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In den Samenkapseln befindet sich der Leinsamen, das "Linsat". Der Leinsamen war von untergeordneter Bedeutung, die kleinstrukturierte Landwirtschaft des Salzburger Landes erlaubte nur kleine Anbauflächen, so dass sich die Weiterverarbeitung des Leinsamens nicht rentiert hat. Dieser wurde zum Teil als Saatgut für das nächste Jahr aufbewahrt und der Rest hauptsächlich für tiermedizinische Zwecke verwendet.   
 
In den Samenkapseln befindet sich der Leinsamen, das "Linsat". Der Leinsamen war von untergeordneter Bedeutung, die kleinstrukturierte Landwirtschaft des Salzburger Landes erlaubte nur kleine Anbauflächen, so dass sich die Weiterverarbeitung des Leinsamens nicht rentiert hat. Dieser wurde zum Teil als Saatgut für das nächste Jahr aufbewahrt und der Rest hauptsächlich für tiermedizinische Zwecke verwendet.   
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Nach der Arbeit mit der Riffel kam der Flachs entweder wieder auf das Feld und wurde ständig befeuchtet, oder er kam in das "Brechelbad". Nach dem entsprechenden Wässerungsvorgang kam der Flachs in den Brechelofen, er wurde geröstet. Der ganze Vorgang diente dazu, den holzigen Teil des Halmes spröde oder "brüchig" zu machen um dann den Brechelvorgang zu erleichtern.  
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Nach der Arbeit mit der Riffel kam der Flachs entweder wieder auf das Feld und wurde ständig befeuchtet, oder er kam in das "[[Brechelbad]]". Nach dem entsprechenden Wässerungsvorgang kam der Flachs in den Brechelofen, er wurde geröstet. Der ganze Vorgang diente dazu, den holzigen Teil des Halmes spröde oder "brüchig" zu machen um dann den Brechelvorgang zu erleichtern.  
    
Die Brechel diente zum Brechen des verholzten Teiles des Flachshalmes. Die Faser ist aber nicht im Inneren des Halmes, sondern außen um den Halm herum.
 
Die Brechel diente zum Brechen des verholzten Teiles des Flachshalmes. Die Faser ist aber nicht im Inneren des Halmes, sondern außen um den Halm herum.
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==Die Störhandwerker==
 
==Die Störhandwerker==
Das Garn muss nun noch auf Spulen gefädelt werden, dann konnte der Weber kommen. Der Weber war immer ein "Störhandwerker". Die Störhandwerker waren Handwerker, welche üblicher Weise im Dorf wohnten, auf Auftrag des Bauern sind diese aber auf den Hof gekommen und haben dort ihre Arbeit verrichtet, aber auch Kost und Quartier auf Dauer des Auftrages dort gehabt. Der Webstuhl war am [[Bauernhöfe|Bauernhof]] vorhanden, wurde in der Regel in der Stube aufgestellt, die zusätzlich notwendigen Gerätschaften, das "Webergeschirr" hatte der Weber mit dabei.
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Das Garn muss nun noch auf Spulen gefädelt werden, dann konnte der Weber kommen. Der Weber war immer ein "Störhandwerker". Die [[Störhandwerker]] waren Handwerker, welche üblicher Weise im Dorf wohnten, auf Auftrag des Bauern sind diese aber auf den Hof gekommen und haben dort ihre Arbeit verrichtet, aber auch Kost und Quartier auf Dauer des Auftrages dort gehabt. Der Webstuhl war am [[Bauernhöfe|Bauernhof]] vorhanden, wurde in der Regel in der Stube aufgestellt, die zusätzlich notwendigen Gerätschaften, das "Webergeschirr" hatte der Weber mit dabei.
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Von den Historikern wird gerätselt, woher der Ausdruck "Störhandwerker" oder "Störgeher" kommt. Manche sind der Meinung, dass das Familienleben am Bauernhof von einem solchen Handwerker gestört wird und von daher die Bezeichnung Störhandwerker kommt. Dieser Meinung kann ich nicht zustimmen, da zum einen im Dialekt nicht Stör, sondern "Ster" gesprochen wird und zum anderen erfüllten diese Störhandwerker eine spezielle soziale Funktion. Durch das ständige Wechseln von einem Bauernhof zum anderen, waren sie potente Nachrichtenüberbringer und verstanden es auch, beim jeweiligen Bauernhof Neuigkeiten zu erfahren, damit sie beim Nachbarn auch wieder was zu berichten haben. Diese Störhandwerker waren deshalb immer gern gesehen und brachten wieder für einige Tage Abwechslung in den Alltag. Schließlich wäre noch zu bedenken, dass sich jemand der einen Handwerker ruft, sich kaum gestört fühlen wird, wenn dieser auch tatsächlich kommt.
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Von den Historikern wird gerätselt, woher der Ausdruck "Störhandwerker" oder "Störgeher" kommt. Manche sind der Meinung, dass das Familienleben am Bauernhof von einem solchen Handwerker gestört wird und von daher die Bezeichnung Störhandwerker kommt. Dieser Meinung kann nicht zusgetimmt werden, da zum einen im Dialekt nicht von Stör, sondern von "Ster" gesprochen wird und zum anderen erfüllten diese Störhandwerker eine spezielle soziale Funktion. Durch das ständige Wechseln von einem Bauernhof zum anderen, waren sie potente Nachrichtenüberbringer und verstanden es auch, beim jeweiligen Bauernhof Neuigkeiten zu erfahren, damit sie beim Nachbarn auch wieder was zu berichten haben. Diese Störhandwerker waren deshalb immer gern gesehen und brachten wieder für einige Tage Abwechslung in den Alltag. Schließlich wäre noch zu bedenken, dass sich jemand der einen Handwerker ruft, sich kaum gestört fühlen wird, wenn dieser auch tatsächlich kommt.
    
Der Weber beginnt also seine Arbeit, nachdem er den Webstuhl aufgestellt hat, mit der Herstellung der Kette (die Längsfäden des Tuches). Die ist eine sehr diffizile Arbeit, musste schließlich jeder Faden von der Spule, über den "Zettgatter", durch das Register einzeln eingefädelt werden.   
 
Der Weber beginnt also seine Arbeit, nachdem er den Webstuhl aufgestellt hat, mit der Herstellung der Kette (die Längsfäden des Tuches). Die ist eine sehr diffizile Arbeit, musste schließlich jeder Faden von der Spule, über den "Zettgatter", durch das Register einzeln eingefädelt werden.   
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Für die Kette musste sehr gutes Garn verwendet werden, damit das Tuch möglichst glatt wird. Je nachdem, welche Qualität an Garn vorhanden war, wurde entweder ein feineres Leinen, das Harberne- oder aus dem Werch das Rupferne Tuch gewebt. Das Harberne Tuch wurde eher für Frauenkleidung, das Rupferne Tuch für Männerhosen, Säcke etc. verwendet. Das Rupferntuch war durch Reste der Schale vom Halm leicht "kratzig" und deshalb nicht sehr beliebt.   
 
Für die Kette musste sehr gutes Garn verwendet werden, damit das Tuch möglichst glatt wird. Je nachdem, welche Qualität an Garn vorhanden war, wurde entweder ein feineres Leinen, das Harberne- oder aus dem Werch das Rupferne Tuch gewebt. Das Harberne Tuch wurde eher für Frauenkleidung, das Rupferne Tuch für Männerhosen, Säcke etc. verwendet. Das Rupferntuch war durch Reste der Schale vom Halm leicht "kratzig" und deshalb nicht sehr beliebt.   
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War der Weber mit seiner Arbeit fertig, war aber das Produkt noch nicht fertig. Nun musste es erst gebleicht werden. Dazu kam das Tuch wieder auf ein Feld und wurde ständig mit Wasser feucht gehalten. Durch die Sonneneinstrahlung wurde das nach dem Weben grau-braune Tuch heller, aber noch nicht weiß. Deshalb kam es noch in ein Aschenlaugebad.  
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War der Weber mit seiner Arbeit fertig, war aber das Produkt noch nicht fertig. Nun musste es erst gebleicht werden. Dazu kam das Tuch wieder auf ein Feld und wurde ständig mit Wasser feucht gehalten. Durch die Sonneneinstrahlung wurde das nach dem Weben grau-braune Tuch heller, aber noch nicht weiß. Deshalb kam es noch in ein Aschenlaugebad.
    
==Das Ende des Flachsanbaus==
 
==Das Ende des Flachsanbaus==
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==Quelle==
 
==Quelle==
* Bernhard Ponemayr, Kustos des Denkmalhofes Gererhof – Heimatmuseum Annaberg im Jahre 2010
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* [[Bernhard Ponemayr]], Kustos des Denkmalhofes Gererhof – Heimatmuseum Annaberg im Jahre 2010
    
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Landwirtschaft]]
 
[[Kategorie:Landwirtschaft]]