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==Allgemeines==
==Allgemeines==
Schotter und Sande heute existierender und einstiger Bäche und Flüsse enthalten verschiedene [[Mineralien]] oder Mineralienaggregate. Sie können ausgelesen oder ausgewaschen werden. Ähnliche Verhältnisse herrschen an Stränden, an denen die Brandung für entsprechende Aufbereitung von Gesteinen und für Schotter- und Sandansammlungen sorgt. Eine Anhäufung von schweren oder widerstandsfähigeren Mineralien in Gewässern wird in der Bergmannssprache Seife genannt.
Schotter und Sande heute existierender und einstiger Bäche und Flüsse enthalten verschiedene [[Mineralien]] oder Mineralienaggregate. Sie können ausgelesen oder ausgewaschen werden. Ähnliche Verhältnisse herrschen an Stränden, an denen die Brandung für entsprechende Aufbereitung von [[Gestein]]en und für Schotter- und Sandansammlungen sorgt. Eine Anhäufung von schweren oder widerstandsfähigeren Mineralien in Gewässern wird in der Bergmannssprache Seife genannt.
   
   
==Entstehung und Arten von Seifen==
==Entstehung und Arten von Seifen==
Harte und widerstandsfähige Sandkörner können weit verschleppt werden, weniger feste zerfallen schon nach kurzem Transport und werden zu Pulver. Die Strömung sorgt so zu einer Auslese und Sortierung nach Beständigkeit der Mineralien. Starke Strömungen reißen die Mineralienkörner mit. Nimmt die Strömung und damit die Transportkraft ab, erfolgt die Ablagerung der Mineralien nach ihrer Dichte. Die spezifisch schwersten werden zuerst abgelagert, die leichteren gleiten weiter. Wird die Flussgeschwindigkeit durch Hindernisse oder Reibung verringert, sammeln sich die schwereren Mineralien in Konzentrationen an. Das geschieht vor allem an der Innenseite von Flussschleifen, hinter großen Steinblöcken, unterhalb von Sandbänken und auch in Strudellöchern. Nach der Art der Entstehung unterscheidet man Fluss-, See- oder Strandseifen, nach dem Inhalt wird beispielsweise zwischen Schwermineral- oder Edelsteinseifen unterschieden und nach der Konzentration von Einzelmineralien z.B. in Diamant- oder in Goldseifen.
Harte und widerstandsfähige Sandkörner können weit verschleppt werden, weniger feste zerfallen schon nach kurzem Transport und werden zu Pulver. Die Strömung sorgt so zu einer Auslese und Sortierung nach Beständigkeit der Mineralien. Starke Strömungen reißen die Mineralienkörner mit. Nimmt die Strömung und damit die Transportkraft ab, erfolgt die Ablagerung der Mineralien nach ihrer Dichte. Die spezifisch schwersten werden zuerst abgelagert, die leichteren gleiten weiter. Wird die Flussgeschwindigkeit durch Hindernisse oder Reibung verringert, sammeln sich die schwereren Mineralien in Konzentrationen an. Das geschieht vor allem an der Innenseite von Flussschleifen, hinter großen Steinblöcken, unterhalb von Sandbänken und auch in Strudellöchern. Nach der Art der Entstehung unterscheidet man Fluss-, See- oder Strandseifen, nach dem Inhalt wird beispielsweise zwischen Schwermineral- oder Edelsteinseifen unterschieden und nach der Konzentration von Einzelmineralien z. B. in Diamant- oder in Goldseifen.


==Seifengold im Pinzgau und im Pongau==
==Seifengold im Pinzgau und im Pongau==
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==Quellen==
==Quellen==
* [[Josef Lahnsteiner]], „Unterpinzgau“, S. 222 und 223, Selbstverlag Hollersbach 1960
* [[Josef Lahnsteiner]], "Unterpinzgau", S. 222 und 223, Selbstverlag Hollersbach 1960
* Peter und Inge Kohlbacher, Saalfelden
* Peter und Inge Kohlbacher, Saalfelden
* Walter Schumann, „Steine und Mineralien sammeln“ Finden, Präparieren, Bestimmen, BLV Verlagsgesellschaft mbH München, Wien, Zürich 1984
* Walter Schumann, "Steine und Mineralien sammeln" Finden, Präparieren, Bestimmen, BLV Verlagsgesellschaft mbH München, Wien, Zürich 1984
* [[Albert Strasser]] (Autor und Hrsg.),„Die Minerale Salzburgs“, Salzburg 1989
* [[Albert Strasser]] (Autor und Hrsg.),"Die Minerale Salzburgs", Salzburg 1989


[[Kategorie:Bergbau]]
[[Kategorie:Bergbau]]