Alfred Kubin: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Alfred Kubin''' (* [[10. April]] [[1877]] in Leitmeritz, Böhmen; † [[20. August]] [[1959]] in Zwickledt, [[Oberösterreich]]) war ein bedeutender österreichischer Maler und Schriftsteller.
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'''Alfred Kubin''' (* [[10. April]] [[1877]] in Leitmeritz, [[Tschechien#Böhmen|Böhmen]]; [[20. August]] [[1959]] in Zwickledt, [[Oberösterreich]]) war ein bedeutender österreichischer Zeichner, Graphiker, Buchillustrator und Schriftsteller.
  
 
==Kubin und Salzburg==
 
==Kubin und Salzburg==
Alfred Kubin kam im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern nach [[Salzburg]]. [[1882]] zog die Familie nach [[Zell am See]] weiter, wo er [[1887]] seine Mutter verlor. Die Beziehung zum Vater gestaltete sich schwierig. Er besuchte das [[Akademisches Gymnasium|Akademische Gymnasium]] in Salzburg, verließ es nach zwei Jahren wieder. Auch an der [[Gewerbeschule Salzburg|Salzburger Gewerbeschule]] scheiterte er wegen mangelnden Lernerfolgs. So blieb ihm als Schulausbildung lediglich der Abschluss der Volksschule in Zell am See [[1891]].
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Alfred Kubin wurde als Sohn eines Landvermessers und einer Pianistin in Böhmen geboren. Als Kubin drei Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Salzburg.
  
[[1896]] versucht sich Kubin am Grab seiner Mutter in Zell am See das Leben zu nehmen.  
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Aufgrund einer Versetzung seines Vaters zog die Familie [[1883]] nach [[Zell am See]],  wo er die sein Werk stark prägenden Volksschul- und Jugendjahre verbrachte und von dem Kubin später sagte: ''"Dieses kleine Hochgebirgsdorf bildet den eigentlichen Hauptschauplatz meiner Kindheit. [...] Gerne lag ich an einer abschüssigen Stelle des Seeufers oder am Kanal im Moor und schaute lange in die durchsichtige Tiefe."'' Diese Kindheit wurde durch den Tod seiner Mutter getrübt, als er zehn Jahre alt war. Er überwand diese Krise nur sehr schwer, bedingt auch durch das gespannte Verhältnis zu seinem Vater, einem Geometer.<ref>Schreder, Sandra: ''Zeller Straßennamen. 1. Teil: Maler'', in: [[Der Hippolyt]] [http://www.zellamsee.salzburg.at/gemeindeamt/download/DerHippolytNr.03.pdf Nr. 3, September 2001.]</ref>
  
Das erste bekannte Werk von Kubin sind Illustrationen für die ''Kneippzeitung des Salzburger Turnvereins'', die am [[26. Februar]] [[1898]] erscheinen. Später in diesem Jahr zieht Kubin nach München, um an Privatschulen und auf der Kunstakademie Graphik und Malerei zu studieren. Erst [[1906]] kehrt er wieder nach Österreich zurück und findet in der kleinen [[Innviertel|Innviertler]] Gemeinde Zwickledt bei Wernstein am Inn ein neues Zuhause.
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Kubin besuchte [[1887]] das [[Akademisches Gymnasium|Akademische Gymnasium]] in Salzburg, verließ es nach zwei Jahren wieder. Auch an der [[Gewerbeschule Salzburg|Salzburger Gewerbeschule]] scheiterte er wegen mangelnden Lernerfolgs. So blieb ihm als Schulausbildung lediglich der Abschluss der [[Volksschule|Volksschule Zell am See]] in Zell am See [[1891]].
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[[1896]] versucht sich Kubin am Grab seiner Mutter in Zell am See das Leben zu nehmen.<ref>Dieser Selbstmordversuch wird von einigen Kubin-Forschern bezweifelt und für eine literarische Selbststilisierung gehalten. In: Thaler, Walter (2015): Kunst und Literatur im Pinzgau. S. 45.</ref>
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Das erste bekannte Werk Kubins sind Illustrationen für die ''Kneippzeitung des Salzburger Turnvereins'', die am [[26. Februar]] [[1898]] erscheinen. Später in diesem Jahr zog Kubin nach München, um an Privatschulen und auf der Kunstakademie Graphik und Malerei zu studieren. Erst [[1906]] kehrte er wieder nach Österreich zurück und fand in der kleinen [[Innviertel|Innviertler]] Gemeinde Zwickledt bei Wernstein am Inn ein neues Zuhause.
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Durch eine enge Liebesbeziehung zu der Unkener Arztgattin und Künstlerin Emmy Haesele kam Kubin ab 1933 wieder des Öfteren in den Pinzgau und Zell am See.<ref>Thaler, Walter (2015): Kunst und Literatur im Pinzgau. S. 50 (Portrait Alfred Kubin) u. 98ff (Portrait Emmy Haesele).</ref>
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==Literatur==
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Kubin, Alfred (1977): Aus meinem Leben (dtv Taschenbuch 1260)
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Thaler, Walter (2015): Kunst und Literatur im Pinzgau. Die Kraft der Provinz - 43 Portraits. (New Academic Press, Wien)
  
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[[Kategorie:Schriftsteller|Kubin, Alfred]]
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Aktuelle Version vom 25. Februar 2023, 15:41 Uhr

Alfred Kubin (* 10. April 1877 in Leitmeritz, Böhmen; † 20. August 1959 in Zwickledt, Oberösterreich) war ein bedeutender österreichischer Zeichner, Graphiker, Buchillustrator und Schriftsteller.

Kubin und Salzburg

Alfred Kubin wurde als Sohn eines Landvermessers und einer Pianistin in Böhmen geboren. Als Kubin drei Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Salzburg.

Aufgrund einer Versetzung seines Vaters zog die Familie 1883 nach Zell am See, wo er die sein Werk stark prägenden Volksschul- und Jugendjahre verbrachte und von dem Kubin später sagte: "Dieses kleine Hochgebirgsdorf bildet den eigentlichen Hauptschauplatz meiner Kindheit. [...] Gerne lag ich an einer abschüssigen Stelle des Seeufers oder am Kanal im Moor und schaute lange in die durchsichtige Tiefe." Diese Kindheit wurde durch den Tod seiner Mutter getrübt, als er zehn Jahre alt war. Er überwand diese Krise nur sehr schwer, bedingt auch durch das gespannte Verhältnis zu seinem Vater, einem Geometer.[1]

Kubin besuchte 1887 das Akademische Gymnasium in Salzburg, verließ es nach zwei Jahren wieder. Auch an der Salzburger Gewerbeschule scheiterte er wegen mangelnden Lernerfolgs. So blieb ihm als Schulausbildung lediglich der Abschluss der Volksschule Zell am See in Zell am See 1891.

1896 versucht sich Kubin am Grab seiner Mutter in Zell am See das Leben zu nehmen.[2]

Das erste bekannte Werk Kubins sind Illustrationen für die Kneippzeitung des Salzburger Turnvereins, die am 26. Februar 1898 erscheinen. Später in diesem Jahr zog Kubin nach München, um an Privatschulen und auf der Kunstakademie Graphik und Malerei zu studieren. Erst 1906 kehrte er wieder nach Österreich zurück und fand in der kleinen Innviertler Gemeinde Zwickledt bei Wernstein am Inn ein neues Zuhause. Durch eine enge Liebesbeziehung zu der Unkener Arztgattin und Künstlerin Emmy Haesele kam Kubin ab 1933 wieder des Öfteren in den Pinzgau und Zell am See.[3]

Nach Kubin ist die Alfred-Kubin-Straße im Salzburger Stadtteil Aigen und die Alfred-Kubin-Straße in Zell am See benannt.

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Alfred Kubin, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Literatur

Kubin, Alfred (1977): Aus meinem Leben (dtv Taschenbuch 1260)

Thaler, Walter (2015): Kunst und Literatur im Pinzgau. Die Kraft der Provinz - 43 Portraits. (New Academic Press, Wien)

Quellen

  1. Schreder, Sandra: Zeller Straßennamen. 1. Teil: Maler, in: Der Hippolyt Nr. 3, September 2001.
  2. Dieser Selbstmordversuch wird von einigen Kubin-Forschern bezweifelt und für eine literarische Selbststilisierung gehalten. In: Thaler, Walter (2015): Kunst und Literatur im Pinzgau. S. 45.
  3. Thaler, Walter (2015): Kunst und Literatur im Pinzgau. S. 50 (Portrait Alfred Kubin) u. 98ff (Portrait Emmy Haesele).