Deutscher Volksruf: Unterschied zwischen den Versionen
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Der | Der "Deutsche Volksruf" wurde von dem deutschnationalen Gewerkschafter [[Hans Wagner (Politiker)|Hans Wagner]] gegründet. In der am 30. November 1912 erschienenen Probenummer wurde der neuen Zeitung das Ziel gesteckt, die "arbeitenden Massen" – zu denen außer den Handarbeitern auch Angestellte, Beamte, Lehrer, Kleingewerbetreibende und Kleinbauern gerechnet wurden – für das "nationale Leben" zu gewinnen. Das ideologische Programm war deutschnational, antisemitisch und antimarxistisch. | ||
Die Zeitung erschien ursprünglich mit dem Untertitel | Die Zeitung erschien ursprünglich mit dem Untertitel "Organ der deutschen Arbeitnehmer des Kronlandes Salzburg". Mit seiner am 26. April [[1913]] erschienenen Nr. 17 änderte der Deutsche Volksruf seinen Untertitel in "Organ der deutschen Arbeiterpartei" (damals existierte diese Partei, die ihre Wurzeln in Nordböhmen hatte, zwar bereits, die [[DNSAP|Deutsche Arbeiterpartei Salzburgs]] wurde aber erst am 25. Oktober 1913 gegründet). Ab 31. Oktober 1920 lautete der Untertitel "Nationalsozialistisches Wochenblatt für Salzburg und Tirol". | ||
Zwischen Juli [[1914]] und Oktober 1916 erschien der Deutsche Volksruf nicht. Von 1916, nach der Reaktivierung der politischen Parteien, bis [[1918]] wurde er im Stammland der Deutschen Arbeiterpartei, in Nordböhmen herausgegeben. | Zwischen Juli [[1914]] und Oktober 1916 erschien der Deutsche Volksruf nicht. Von 1916, nach der Reaktivierung der politischen Parteien, bis [[1918]] wurde er im Stammland der Deutschen Arbeiterpartei, in Nordböhmen herausgegeben. | ||
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Im Oktober 1913 schied Hans Wagner, aus der Redaktion; seine Funktion übernahm [[Hans Prodinger]]. Aber bereits im März 1914 war Wagner wieder Schriftleiter. Am 25. Juli 1914 erschien die vorläufig letzte Nummer. Wagner und Prodinger wurden zum Dienst im [[Ersten Weltkrieg]] eingezogen. | Im Oktober 1913 schied Hans Wagner, aus der Redaktion; seine Funktion übernahm [[Hans Prodinger]]. Aber bereits im März 1914 war Wagner wieder Schriftleiter. Am 25. Juli 1914 erschien die vorläufig letzte Nummer. Wagner und Prodinger wurden zum Dienst im [[Ersten Weltkrieg]] eingezogen. | ||
Während der | Während der "nordböhmischen" Periode (1916 bis 1918) scheinen Ferdinand Hofmann als Herausgaber, Hans Krebs (1917) und Ottilie Patzel als Schriftleiter auf. 1918, nach dem Zerfall der Habsburger-Monarchie, kehrte die Redaktion nach Salzburg zurück, die Leitung übernahm wieder Hans Wagner. [[1920]] musste sich dieser zurückziehen, interimistisch leitete Wilhelm Dietrich, ab 25. April 1920 Max Verworner, bald darauf aber Hans Prodinger (Verworner blieb Herausgeber) die Redaktion. Im Sommer [[1922]] wurde [[Anton Funk]] Schriftleiter. | ||
Die Schriftleitung befand sich am [[Makartplatz]] Nr. 8 ([[Mozart Wohnhaus|Mozarts Wohnhaus]]). | Die Schriftleitung befand sich am [[Makartplatz]] Nr. 8 ([[Mozart Wohnhaus|Mozarts Wohnhaus]]). | ||