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Anzumerken ist, dass die mittelalterlichen Währungsgrenzen – ausgenommen geografisch bedingte Besonderheiten wie im Lungau, wo der vorherrschende Friesacher Pfennig nach und nach von Agleiern, den Münzen des Patriarchates von Aquileja, abgelöst wurde – fließend waren. Der Salzburger Pfennig fand seine Verbreitung auch im oberen [[Ennstal]] und zirkulierte dort neben den Grazer Pfennigen. Im salzburgischen Anteil von [[Nordtirol]] hingegen standen ausschließlich sog. Berner (Veroneser) und Kreuzer in Verwendung.
 
Anzumerken ist, dass die mittelalterlichen Währungsgrenzen – ausgenommen geografisch bedingte Besonderheiten wie im Lungau, wo der vorherrschende Friesacher Pfennig nach und nach von Agleiern, den Münzen des Patriarchates von Aquileja, abgelöst wurde – fließend waren. Der Salzburger Pfennig fand seine Verbreitung auch im oberen [[Ennstal]] und zirkulierte dort neben den Grazer Pfennigen. Im salzburgischen Anteil von [[Nordtirol]] hingegen standen ausschließlich sog. Berner (Veroneser) und Kreuzer in Verwendung.
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Mitte des 14. Jahrhunderts fasste auch der Haller Pfennig (Händelheller aus Schwäbisch Hall) – zwei Haller hatten den Wert eines Salzburger Pfennigs – im Erzbistum Salzburg Fuß. Um [[1355]] fand der Agleier eine größere Verbreitung, während zur selben Zeit der Wiener Pfennig, dem früher großer Wert beigemessen wurde, im [[Erzstift]] auf Ablehnung stieß. Etwas später verdrängte der schlechter bewertete Wiener Pfennig  aber doch den wertvolleren Salzburger Pfennig. Auf die Wertkonstanz der Wiener Prägung ist es zurück zu führen, dass der Wiener Pfennig nach und nach das gesamte erzbischöfliche Gebiet mit Ausnahme der Tiroler Besitzungen erobern konnte. In Bayern hatte der Wiener Pfennig hingegen keinen Erfolg.
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Mitte des 14. Jahrhunderts fasste auch der Haller Pfennig (Händelheller aus Schwäbisch Hall) – zwei Haller hatten den Wert eines Salzburger Pfennigs – im Erzbistum Salzburg Fuß. Um [[1355]] fand der Agleier eine größere Verbreitung, während zur selben Zeit der Wiener Pfennig, dem früher großer Wert beigemessen wurde, im Erzstift auf Ablehnung stieß. Etwas später verdrängte der schlechter bewertete Wiener Pfennig  aber doch den wertvolleren Salzburger Pfennig. Auf die Wertkonstanz der Wiener Prägung ist es zurück zu führen, dass der Wiener Pfennig nach und nach das gesamte erzbischöfliche Gebiet mit Ausnahme der Tiroler Besitzungen erobern konnte. In Bayern hatte der Wiener Pfennig hingegen keinen Erfolg.
    
==Quelle==
 
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