Österreich zusammen mit seiner Frau Elisabeth in Richtung Kanada, wo er 1976 auch starb.
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== Quellen ==
 
* {{Quelle SN|12. Oktober 2011}}
 
* {{Quelle SN|12. Oktober 2011}}
== Fußnoten ==
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* [https://collections.arolsen-archives.org/archive/80819008/?p=1&s=heinrich%20Schönfeld&doc_id=80819010 Arolsen Archive, CM/1 Formulare und verschiedene Begleitdokumente für DP´s in Österreich, Dokumente Nr.: 80819009 - 80819016]
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* [https://wiki.austria-salzburg.at/wiki/Heinrich_Schönfeld Heinrich Schönfeld im Austria Salzburg Archiv]
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== Einzelnachweise ==
 
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{{SORTIERUNG: Schönfeld, Heinrich}}
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[[Kategorie:Tennengau]]
 
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[[Kategorie:Siebenbürgen]]
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[[Kategorie:Italien]]
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[[Kategorie:Geboren 1900]]
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[[Kategorie:Gestorben 1976]]