Anna Viktoria Cajetana Konhauser Edle von Sternenfeld: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Anna Viktoria Cajetana Konhauser Edle von Sternenfeld''' (* [[1712]]; † [[1788]]) war eine Enkelin [[Johann Baptist Mayr]]s und die Erbin der [[Mayr'sche Buchdruckerei|Mayr’schen Hof- und Universitätsbuchdruckerei]]. | '''Anna Viktoria Cajetana Konhauser Edle von Sternenfeld''' (* [[1712]]; † [[28. März]] [[1788]]) war eine Enkelin [[Johann Baptist Mayr]]s und die Erbin der [[Mayr'sche Buchdruckerei|Mayr’schen Hof- und Universitätsbuchdruckerei]]. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Ihr Vater war der Salzburger Buchdrucker Johann Josef Mayr, ihre Mutter die Buchdruckerin Maria Barbara Mayr. Anna Konhauser war mit dem Salzburger [[Hofkammer]]rat Joseph Maximilian Konhauser, Edlem von Sternenfeld († 1769) verheiratet. Ihre Mutter übergab Anna [[1739]] übergab den von ihr seit [[1724]] geführten Witwenfortbetrieb. | |||
Anna Konhauser wurde respektvoll die "Prinzipalin" genannt. Über drei Jahrzehnte lang, von [[1739]] bis [[1775]], verlegte sie sämtliche Werke der [[Benediktineruniversität Salzburg]]. Ihr Credo scheint auch heute noch modern: "Nos addimus alas!" – "Wir verleihen Flügel!" | |||
Die Publikation einer Schrift des [[Franziskaner]]paters Clarentius Pschaider wurde ihr dann zum Verhängnis. Pschaider übte darin heftige Kritik an der von [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo|Colloredo]] im Sinn der Aufklärung verordneten Reduktion der Feiertage. Das Gericht verurteilte sie zum Verkauf der Druckerei deutlich unter dem Schätzwert an das leichter zu kontrollierende Waisenhaus. Die Eckebrecht'schen Buchhandlung war ihr aber nach dem Zwangsverkauf der Mayr'schen Buchdruckerei geblieben. | Sie brachte nicht nur universitäre Publikationen heraus, wie etwa den vom Mathematikprofessor berechneten Staatskalender, sondern auch andere Genre. So verlegte sie beispielsweise eine verkürzte Fassung von [[Conrad Hagger]]s Genussbibel "Neues Saltzburgisches Koch-Buch". Weiters Publikationen des Juristen Franciscus Josephus Herz und die "Salzburgische Ordinari Zeitung", die spätestens ab [[1774]] zur [[Salzburger Zeitung]] wurde sowie das ''Jus ecclesiasticum'' von [[Gregor Zallwein]]. Das Impressum lautete stets "Johann Josef Mayrs Erbin". Anna Konhauser trat trotz ihrer eigenständigen Tätigkeit und Verantwortung nicht mit ihrem persönlichen Namen in Erscheinung. | ||
Die Publikation einer Schrift des [[Franziskaner]]paters Clarentius Pschaider [[1773]] wurde ihr dann zum Verhängnis. Pschaider übte darin heftige Kritik an der von [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo|Colloredo]] im Sinn der Aufklärung verordneten Reduktion der Feiertage. Das Gericht verurteilte sie zum Verkauf der Druckerei deutlich unter dem Schätzwert an das leichter zu kontrollierende Waisenhaus. Die Eckebrecht'schen Buchhandlung war ihr aber nach dem Zwangsverkauf der Mayr'schen Buchdruckerei geblieben, die sie [[1760]] gekauft hatte. | |||
Der Groll des Fürsterzbischofs verfolgte von Sternenfeld bis ins Grab. In der Turmhalle der [[Stiftskirche St. Peter]] besaß die Familie ein Grab. Aber der Fürsterzbischof gestattete aus hygienischen Gründen keine Grablege im Kircheninneren mehr. Obwohl der Prior versicherte, dass das Grab tief ausgehoben und die Erde über dem Sarg festgestampft worden war, hätte der Leichnam beinahe wieder ausgegraben werden müssen. Der testamentarisch festgehaltene Grabwunsch war jedoch von der [[Salzburger Hofrat|Hofratsstelle]] beglaubigt worden. Daher musste der Fürsterzbischof einlenken. Allerdings musste das [[Stift St. Peter]] die Bestattungsgebühr an die Armen verteilen. | Der Groll des Fürsterzbischofs verfolgte von Sternenfeld bis ins Grab. In der Turmhalle der [[Stiftskirche St. Peter]] besaß die Familie ein Grab. Aber der Fürsterzbischof gestattete aus hygienischen Gründen keine Grablege im Kircheninneren mehr. Obwohl der Prior versicherte, dass das Grab tief ausgehoben und die Erde über dem Sarg festgestampft worden war, hätte der Leichnam beinahe wieder ausgegraben werden müssen. Der testamentarisch festgehaltene Grabwunsch war jedoch von der [[Salzburger Hofrat|Hofratsstelle]] beglaubigt worden. Daher musste der Fürsterzbischof einlenken. Allerdings musste das [[Stift St. Peter]] die Bestattungsgebühr an die Armen verteilen. | ||
== | == Quellen == | ||
* [[Christoph Brandhuber]] in Facebook | * [[Christoph Brandhuber]] in Facebook | ||
* [http://biografia.sabiado.at/konhauser-anna/ biografia.sabiado.at] | |||
{{Frauen in der Geschichte der Salzburger Universität}} | |||
{{SORTIERUNG: Sternenfeld, Anna Viktoria Cajetana Konhauser Edle von}} | {{SORTIERUNG: Sternenfeld, Anna Viktoria Cajetana Konhauser Edle von}} | ||
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[[Kategorie:Person (Geschichte)]] | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] | ||
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