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Der Urfalter zeichnet sich durch eine auffallend metallisch gold- purpurfarbene Färbung aus. Im Gegensatz zu nektarsaugenden Schmetterlingen ernährt sich die neu entdeckte Falter-Art von Pollen, die sie mit ihren Kauladen zerkleinert. Entdeckt wurde der Urfalter pollenkauend in den Blüten von Rosen und Sonnenröschen, wo sich auch ähnliche Arten gerne aufhalten. Einzigartig ist laut Angaben der Forscher auch, dass die wenigen bisher entdeckten Raupen von Urfaltern auf jedem Hinterleibssegment ein echtes Beinpaar haben, was bei Schmetterlingsraupen eine Seltenheit ist. Der Micropterix gaudiella, der auch mittels DNA-Analyse als neue Art identifiziert werden konnte, fliegt ausschließlich bei Sonnenschein in einer Höhenlage von rund 1 600 Metern. "Aufgrund von Fossilfunden im baltischen Bernstein wissen wir, dass Falter wie Micropterix gaudiella bereits vor 40 bis 50 Millionen Jahren auf der Welt herumflatterten", erklärt der Schmetterlingsforscher das unglaublich lange Existieren dieser Gattung.
 
Der Urfalter zeichnet sich durch eine auffallend metallisch gold- purpurfarbene Färbung aus. Im Gegensatz zu nektarsaugenden Schmetterlingen ernährt sich die neu entdeckte Falter-Art von Pollen, die sie mit ihren Kauladen zerkleinert. Entdeckt wurde der Urfalter pollenkauend in den Blüten von Rosen und Sonnenröschen, wo sich auch ähnliche Arten gerne aufhalten. Einzigartig ist laut Angaben der Forscher auch, dass die wenigen bisher entdeckten Raupen von Urfaltern auf jedem Hinterleibssegment ein echtes Beinpaar haben, was bei Schmetterlingsraupen eine Seltenheit ist. Der Micropterix gaudiella, der auch mittels DNA-Analyse als neue Art identifiziert werden konnte, fliegt ausschließlich bei Sonnenschein in einer Höhenlage von rund 1 600 Metern. "Aufgrund von Fossilfunden im baltischen Bernstein wissen wir, dass Falter wie Micropterix gaudiella bereits vor 40 bis 50 Millionen Jahren auf der Welt herumflatterten", erklärt der Schmetterlingsforscher das unglaublich lange Existieren dieser Gattung.
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Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Zeller-Lukashort in seiner Freizeit mit "Urmotten“, den urtümlichsten Vertretern der heute vorkommenden Schmetterlinge, und gilt mittlerweile international als Spezialist der Schmetterlingsgattung Micropterix. Er hat in den vergangenen 20 Jahren insgesamt acht neue Arten und zwei neue Unterarten in Europa und Asien entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. "Ich kann nur das schützen, was ich kenne", beschreibt der Schmetterlingsexperte seinen Zugang zu dem außergewöhnlichen Hobby. Micropterix gaudiella wurde von Tiroler Wissenschaftlern entdeckt und gemeinsam mit Zeller-Lukashort wissenschaftlich beschrieben.
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Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Zeller-Lukashort in seiner Freizeit mit "Urmotten", den urtümlichsten Vertretern der heute vorkommenden Schmetterlinge, und gilt mittlerweile international als Spezialist der Schmetterlingsgattung Micropterix. Er hat in den vergangenen 20 Jahren insgesamt acht neue Arten und zwei neue Unterarten in Europa und Asien entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. "Ich kann nur das schützen, was ich kenne", beschreibt der Schmetterlingsexperte seinen Zugang zu dem außergewöhnlichen Hobby. Micropterix gaudiella wurde von Tiroler Wissenschaftlern entdeckt und gemeinsam mit Zeller-Lukashort wissenschaftlich beschrieben.
    
== Veröffentlichungen ==
 
== Veröffentlichungen ==
Siehe unter "[[Bibliographie_der_Salzburger_Schmetterlingsfauna#Z|Bibliographie der Salzburger Schmetterlingsfauna]]
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Siehe unter "[[Bibliographie_der_Salzburger_Schmetterlingsfauna#Z|Bibliographie der Salzburger Schmetterlingsfauna]]"
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==