Klebriger Salbei: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Klebrige Salbei''' (''Salvia glutinosa'') ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#F|Familie]] der [[Lippenblütler]] (''Lamiaceae'') | Der '''Klebrige Salbei''' (''Salvia glutinosa'') ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#F|Familie]] der [[Lippenblütler]] (''Lamiaceae''). | ||
==Vorkommen== | ==Vorkommen== | ||
Die Pflanze gedeiht in frischen Edelholz-Laubwäldern und liebt kalkigen Untergrund. Sie ist landesweit verbreitet und kommt dabei vom Flachland bis in die | Die Pflanze gedeiht in frischen Edelholz-Laubwäldern und liebt kalkigen Untergrund. Sie ist landesweit verbreitet und kommt dabei vom Flachland bis in die montane Stufe vor. Daher zählt sie auch randlich zu den [[Pflanzen im Nationalpark Hohe Tauern]]. Insgesamt wächst sie von Südwest- über das südliche Mittel-, Ost- und Südosteuropa bis zum Kaukasus. Im angrenzenden [[Bayern]] ist sie daher nur im Süden anzutreffen. | ||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
Der Klebrige Salbei, auch Kleb-Salbei genannt, bestätigt jedem, der die Pflanze berührt, die | Der Klebrige Salbei, auch Kleb-Salbei genannt, bestätigt jedem, der die Pflanze berührt, die "Rechtmäßigkeit" seines Namens, da der vierkantige Stängel der Blütenpflanze mit klebrigen Drüsenhaaren besetzt ist. Auch die lateinische Bezeichnung "''glutinosa''" bedeutet "klebrig". | ||
Die großen gelben Lippenblüten sind quirlig angeordnet und verfügen über eine interessante Bestäubungsökologie. Bei der Landung eines [[Insekt]]es auf der Blütenunterlippe schlägt der Staubbeutel der Blüte auf den Rücken des Insektes, wodurch sich dort die Pollenkörper abladen. Der Kleb-Salbei weist herzspießförmige Blätter auf, was neben der Klebrigkeit des Stängels als zweites Erkennungszeichen für die Pflanze dienen kann. | Die großen gelben Lippenblüten sind quirlig angeordnet und verfügen über eine interessante Bestäubungsökologie. Bei der Landung eines [[Insekt]]es auf der Blütenunterlippe schlägt der Staubbeutel der Blüte auf den Rücken des Insektes, wodurch sich dort die Pollenkörper abladen. Der Kleb-Salbei weist herzspießförmige Blätter auf, was neben der Klebrigkeit des Stängels als zweites Erkennungszeichen für die Pflanze dienen kann. | ||
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* [[Manfred Fischer (Botaniker)|Fischer, Manfred A.]], Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, | * [[Manfred Fischer (Botaniker)|Fischer, Manfred A.]], Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, | ||
* Helmut Hartl, [[Thomas Peer]]: ''Pflanzen'', Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005 | * Helmut Hartl, [[Thomas Peer]]: ''Pflanzen'', Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005 | ||
* Mag. [[Günther Nowotny]], Land | * Mag. [[Günther Nowotny]], Land Salzburg, [[Naturschutz]]fachdienst | ||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||