Änderungen

keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 25: Zeile 25:     
Die Künstler verstanden gold extra von Beginn an als multimediales Netzwerk und mobile Plattform für künstlerische Produktionen und setzten sich damit bewusst ab von der baulichen Institutionalisierung von Kunstrichtungen wie im Salzburger Kulturstättenplan. In diesem Sinn sind frühe Produktionen von gold extra vielfach im öffentlichen Raum und in site specific Räumen in Salzburg und mit intensiver Beteiligung von regionalen Künstlern und Aktivisten aufgeführt worden. Eine beispielhafte Produktion ist die einwöchige Ausstellung und Performance „Komm nach hause“, die 2002 die Bushaltestelle vor dem [[Salzburger_Kunstverein|Künstlerhaus Salzburg]] in den Ausstellungsraum verlegte und mit dem Austausch von Innen- und Außenraum spielte.
 
Die Künstler verstanden gold extra von Beginn an als multimediales Netzwerk und mobile Plattform für künstlerische Produktionen und setzten sich damit bewusst ab von der baulichen Institutionalisierung von Kunstrichtungen wie im Salzburger Kulturstättenplan. In diesem Sinn sind frühe Produktionen von gold extra vielfach im öffentlichen Raum und in site specific Räumen in Salzburg und mit intensiver Beteiligung von regionalen Künstlern und Aktivisten aufgeführt worden. Eine beispielhafte Produktion ist die einwöchige Ausstellung und Performance „Komm nach hause“, die 2002 die Bushaltestelle vor dem [[Salzburger_Kunstverein|Künstlerhaus Salzburg]] in den Ausstellungsraum verlegte und mit dem Austausch von Innen- und Außenraum spielte.
:Ihre Projekte wurden mehrfach vom Fonds für innovative Sonderprojekte des Landes Salzburg gefördert und sie experimentierten intensiv mit audiovisuellen Technologien, wie Camera Tracking. Als erste Künstlergruppe nutzen sie die [[Kavernen_1595|Kavernen]] in der Gstättengasse und förderten mit einem DJ- und Veranstaltungsnetzwerk, sowie drei CD-Samplern die elektronische Musikszene Salzburgs.  
+
Ihre Projekte wurden mehrfach vom Fonds für innovative Sonderprojekte des Landes Salzburg gefördert und sie experimentierten intensiv mit audiovisuellen Technologien, wie Camera Tracking. Als erste Künstlergruppe nutzen sie die [[Kavernen_1595|Kavernen]] in der Gstättengasse und förderten mit einem DJ- und Veranstaltungsnetzwerk, sowie drei CD-Samplern die elektronische Musikszene Salzburgs.  
    
Mit der Teilnahme am EU-Projekt „trichtlinnburg“ des [[Salzburger_Kunstverein|Salzburger Kunstvereins]] („Love City“, „Survival Camp“) 2003 und der Einladung zu einer Produktion für das Symposion der [[Osterfestspiele|Osterfestspiele Salzburg]] („Cosi. Mixtur“) 2004 beginnt gold extra Projekte international zu produzieren und zu präsentieren, darunter u.a. Projekte für das Salzburger Mozartjahr 2006, das Kulturhauptstadtjahr Linz 09, als Vertreter Salzburgs bei „Kosmos Österreich“ in Nordrheinwestfalen und Projekte in Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie, der Deutschen Bundeskulturstiftung, Goethe-Institut und European Cultural Foundation.
 
Mit der Teilnahme am EU-Projekt „trichtlinnburg“ des [[Salzburger_Kunstverein|Salzburger Kunstvereins]] („Love City“, „Survival Camp“) 2003 und der Einladung zu einer Produktion für das Symposion der [[Osterfestspiele|Osterfestspiele Salzburg]] („Cosi. Mixtur“) 2004 beginnt gold extra Projekte international zu produzieren und zu präsentieren, darunter u.a. Projekte für das Salzburger Mozartjahr 2006, das Kulturhauptstadtjahr Linz 09, als Vertreter Salzburgs bei „Kosmos Österreich“ in Nordrheinwestfalen und Projekte in Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie, der Deutschen Bundeskulturstiftung, Goethe-Institut und European Cultural Foundation.
Zeile 36: Zeile 36:  
== Produktionen (Auswahl) ==
 
== Produktionen (Auswahl) ==
   −
=== Frontiers (2008 - lfd.) ===  
+
=== Frontiers (seit 2008) ===
Frontiers ist ein Computerspiel zum Thema Flucht und Migration, das in mehreren Stationen den Weg eines Flüchtlings aus der afrikanischen Subsahararegion nach Europa nachzeichnet. Das 3D Online Spiel steht gratis im Web zur Verfügung. Ausstellungen und Präsentationen fanden in ganz Europa statt. 2011 wurden die Produzenten eingeladen das Spiel auf dem Games For Change Festival in New York zu präsentieren. (''Tobias Hammerle, Georg Hobmeier, Sonja Prlic, Karl Zechenter mit Jens Stober und Martina Brandmayr'')
+
Frontiers ist ein Computerspiel zum Thema Flucht und Migration, das in mehreren Stationen den Weg eines Flüchtlings aus der afrikanischen Subsahararegion nach Europa nachzeichnet. Das 3D Online Spiel steht gratis im Web zur Verfügung. Ausstellungen und Präsentationen fanden in ganz Europa statt. 2011 wurden die Produzenten eingeladen das Spiel auf dem Games For Change Festival in New York zu präsentieren.  
 +
(''Tobias Hammerle, Georg Hobmeier, Sonja Prlic, Karl Zechenter mit Jens Stober und Martina Brandmayr'')
   −
=== Area/Labyrinth (2009 – lfd.) ===  
+
=== Area/Labyrinth (seit 2009) ===  
Die Reihe Area, Labyrinth und Global Area, sowie die Stücke Fast Forward & Melancholic Rewind stellen Choreografien im öffentlichen Raum dar. Dabei bewegen sich Tänzer mit Kophören zu für das Publikum unhörbaren Anweisungen durch den Stadtraum und machen diesen zur Bühne. Aufführungen fanden u.a. in Buenos Aires, Athen, Bangalore, Freiburg, Hamburg und Salzburg statt. (''Georg Hobmeier mit Tommy Noonan'')
+
Die Reihe Area, Labyrinth und Global Area, sowie die Stücke Fast Forward & Melancholic Rewind stellen Choreografien im öffentlichen Raum dar. Dabei bewegen sich Tänzer mit Kophören zu für das Publikum unhörbaren Anweisungen durch den Stadtraum und machen diesen zur Bühne. Aufführungen fanden u.a. in Buenos Aires, Athen, Bangalore, Freiburg, Hamburg und Salzburg statt.  
 +
(''Georg Hobmeier mit Tommy Noonan'')
   −
=== Black Box (2006-09)==  
+
=== Black Box (2006-09)===
 
Black Box ist ein Robotertheaterstück, in dem acht Roboter Hamlet spielen. Das Stück wurde für das Salzburger Mozartjahr 2006 produziert und auf zahlreichen Festivals, darunter dem deutsch-östereichischen Theaterfestival der studiobühne Köln oder Linz09 präsentiert. Der Sänger Louie Austen lieh dem Geist von Hamlets Vater seine Stimme. (''Sonja Prlic, Karl Zechenter'')
 
Black Box ist ein Robotertheaterstück, in dem acht Roboter Hamlet spielen. Das Stück wurde für das Salzburger Mozartjahr 2006 produziert und auf zahlreichen Festivals, darunter dem deutsch-östereichischen Theaterfestival der studiobühne Köln oder Linz09 präsentiert. Der Sänger Louie Austen lieh dem Geist von Hamlets Vater seine Stimme. (''Sonja Prlic, Karl Zechenter'')
    
=== Same Time Same Station (2009-2011)===  
 
=== Same Time Same Station (2009-2011)===  
Das Stück versetzt die französische Revolution in die Zeit von Web 2.0. Der Revolutionär Jean-Paul Marat und die Girondistin Charlotte Corday werden Videoblogger und Konkurrenten um die Gunst der Öffentlichen Meinung. Das Stück ist eine Koproduktion mit der ARGEkultur Salzburg. (''Sonja Prlic, Karl Zechenter mit Tobas Hammerle und Reinhold Bidner'')
+
Das Stück versetzt die französische Revolution in die Zeit von Web 2.0. Der Revolutionär Jean-Paul Marat und die Girondistin Charlotte Corday werden Videoblogger und Konkurrenten um die Gunst der Öffentlichen Meinung. Das Stück ist eine Koproduktion mit der ARGEkultur Salzburg.  
 +
(''Sonja Prlic, Karl Zechenter mit Tobas Hammerle und Reinhold Bidner'')
   −
=== Feedback & Disaster-Reihe (2005 – lfd.)===  
+
=== Feedback & Disaster-Reihe (seit 2005)===  
In bisher vier thematischen Ausstellungen auf der Website feedbackanddisaster.net kuratiert Doris Prlic junge Künstler aus dem audiovisuellen Bereich zu aktuellen gesellschaftllichen und künstlerischen Fragen. Korrespondierend zum Webauftritt entstehen Performances, Konzerte und Ausstellungen, u.a. im Medien.Kunst.Haus.Graz, quitch Linz, Rotterdam und Berlin. (''Doris Prlic'')
+
In bisher vier thematischen Ausstellungen auf der Website feedbackanddisaster.net kuratiert Doris Prlic junge Künstler aus dem audiovisuellen Bereich zu aktuellen gesellschaftllichen und künstlerischen Fragen. Korrespondierend zum Webauftritt entstehen Performances, Konzerte und Ausstellungen, u.a. im Medien.Kunst.Haus.Graz, quitch Linz, Rotterdam und Berlin.  
 +
(''Doris Prlic'')
     
126

Bearbeitungen