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Als Urheber der unhistorischen Namensform ist der Salzburger Kunsthistoriker [[Franz Martin]] zu identifizieren:
 
Als Urheber der unhistorischen Namensform ist der Salzburger Kunsthistoriker [[Franz Martin]] zu identifizieren:
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Er fand in den Ehematriken der Salzburger Dompfarre am 14. Februar 1656 als Trauzeugen einen gewissen "Thomas Garono, Statuarius“ (also "Thomas Garono, Bildhauer“) genannt.<ref>Ehematrik der Dompfarre, Fol.&nbsp;165</ref> und versuchte, diese Entdeckung kunsthistorisch einzuordnen, indem er Bezüge zu den Bildhauern Tommaso d'''a''' '''C'''arona (nachgewiesen 1399-1437) und Nicola '''Co'''ron'''a''' (†&nbsp;1724) herstellte und spekulierte, dass Carona der Herkunftsname sein könnte, demnach: Tommaso d'''i''' Carona, nach dem Ort in den Bergamasker Alpen im [[Schweiz]]er Kanton Tessin.  
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Er fand in den Ehematriken der Salzburger Dompfarre am 14. Februar 1656 als Trauzeugen einen gewissen "Thomas Garono, Statuarius" (also "Thomas Garono, Bildhauer") genannt.<ref>Ehematrik der Dompfarre, Fol.&nbsp;165</ref> und versuchte, diese Entdeckung kunsthistorisch einzuordnen, indem er Bezüge zu den Bildhauern Tommaso d'''a''' '''C'''arona (nachgewiesen 1399-1437) und Nicola '''Co'''ron'''a''' (†&nbsp;1724) herstellte und spekulierte, dass Carona der Herkunftsname sein könnte, demnach: Tommaso d'''i''' Carona, nach dem Ort in den Bergamasker Alpen im [[Schweiz]]er Kanton Tessin.  
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Franz Martin war ursprünglich der alleinige Verfasser des "[[Dehio Salzburg]].So verwundert es nicht, wenn zB in der Ausgabe von 1963 (S.&nbsp;102) zum Residenzbrunnen vermerkt wurde: "Nicht von [[Giovanni Antonio Daria|Giovanni Ant. Dario]], vielleicht von Tommaso Garona“. Der "Dehio Salzburg“ führt in der Ausgabe von 1986 (S.&nbsp;607) zum Residenzbrunnen an "von Tommaso di Garona (?).  
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Franz Martin war ursprünglich der alleinige Verfasser des "[[Dehio Salzburg]]".So verwundert es nicht, wenn zB in der Ausgabe von 1963 (S.&nbsp;102) zum Residenzbrunnen vermerkt wurde: "Nicht von [[Giovanni Antonio Daria|Giovanni Ant. Dario]], vielleicht von Tommaso Garona". Der "Dehio Salzburg" führt in der Ausgabe von 1986 (S.&nbsp;607) zum Residenzbrunnen an "von Tommaso di Garona (?)".  
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Nun weist der italienische Kunsthistoriker ''Franco Cavarocchi'' darauf hin, dass der Familienname eigentlich die Schreibung '''"Garouo“ (für Garovo oder Garuo)''' hatte, die aber in "Garo'''n'''o“ verändert wurde; die Lesart "Garo'''n'''o“ oder "Garo'''n'''o“ ist demnach – so lässt sich insgesamt schlussfolgern – auf eine undeutliche Schreibung des Buchstabens “u” bzw. “v” zurückzuführen, die Franz Martin als “n” gelesen hat.
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Nun weist der italienische Kunsthistoriker ''Franco Cavarocchi'' darauf hin, dass der Familienname eigentlich die Schreibung '''"Garouo" (für Garovo oder Garuo)''' hatte, die aber in "Garo'''n'''o" verändert wurde; die Lesart "Garo'''n'''o" oder "Garo'''n'''o" ist demnach – so lässt sich insgesamt schlussfolgern – auf eine undeutliche Schreibung des Buchstabens "u” bzw. "v” zurückzuführen, die Franz Martin als "n” gelesen hat.
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Folglich findet sich die Namensform "Tommaso di Garona“ sich bei einer Internet-Recherche (2010) praktisch ausschließlich in den zumeist deutschsprachigen Artikeln, die sich auf die oben genannten mutmaßlichen Werke des Bildhauers beziehen; dies legt den Verdacht nahe, dass sie alle auf derselben Quelle fußen, der ihrerseits Belege für die Urheberschaft eines Tommaso di Garona, mit Ausnahme des von Franz Martin (1940) aufgefundenen Hinweises auf Tommasos Anwesenheit in Salzburg, fehlen.
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Folglich findet sich die Namensform "Tommaso di Garona" sich bei einer Internet-Recherche (2010) praktisch ausschließlich in den zumeist deutschsprachigen Artikeln, die sich auf die oben genannten mutmaßlichen Werke des Bildhauers beziehen; dies legt den Verdacht nahe, dass sie alle auf derselben Quelle fußen, der ihrerseits Belege für die Urheberschaft eines Tommaso di Garona, mit Ausnahme des von Franz Martin (1940) aufgefundenen Hinweises auf Tommasos Anwesenheit in Salzburg, fehlen.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
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*[[Franz Martin]], '' Der [[Meister des Residenzbrunnens]]?'', in: Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK), Band 80 (1940) S.&nbsp;205 ff.
 
*[[Franz Martin]], '' Der [[Meister des Residenzbrunnens]]?'', in: Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK), Band 80 (1940) S.&nbsp;205 ff.
 
* Franco Cavarocchi, ''Künstler aus dem Valle Intelvi in Salzburg und Österreich'', in MGSLK 119 (1979) S. 281-304 [285 f].
 
* Franco Cavarocchi, ''Künstler aus dem Valle Intelvi in Salzburg und Österreich'', in MGSLK 119 (1979) S. 281-304 [285 f].
* Zum Abschnitt “Überlieferungsgeschichte” auch eigene Überlegungen des [[Benutzer:Karl Irresberger|Verfassers]].
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* Zum Abschnitt "Überlieferungsgeschichte” auch eigene Überlegungen des [[Benutzer:Karl Irresberger|Verfassers]].
    
==Einzelnachweise==
 
==Einzelnachweise==

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