Florianibrunnen (Alter Markt): Unterschied zwischen den Versionen

ergänzt
ergänzt
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Florianibrunnen, Alter Markt in Salzburg.jpg|thumb|Der Florianibrunnen.]]  
[[Datei:Florianibrunnen, Alter Markt in Salzburg.jpg|thumb|Der Florianibrunnen.]]  
[[Datei:Florianibrunnen Alter Markt Salzburg Risch-Lau.jpg|thumb|Der Florianibrunnen, eine historische Ansicht.]]
[[Datei:Florianibrunnen Alter Markt Salzburg Risch-Lau.jpg|thumb|Der Florianibrunnen, eine historische Ansicht.]]
[[Datei:Alter Markt Salzburg Detail des Eisengitters.jpg|thumb|Detail des Eisengitters.]]
[[Datei:Florianibrunnen Alter Markt.jpg|thumb|Der Florianibrunnens.]]
[[Datei:Florianibrunnen  Alter Markt Eisengitter 01.jpg|thumb|Detail des Eisengitters.]]
[[Datei:Florianibrunnen  Alter Markt Eisengitter 02.jpg|thumb|Detail des Eisengitters.]]
Der '''Florianibrunnen''' ist einer der ältesten [[Brunnen in der Stadt Salzburg]] in der [[Altstadt]] von der [[Stadt Salzburg]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt Salzburg.
Der '''Florianibrunnen''' ist einer der ältesten [[Brunnen in der Stadt Salzburg]] in der [[Altstadt]] von der [[Stadt Salzburg]] und zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt Salzburg.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
In der Mitte des Platzes am [[Alter Markt|Alten Markt]] steht der ehemalige [[Märkte in der Stadt Salzburg|Marktbrunnen]]. Er wurde urkundlich [[1488]] anstelle eines alten Ziehbrunnens errichtet, als es damals erstmals gelang, eine [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Trinkwasserleitung]] vom [[Gersberg]] über die [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] bis zum Alten Markt zu errichten. Es war dies die erste kommunale Wasserleitung und der Brunnen wurde erbaut, um der ständigen Seuchengefahr zu begegnen.  
In der Mitte des Platzes am [[Alter Markt|Alten Markt]] steht der ehemalige [[Märkte in der Stadt Salzburg|Marktbrunnen]]. Er wurde urkundlich [[1488]] anstelle eines alten Ziehbrunnens errichtet, als es damals erstmals gelang, eine [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg|Trinkwasserleitung]] vom [[Gersberg]] über die [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] bis zum Alten Markt zu errichten. Es war dies die erste kommunale Wasserleitung und der Brunnen wurde erbaut, um der ständigen Seuchengefahr zu begegnen.  
Im Februar [[1907]] wandten sich Geschäftsleute und Hausbesitzer mit dem Wunsch, dass der Florianibrunnen wegkäme an den [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]]. Sie argumentierten, dass der Brunnen ein Verkehrshindernis darstelle und auch den Gaskandelabern, die für eine bessere Beleuchtung aufgestellt werden sollten, im Weg stünde. Der Brunnen wäre besser auf dem [[Universitätsplatz]] aufgestellt war der Vorschlag. Zu dieser Zeit wollte man Gassenverbreiterungen und Häuserdurchbrüche vornehmen, auch der geplanten „[[Gelbe Elektrische|Gelben Elektrischen]]“ (Straßenbahn) wäre er ein Hindernis.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19070709&query=%22Florianibrunnen%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 9. Juli 1907, Seite 6</ref>
Der Vorschlag fand also Unterstützer und den Sommer über gab es heftige Debatten. Im Juli sprach sich Gemeinderat [[Josef Schubauer]] laut Zeitungsberichten „entschieden dagegen aus, daß dieses Denkmal, ein Zeichen salzburgischen Bürgerstolzes und Bürgerfleißes, fallen soll“. Er beantragte, dass der Gemeinderat beschließen möge, dass der Florianibrunnen nicht entfernt werden dürfe und auf alle Fälle erhalten bleibe. Aber sein Antrag fand keine Mehrheit. In den Medien wurde das Vorhaben durchaus kritisiert. Ein Redakteur der „[[Salzburger Chronik]]“ zog Parallelen zum [[Inneres Linzertor|Linzer Tor]], das [[1894]] abgetragen worden war. „Ähnlich wird es auch beim Florianibrunnen sein. Der Brunnen kommt in die Rumpelkammer und wird verworfen. Das ist das Schicksal des Stadtbrunnens! Wo ist der Bürgerstolz?“
Erst im September änderte sich die Meinungslage. Konservator [[Karl Romstorfer]] sprach sich für den Erhalt des Brunnens aus und fand letztlich Gehör. Am [[17. September]] wurde im Gemeinderat beschlossen, „auf eine Entfernung des Brunnens nicht einzugehen und den Bestand desselben auch beim Baue der elektrischen Bahn zu sichern“.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19070917&query=%22Florianibrunnen%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 17. September 1907, Seite 4</ref> So passierte es dann auch. Der Brunnen blieb, die „Gelbe Elektrische“ fuhr ab [[1909]] durch die Salzburger Altstadt - ebenso wie immer mehr Autos. Erst [[1973]] wurde der Alte Markt wieder [[Fußgängerzone]].<ref>[https://www.sn.at/kolumne/geschaefte-und-geschichte/als-der-florianibrunnen-im-weg-stand-109468576 www.sn.at], 14. September 2021, ein Beitrag von Iris Burtscher</ref>


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==