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[[Bild:Nonntal_St_Erhard.jpg|thumb|St. Erhard gegen den [[Nonnberg]] gesehen]]
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[[Bild:Nonntal_St_Erhard.jpg|thumb|St. Erhard gegen den [[Nonnberg]] gesehen.]]
[[Datei:Stadtpfarrkirche St. Erhard, Innenansicht.jpg|thumb|Stadtpfarrkirche St. Erhard, [[Nonntaler Hauptstraße]], Innenansicht]]
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[[Datei:Stadtpfarrkirche St. Erhard, Innenansicht.jpg|thumb|St. Erhard, Innenansicht.]]
[[Datei:Stadtpfarrkirche St. Erhard in Nonntal, Ansicht vom Nonnberg aus.jpg|thumb|Stadtpfarrkirche Sankt Erhard in Nonntal, Ansicht vom Nonnberg aus]]
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[[Datei:Stadtpfarrkirche St. Erhard Nonntal Kuppel.jpg|thumb|Blick in die Kuppel. Bemerkenswert ist die teilweise vollplastische Stukkierung von Francesco Brenno.]]
[[Datei:Nonntaler Hauptstraße 01.jpg|thumb|Die Fassade der Kirche]]
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[[Datei:Erhardkirche ein Engel mit weiblicher Brust.jpg|thumb|"Ein Engel mit weiblicher Brust stellt die Geschlechterfrage" (siehe Abschnitt "Beschreibung").]]
Die '''Stadtpfarrkirche St. Erhard''', von den Salzburgern ''Erhardkirche'' genannt, ist seit [[1853]] [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Pfarrkirche der [[Stadtpfarre Salzburg-Nonntal]] im [[Salzburg]]er Stadtteil [[Nonntal]]. Sie gehört zum [[Stadtdekanat Salzburg|Stadtdekanat]].
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[[Datei:Stadtpfarrkirche St. Erhard in Nonntal, Ansicht vom Nonnberg aus.jpg|thumb|St. Erhard in Nonntal, Ansicht vom Nonnberg.]]
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[[Datei:Salzburg_Nonnberg_Festung_Hohensalzburg.jpg|thumb|Blick von Nonntal bei der Stadtpfarrkirche St. Erhard hinauf zum [[Reißzug]], der auf die [[Festung Hohensalzburg]] führt.]]
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Die '''Stadtpfarrkirche St. Erhard''', von den Salzburgern ''Erhardkirche'' genannt, ist seit [[1853]] [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Pfarrkirche der [[Stadtpfarre Salzburg-Nonntal]] im [[Salzburger Stadtteil]] [[Nonntal]] am [[Erhardplatz]]. Sie gehört zum [[Dekanat Salzburg Zentralraum|Stadtdekanat]].
    
== Weihe und Patrozinium ==
 
== Weihe und Patrozinium ==
Sie ist dem hl. Erhard <ref>{{wikipedia-de|Erhard_von_Regensburg}}, aufgerufen am 18. November 2015</ref> geweiht, dessen [[Patrozinium]] am [[8. Jänner]], Erhardi, ist. Die äußere Feier des Patronatsfestes findet allerdings am zweiten Sonntag im Juli statt.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 147.</ref>
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Sie ist dem hl. Erhard von Regensburg geweiht, dessen [[Patrozinium]] am [[8. Jänner]], Erhardi, ist. Die äußere Feier des Patronatsfestes findet allerdings am zweiten Sonntag im Juli statt.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 147.</ref>
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die [[Gotik|gotische]] Erhardkapelle wird erstmals [[1404]] erwähnt und gehörte ursprünglich zum [[Benediktinenstift Nonnberg]]. Das neben der Kapelle bestehende „Siechenhaus“ für [[Pest]]- und Aussatzkranke wurde [[1310]] gestiftet. Die Kapelle war mit dem nächstliegenden Siechenhaus verbunden und so zuerst wesentlich als Spitalskirche genutzt. Sie war bereits dem hl. Erhard, dem wundertätigen Patron der Kranken und Armen, geweiht. Die Kapelle hatte sich zuletzt als recht baufällig (und zudem „unmodern“) erwiesen.  
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Die [[Gotik|gotische]] Erhardkapelle wird erstmals [[1404]] erwähnt und gehörte ursprünglich zur [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]]. Das neben der Kapelle bestehende "Siechenhaus" für [[Pest]]- und Aussatzkranke wurde [[1310]] gestiftet. Die Kapelle war mit dem nächstliegenden Siechenhaus verbunden und so zuerst wesentlich als Spitalskirche genutzt. Sie war bereits dem hl. Erhard, dem wundertätigen Patron der Kranken und Armen, geweiht. Die Kapelle hatte sich zuletzt als recht baufällig (und zudem "unmodern") erwiesen.  
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[[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] nahm dem Stift Nonnberg die Kirche weg und schenkte sie dem [[Salzburger Domkapitel|Domkapitel]], das hierher sein [[Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg]] übersiedelte.
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[[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] nahm der Abtei Nonnberg die Kirche weg und schenkte sie dem [[Salzburger Domkapitel|Domkapitel]], das neben die Kirche sein [[Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg]] übersiedelte.
    
Das Salzburger Domkapitel beschloss am [[5. April]] [[1684]] und am [[31. März]] [[1685]] einen kompletten Neubau der Kirche. Von 1685 bis [[1689]] wurde dann unter Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] vom Architekten [[Giovanni Gaspare Zuccalli]] die heutige Erhardkirche im Stil des italienischen [[Barock]] erbaut. Der Beginn der Bauarbeiten erfolgte am [[2. April]] 1685 mit dem Abbruch der alten Kapelle. Allerdings erst nachdem zwölf Messen zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit und zum Trost der armen Seelen gefeiert worden waren. Am [[8. Oktober]] legte man dann in einer zinnernen Kapsel einen vergoldeten Gedächtnispfennig aus Silber unter den ersten Stein.  Am [[3. Mai]] [[1689]] folgte die Weihe des barocken Gotteshauses durch Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]].
 
Das Salzburger Domkapitel beschloss am [[5. April]] [[1684]] und am [[31. März]] [[1685]] einen kompletten Neubau der Kirche. Von 1685 bis [[1689]] wurde dann unter Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] vom Architekten [[Giovanni Gaspare Zuccalli]] die heutige Erhardkirche im Stil des italienischen [[Barock]] erbaut. Der Beginn der Bauarbeiten erfolgte am [[2. April]] 1685 mit dem Abbruch der alten Kapelle. Allerdings erst nachdem zwölf Messen zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit und zum Trost der armen Seelen gefeiert worden waren. Am [[8. Oktober]] legte man dann in einer zinnernen Kapsel einen vergoldeten Gedächtnispfennig aus Silber unter den ersten Stein.  Am [[3. Mai]] [[1689]] folgte die Weihe des barocken Gotteshauses durch Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]].
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== Beschreibung ==
 
Die Kirche besitzt eine beherrschende Tambourkuppel mit aufgesetzter Laterne, die von schlankeren Seitentürmen mit einem der Kuppel ähnelnden Helmaufsatz umrahmt wird. Das Eingangsportal ist als Portikus mit einer zweiflügeligen Treppe gestaltet und gleicht so entfernt einem herrschaftlichen Renaissanceschloss. Die Erhardkirche wurde nicht zu ebener Erde, sondern höher liegend, nur über eine Treppenanlage erreichbar, errichtet, um die Kirche gegen die häufig auftretenden Überschwemmungen in Nonntal zu schützen.
 
Die Kirche besitzt eine beherrschende Tambourkuppel mit aufgesetzter Laterne, die von schlankeren Seitentürmen mit einem der Kuppel ähnelnden Helmaufsatz umrahmt wird. Das Eingangsportal ist als Portikus mit einer zweiflügeligen Treppe gestaltet und gleicht so entfernt einem herrschaftlichen Renaissanceschloss. Die Erhardkirche wurde nicht zu ebener Erde, sondern höher liegend, nur über eine Treppenanlage erreichbar, errichtet, um die Kirche gegen die häufig auftretenden Überschwemmungen in Nonntal zu schützen.
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In der Kirche sind die prächtige hölzerne Kanzel von [[1727]] und vor allem der Hochaltar mit seinen beiden Seitenaltären zu erwähnen.
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In der Kirche sind die prächtige hölzerne Kanzel von [[1727]] und vor allem der erst [[1692]] gestiftete Hochaltar mit seinen beiden Seitenaltären zu erwähnen. Das Altarbild stammt von [[Johann Michael Rottmayr]]. Es stellt die Taufe der Herzogstochter Odilie dar, die vom hl. Erhard um 680 von ihrer angeborenen Blindheit geheilt wurde. Bemerkenswert ist die größtenteils terrakottafärbigen Stuckverzierungen von [[Francesco Brenno]] (Carlo Antonio Brenno?) und [[Ottavio Mosto]]. Dabei erwähnenswert ein Engel mit weiblicher Brust in einer der terrakottafärbigen Stuckverzierungen am unteren Rand der Kuppel.<ref>{{Kulturklauberin|https://www.sn.at/kolumne/kulturklauberin/ein-engel-brust-geschlechterfrage-149390266}} "Ein Engel mit weiblicher Brust stellt die Geschlechterfrage"</ref>
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=== Die Orgel ===
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Vor der Kirche am heutigen [[Erhardplatz]] befand sich der [[Friedhof Nonntal]].
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=== Geschichte der Orgel ===
 
[[Datei:Wikipedia Nonntal 012.JPG|miniatur|Blick auf die Orgel]]
 
[[Datei:Wikipedia Nonntal 012.JPG|miniatur|Blick auf die Orgel]]
Die Orgel stammte aus der Werkstätte des [[Christoph Egedacher]] (* 1641, † 1706), der seit 1673 als Hoforgelmacher in Salzburg tätig war. 1688 erhielt Egedacher für seine Arbeit am neu hergestellten Instrument 455 [[Gulden]] 2 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]], der Maler [[Adam Pürckmann]] für die blaue Fassung der Orgel und das Vergolden der Schnitzarbeiten 140 Gulden. Zur Orgel wurde auch ein Violon (Kontrabass) angeschafft, den der Hof-Lauten und -Geigenmacher [[Ulrich Rämbhardt]] lieferte. Beide Instrumente waren zu ''[[Rupertitag|Ruperti]]'' ([[24. September]]) [[1688]] erstmals in St. Erhard spielbar.
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Die Orgel stammte aus der Werkstätte des [[Christoph Egedacher]] (* 1641; † 1706), der seit 1673 als Hoforgelmacher in Salzburg tätig war. 1688 erhielt Egedacher für seine Arbeit am neu hergestellten Instrument 455 [[Gulden]] 2 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]], der Maler [[Adam Pürckmann]] für die blaue Fassung der Orgel und das Vergolden der Schnitzarbeiten 140 Gulden. Zur Orgel wurde auch ein Violon (Kontrabass) angeschafft, den der Hof-Lauten und -Geigenmacher [[Ulrich Rämbhardt]] lieferte. Beide Instrumente waren zu ''[[Rupertitag|Ruperti]]'' ([[24. September]]) [[1688]] erstmals in St. Erhard spielbar.
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Die ursprüngliche [[Disposition (Orgel)|Disposition]] ist nicht überliefert. Sie dürfte aber folgende Register aufgewiesen haben: Copel 8', Prinzipal 4', Flöte 4', Quint 2 2/3', Superoktav 2', Mixtur 1'. Das Pedal war vermutlich nur angehängt, da zum Instrument ein extra Kontrabass angeschafft wurde. Das [[Klaviatur|Manual]] hatte einen Umfang von C–c’’’ mit kurzer großer Oktav (45 Tasten und Töne), das [[Pedal (Orgel)|Pedal]] von C–gis ebenso (16 Tasten, auf Taste g klingt gis). Über der Orgel war das Zifferblatt einer Uhr angebracht.<ref> ''Das Nonnthal''. In: [[Lorenz Hübner]]: ''Beschreibung der hochfürstlich- erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte''. Erster Band. Topographie. Nebst 2 Kupfertafeln. Im Verlage des Verfassers (''Gedruckt bey F. X. Oberer''),  Salzburg: 1792, S. 413 und 416.</ref>
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Die ursprüngliche Disposition ist nicht überliefert. Sie dürfte aber folgende Register aufgewiesen haben: Copel 8', Prinzipal 4', Flöte 4', Quint 2 2/3', Superoktav 2', Mixtur 1'. Das Pedal war vermutlich nur angehängt, da zum Instrument ein extra Kontrabass angeschafft wurde. Das Manual hatte einen Umfang von C–c’’’ mit kurzer großer Oktav (45 Tasten und Töne), das Pedal von C–gis ebenso (16 Tasten, auf Taste g klingt gis). Über der Orgel war das Zifferblatt einer Uhr angebracht.<ref> ''Das Nonnthal''. In: [[Lorenz Hübner]]: ''Beschreibung der hochfürstlich- erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte''. Erster Band. Topographie. Nebst 2 Kupfertafeln. Im Verlage des Verfassers (''Gedruckt bey F. X. Oberer''),  Salzburg: 1792, S. 413 und 416.</ref>
    
Die Orgel in der Wallfahrtskirche [[Maria Kirchental]] wurde von [[Johann Christoph Egedacher]] 1717 nach dem gleichen, erhaltenen Entwurf seines Vaters errichtet, hatte allerdings ein Pedalregister: Subbass 16'.
 
Die Orgel in der Wallfahrtskirche [[Maria Kirchental]] wurde von [[Johann Christoph Egedacher]] 1717 nach dem gleichen, erhaltenen Entwurf seines Vaters errichtet, hatte allerdings ein Pedalregister: Subbass 16'.
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1848 gestaltete der Salzburger Orgelbauer [[Ludwig Mooser]] (* 1807, † 1881) die Orgel um. Er erhöhte die Orgel, indem er einen 95 cm hohen Mittelteil für einen Spielschrank einfügte. Vermutlich musste infolgedessen die Uhr über dem Instrument entfernt werden.
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1848 gestaltete der Salzburger Orgelbauer [[Ludwig Mooser]] (* 1807; † 1881) die Orgel um. Er erhöhte die Orgel, indem er einen 95 cm hohen Mittelteil für einen Spielschrank einfügte. Vermutlich musste infolgedessen die Uhr über dem Instrument entfernt werden.
 
   
 
   
1888/1889 baute [[Matthäus Mauracher II.]] (* 1859, † 1939) eine neue Orgel in das alte Gehäuse ein. Mauracher, aus der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] stammend, hatte in den Jahren zuvor eine sog. [[Windlade|Hängeventillade]] mit Glasventilen entwickelt. Für den Einbau einer solchen verbreiterte er das Gehäuse, zusätzlich postierte er noch einen Spieltisch vor dasselbe. Wahrscheinlich wurde wegen des Platzbedarfs für den Spieltisch in dieser Zeit die Empore vergrößert. Seither kann der Besucher der Kirche bei verschlossenem Kirchengitter nicht mehr in die Kuppel blicken, der um 110 cm vorragende Plafond versperrt die Sicht.
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1888/1889 baute [[Matthäus Mauracher II.]] (* 1859; † 1939) eine neue Orgel in das alte Gehäuse ein. Mauracher, aus der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] stammend, hatte in den Jahren zuvor eine sog. Hängeventillade mit Glasventilen entwickelt. Für den Einbau einer solchen verbreiterte er das Gehäuse, zusätzlich postierte er noch einen Spieltisch vor dasselbe. Wahrscheinlich wurde wegen des Platzbedarfs für den Spieltisch in dieser Zeit die Empore vergrößert. Seither kann der Besucher der Kirche bei verschlossenem Kirchengitter nicht mehr in die Kuppel blicken, der um 110 cm vorragende Plafond versperrt die Sicht.
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=== Italienische Orgel ===
 
1982 erhielt der Orgelbauer [[Helmut Allgäuer]], [[Niederösterreich]], den Auftrag, eine neue Orgel im italienischen Stil anzufertigen. Dabei sollte er den Spieltisch und die seitlichen Erweiterungen Maurachers entfernen, die nicht ursprüngliche Höhe des Gehäuses aber belassen. Die Restaurierung der Fassung des Orgelgehäuses übernahmen die Restauratoren Katharina und Roland Huber, Salzburg, wobei sie den ursprünglichen Kaseïnanstrich, in Ultramarinblau, freilegten und erneuerten, und die alten Polimentvergoldungen reinigten und ergänzten. Die drei Ziergitter fertigte der Bildhauer Klaus Ficker, Salzburg, an. Das so neu hergestellte Instrument wurde am [[29. September]] [[1984]] geweiht und im Rahmen einer Konzertreihe der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Instrument hat seitdem folgende Disposition:  
 
1982 erhielt der Orgelbauer [[Helmut Allgäuer]], [[Niederösterreich]], den Auftrag, eine neue Orgel im italienischen Stil anzufertigen. Dabei sollte er den Spieltisch und die seitlichen Erweiterungen Maurachers entfernen, die nicht ursprüngliche Höhe des Gehäuses aber belassen. Die Restaurierung der Fassung des Orgelgehäuses übernahmen die Restauratoren Katharina und Roland Huber, Salzburg, wobei sie den ursprünglichen Kaseïnanstrich, in Ultramarinblau, freilegten und erneuerten, und die alten Polimentvergoldungen reinigten und ergänzten. Die drei Ziergitter fertigte der Bildhauer Klaus Ficker, Salzburg, an. Das so neu hergestellte Instrument wurde am [[29. September]] [[1984]] geweiht und im Rahmen einer Konzertreihe der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Instrument hat seitdem folgende Disposition:  
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: S = Soprano
 
: S = Soprano
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Schleifenteilung c’/cis’, Tonumfang: Manual , Pedal C–d’.
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Schleifenteilung c’/cis’, Tonumfang: Manual, Pedal C–d’.
 
Die Mensuren des Pfeifenwerkes leitete der Orgelbauer Helmut Allgäuer von [[Costanzo Antegnati]] ab, das hinter den Ziergittern stehende Register Tromboncini kopierte er nach [[Gaetano Callido]].
 
Die Mensuren des Pfeifenwerkes leitete der Orgelbauer Helmut Allgäuer von [[Costanzo Antegnati]] ab, das hinter den Ziergittern stehende Register Tromboncini kopierte er nach [[Gaetano Callido]].
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== Bilder ==
 
== Bilder ==
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{{Commonscat|Erhardkirche (Salzburg)}}
 
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==== Bildlink ====
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* [https://www.gettyimages.at/detail/nachrichtenfoto/circa-1750-church-at-salzburg-birthplace-of-mozart-set-nachrichtenfoto/51241408?adppopup=true www.gettyimages.at], eine Ansicht ca. 1750
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== Literatur ==
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* [[Hans Tietze]]: "Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg." 1912, Band 9 in [[Österreichische Kunsttopographie]] →  [https://diglib.tugraz.at/download.php?id=53b6804d94f95&location=browse pdf]
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==Quellen==
 
==Quellen==
* [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/kirchen_und_kloester/erhardkirche Ehrhardkirche]
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* Zwei Internetlinks aus der Stadtgemeinde und Fremdenverkehr, die bei einer Überprüfung am 1. Dezember 2023 nicht mehr abrufbar waren
 
*  Krauss, Egon: ''Die italienische Orgel als Typus''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
 
*  Krauss, Egon: ''Die italienische Orgel als Typus''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
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* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
* [[Mayrhofer|Mayrhofer, Christoph]]; [[Günther Rohrer|Rohrer, Günther]] (Hg.): ''Tausend Jahre  Salzburger Münzrecht'', Schriften des [[Verein Freunde der Salzburger  Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]],  Sonderpublikation Nr. 2, 1996, Artikel ''der vergoldete Gedächtnispfennig zur Grundsteinlegung der St. Erhardkirche in Nonntal im Jahre 1686''
 
* [[Mayrhofer|Mayrhofer, Christoph]]; [[Günther Rohrer|Rohrer, Günther]] (Hg.): ''Tausend Jahre  Salzburger Münzrecht'', Schriften des [[Verein Freunde der Salzburger  Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]],  Sonderpublikation Nr. 2, 1996, Artikel ''der vergoldete Gedächtnispfennig zur Grundsteinlegung der St. Erhardkirche in Nonntal im Jahre 1686''
* Schmeißner, Roman: ''Die Orgel der Erhardkirche und ihre 300jährige Geschichte''. In: ''300 Jahre Kirche St. Erhard, 1689–1989'', Salzburg 1989, S. 56–62.
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* [[Roman Schmeißner|Schmeißner, Roman]]: ''Die Orgel der Erhardkirche und ihre 300jährige Geschichte''. In: ''300 Jahre Kirche St. Erhard, 1689–1989'', Salzburg 1989, S. 56–62.
 
* Schmeißner, Roman: ''Über den Neubau der Orgel''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
 
* Schmeißner, Roman: ''Über den Neubau der Orgel''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
 
* [[Gerhard Walterskirchen|Walterskirchen, Gerhard]]: ''Aus der Orgelchronik unserer Pfarrkirche''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
 
* [[Gerhard Walterskirchen|Walterskirchen, Gerhard]]: ''Aus der Orgelchronik unserer Pfarrkirche''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
 
* Widensky, Peter: ''Die Stimmung der neuen Orgel''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
 
* Widensky, Peter: ''Die Stimmung der neuen Orgel''. In: ''Die italienische Orgel bei St. Erhard im Nonntal''. Festschrift zur Orgelweihe, Salzburg 1984 o. S.
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== Fußnoten ==
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== Einzelnachweise ==
 
<references />
 
<references />
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{{SORTIERUNG: St. Erhard, Stadtpfarrkirche}}
   
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Nonntal]]
 
[[Kategorie:Nonntal]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
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[[Kategorie:Religion]]
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[[Kategorie:Kirche]]
   
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
   
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]