Badeanstalt Wüstrich: Unterschied zwischen den Versionen

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{{geschlossen}}[[Datei:Badeanstalt Wüstrich Mülln 1908.JPG|thumb|Badeanstalt Wüstrich Mülln, Zeitungsinserat 1908]]
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[[File:Salzburg Café am Kai.jpg|thumb|Das linke, weiße Gebäude beherbergte einen Teil der Badeanstalt Wüstrich.]]
[[Datei:Müllner Hauptstraße 2017.jpg|thumb|Gebäude [[Müllner Hauptstraße 2]], auch darin befand sich die Hauptanstalt der Badeanstalt Wüstrich.]]
Die '''Badeanstalt Wüstrich''' war ein öffentliches [[Salzburger Badehäuser|Badehaus]] in der [[Stadt Salzburg]].
Die '''Badeanstalt Wüstrich''' war ein öffentliches [[Salzburger Badehäuser|Badehaus]] in der [[Stadt Salzburg]].


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== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[1813]] kauften Stanislaus Erlacher und seine Frau Anna Dallauf einen Vierteltagbau auf der ''[[Leprosenhaus Salzburg|Leprosenhaus]]wiese''. Dieser Kauf wurde erst Anfang des nächsten Jahres im Hypothekenbuch eingetragen. [[1820]] kaufte Josef Stock, Zimmermann, diesen Grund und demolierte die Straßenstützmauer der Müllner Hauptstraße auf eine Länge von sieben [[Schuh (Salzburger)|Schuh]]. Er erhielt auch die Erlaubnis zum Bau eines kleinen Wohnhauses, das heute noch in seiner ursprünglichen Form besteht. Zu gleicher Zeit des Hausbaues suchte Stock bei der [[Habsburgermonarchie|k. k.]] Kreishauptmannschaft um die Bewilligung zur Errichtung einer [[Überfuhr]] über die [[Salzach]] an, welche Bewilligung sich durch allerlei Verhandlungen und Vorschriften bis zum [[10. August]] [[1820]] hinzog, an welchem Tage die Überfuhr dann eröffnet wurde.
[[1813]] kauften Stanislaus Erlacher und seine Frau Anna Dallauf einen Vierteltagbau auf der "[[Leprosenhaus Salzburg|Leprosenhaus]]wiese". Dieser Kauf wurde erst Anfang des nächsten Jahres im Hypothekenbuch eingetragen. [[1820]] kaufte Josef Stock, Zimmermann, diesen Grund und demolierte die Straßenstützmauer der Müllner Hauptstraße auf eine Länge von sieben [[Schuh (Salzburger)|Schuh]]. Er erhielt auch die Erlaubnis zum Bau eines kleinen Wohnhauses, das heute noch in seiner ursprünglichen Form besteht.  


Am [[5. Mai]] [[1823]] suchte Stock bei der [[Stadtgemeinde Salzburg]] um die Errichtung einer Badehütte neben seinem Hause an, was ihm bewilligt wurde. Er durfte aber nur kalte Bäder verabreichen. [[1824]] bekam er die Erlaubnis, in seiner Badeanstalt, die schon acht Badezimmer enthielt, [[Sole]]<nowiki>bäder</nowiki> zu verabreichen, wozu er die Mutterlauge aus der [[Saline Hallein]] bezog. Er erhielt auch eine umständliche Badeordnung und noch umständlichere Vorschriften. Ein Solebad kostete 24 Kreuzer Konventionsmünze.
==== Überfuhrhaus ====
Diese Bezeichnung ging auf die von Kronprinz Ludwig von Bayern im Jahr [[1811]] errichtete Fähre zurück. Der Prinz des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]] wünschte sich für seine häufige Fahrten zum [[Schloss Kleßheim]] eine direkte Verbindung über die Salzach von seinem Wohnsitz im [[Schloss Mirabell]] aus.
 
Stock suchte dann 1820 bei der [[Habsburgermonarchie|k. k.]] Kreishauptmannschaft um die Bewilligung zur neuerlichen Errichtung einer [[Überfuhr]] über die Salzach an, deren Bewilligung sich durch allerlei Verhandlungen und Vorschriften bis zum [[10. August]] 1820 hinzog, an dem die Überfuhr dann eröffnet wurde.
 
==== Badeanstalt ====
 
Am [[5. Mai]] [[1823]] suchte Stock bei der [[Stadtgemeinde Salzburg]] um die Errichtung einer Badehütte neben seinem Hause an, was ihm bewilligt wurde. Er durfte aber nur kalte Bäder verabreichen, einfache [[Salzach]][wasser]bäder, "die wegen der aus dem Hochgebirge mitgeführten mineralischen Theile als sehr wirksam" galten.
 
[[1824]] bekam Stock dann die Erlaubnis, in seiner Badeanstalt, die schon acht Badezimmer enthielt, [[Sole]]<nowiki>bäder</nowiki> zu verabreichen, wozu er die Mutterlauge aus der [[Saline Hallein]] bezog. Er erhielt auch eine umständliche Badeordnung und noch umständlichere Vorschriften. Ein Solebad kostete 24 Kreuzer Konventionsmünze.


Josef Stock starb am [[7. Oktober]] [[1834]]. Das Erbe trat die Witwe Kreszentia an, welche die Überfuhr an Martin Lienbacher verpachtete und [[1840]] an Franziska Rehrl verkaufte, die [[1846]] auf die Gant kam. Durch Versteigerung erstand Maria Mitterbacher das Anwesen. Überführer war Matthias Berghammer. Als [[1867]] der hölzerne sogenannte [[Kreuzersteg]] erbaut wurde, hörte die Überfuhr auf und Maria Mitterbacher wurde Mauteinnehmerin.  
Josef Stock starb am [[7. Oktober]] [[1834]]. Das Erbe trat die Witwe Kreszentia an, welche die Überfuhr an Martin Lienbacher verpachtete und [[1840]] an Franziska Rehrl verkaufte, die [[1846]] auf die Gant kam. Durch Versteigerung erstand Maria Mitterbacher das Anwesen. Überführer war Matthias Berghammer. Als [[1867]] der hölzerne sogenannte [[Kreuzersteg]] erbaut wurde, hörte die Überfuhr auf und Maria Mitterbacher wurde Mauteinnehmerin.  
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== Quellen ==
== Quellen ==
* [[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: ''"Die Geschichte des Bades auf der Leprosenhauswiese"'' [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340519&query=%22Eder%22&seite=6 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 19. Mai 1934, Seite 14
* [[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: "Die Geschichte des Bades auf der Leprosenhauswiese" [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340519&query=%22Eder%22&seite=6 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 19. Mai 1934, Seite 14
* {{Quelle SN|22. Februar 1985, Seite 7}}


{{SORTIERUNG: Wüstrich, Badeanstalt}}
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