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==Herkunft und Ausbildung==
 
==Herkunft und Ausbildung==
Siegfried Gmelin kam als Sohn des Pfarrers Eduard Ludwig Gmelin und dessen Frau Anna, geb. Bernoulli, die von der bekannten Mathematiker-Familie Bernoulli abstammte, im württembergischen Geislingen an der Steige zur Welt. Dem Wunsch seiner Eltern entsprechend sollte er wie sein Vater Pfarrer werden, er selbst entschied sich jedoch nach dem während des Ersten Weltkrieges geleisteten Kriegsdienst zum Studium der Jurisprudenz in Tübingen, wo er [[1924]] zum Doktor der Rechte promovierte.  
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Siegfried Gmelin kam als Sohn des Pfarrers Eduard Ludwig Gmelin und dessen Frau Anna, geborene Bernoulli, die von der bekannten Mathematiker-Familie Bernoulli abstammte, im württembergischen Geislingen an der Steige zur Welt. Dem Wunsch seiner Eltern entsprechend sollte er wie sein Vater Pfarrer werden, er selbst entschied sich jedoch nach dem während des Ersten Weltkrieges geleisteten Kriegsdienst zum Studium der Jurisprudenz in Tübingen, wo er [[1924]] zum Doktor der Rechte promovierte.  
    
==Berufliches Wirken==
 
==Berufliches Wirken==
Durch eine Anzeige in der württembergischen Kirchenzeitung wurde er mit der Idee des Bausparwesens von Georg Kropp bekannt und entwickelte ein reges Interesse für genossenschaftliche Denkmodelle. Im [[März]] [[1925]] begann er seine Tätigkeit als Werbefachmann und juristischer Berater Kropps bei der deutschen „Bausparkasse GdF Wüstenrot“.  
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Durch eine Anzeige in der württembergischen Kirchenzeitung wurde er mit der Idee des Bausparwesens von Georg Kropp bekannt und entwickelte ein reges Interesse für genossenschaftliche Denkmodelle. Im [[März]] [[1925]] begann er seine Tätigkeit als Werbefachmann und juristischer Berater Kropps bei der deutschen "Bausparkasse GdF Wüstenrot".  
    
Am [[30. November]] [[1925]] hielt er seinen ersten Werbevortrag über die Idee einer Finanzierungsmöglichkeit im alten [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]] von Salzburg. Im Anschluss an diesen Vortrag löste er sich von der deutschen Bausparkasse und übersiedelte mit seiner Familie nach Salzburg. Noch im selben Jahr gründete er die unabhängige österreichische ''Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot'' mit Sitz in der Landeshauptstadt, aus der später die heutige österreichische [[Wüstenrot-Gruppe]] hervorging. Im Laufe der Jahre wehrte er mehrere Versuche des Aufsichtsrats ab, den Hauptsitz nach Wien zu verlegen. Er sah den ''"Mittelpunkt der Eigenheimbewegung in der Mitte von Österreich"'' und nicht in Wien, wo es laut ihm ''"gar nicht so viele Häuslbauer gibt"''. Gmelin löste sich von dem in Deutschland praktizierten "Auslosungsverfahren" Georg Kropps und ließ sich von einem Mathematiker ein eigenes Zuteilungssystem entwickeln. Auf Grundlage dieses "Geld x Zeit-Systems" werden noch heute Bauspardarlehen vergeben.  
 
Am [[30. November]] [[1925]] hielt er seinen ersten Werbevortrag über die Idee einer Finanzierungsmöglichkeit im alten [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]] von Salzburg. Im Anschluss an diesen Vortrag löste er sich von der deutschen Bausparkasse und übersiedelte mit seiner Familie nach Salzburg. Noch im selben Jahr gründete er die unabhängige österreichische ''Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot'' mit Sitz in der Landeshauptstadt, aus der später die heutige österreichische [[Wüstenrot-Gruppe]] hervorging. Im Laufe der Jahre wehrte er mehrere Versuche des Aufsichtsrats ab, den Hauptsitz nach Wien zu verlegen. Er sah den ''"Mittelpunkt der Eigenheimbewegung in der Mitte von Österreich"'' und nicht in Wien, wo es laut ihm ''"gar nicht so viele Häuslbauer gibt"''. Gmelin löste sich von dem in Deutschland praktizierten "Auslosungsverfahren" Georg Kropps und ließ sich von einem Mathematiker ein eigenes Zuteilungssystem entwickeln. Auf Grundlage dieses "Geld x Zeit-Systems" werden noch heute Bauspardarlehen vergeben.