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| | Franz Xaver Gatterer, Dr. med. und Stadt- und Landgerichts-Physikus der Herrschaft Kitzbühel, benutzte das Bad im Mai [[1753]]. Daraufhin wurde er von seinem Stein- und Griesleiden geheilt und empfahl die Quelle von Burgwies allen, die ein Nierenleiden oder einen Blasenstein hatten. | | Franz Xaver Gatterer, Dr. med. und Stadt- und Landgerichts-Physikus der Herrschaft Kitzbühel, benutzte das Bad im Mai [[1753]]. Daraufhin wurde er von seinem Stein- und Griesleiden geheilt und empfahl die Quelle von Burgwies allen, die ein Nierenleiden oder einen Blasenstein hatten. |
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| − | Die Originale beider Schriften waren Ende des [[19. Jahrhundert]]s im Besitz des damaligen Bademeisters und Eigentümer der Quellen Franz Egger.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710601&seite=1&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 1. Juni 1871, Seite 1</ref> | + | Die Originale beider Schriften waren Ende des [[19. Jahrhundert]]s im Besitz des damaligen Bademeisters und Eigentümer der Quellen Franz Egger.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710601&seite=1&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 1. Juni 1871, Seite 1</ref> |
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| | [[1836]] wurden die kalten Schwefelquelle von Burgwies infolge [[Salzachregulierung]] überflutet und konnte ab [[1857]] wieder benutzt werden. Dagegen wird [[1844]] auch berichtet, dass, "''Burgwies seit etwa zwanzig Jahren anfing besucht zu werden. Der Schwefel liegt rein auf den Steinen und sein Geruch verbreitet sich weit umher. ... Das Schwefelwasser wird vom Ursprung bis ins Badehaus etwa 100 Schritte weit in Röhren geleitet. Im Kessel wird des Badehauses wird es erwärmt.''" Eine Badeordnung und Verhaltensregeln von [[Frühgeschichte des Salzburger Medizinalwesens#Die Wundärzte|Wundarzt]] [[Joseph Lechner]] aus [[Mittersill]] wurde im Badehaus aufbewahrt. | | [[1836]] wurden die kalten Schwefelquelle von Burgwies infolge [[Salzachregulierung]] überflutet und konnte ab [[1857]] wieder benutzt werden. Dagegen wird [[1844]] auch berichtet, dass, "''Burgwies seit etwa zwanzig Jahren anfing besucht zu werden. Der Schwefel liegt rein auf den Steinen und sein Geruch verbreitet sich weit umher. ... Das Schwefelwasser wird vom Ursprung bis ins Badehaus etwa 100 Schritte weit in Röhren geleitet. Im Kessel wird des Badehauses wird es erwärmt.''" Eine Badeordnung und Verhaltensregeln von [[Frühgeschichte des Salzburger Medizinalwesens#Die Wundärzte|Wundarzt]] [[Joseph Lechner]] aus [[Mittersill]] wurde im Badehaus aufbewahrt. |
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| | [[1860]] wurde Burgwieser Schwefelwasser als ''klar, frisch, riecht nach Schwefelwasserstoff und hat am Ursprung eine Temperatur von 9° Réaumur (11,25 °C) bei 14° Réaumur Lufttemperatur (17,5 °C)'' beschrieben. | | [[1860]] wurde Burgwieser Schwefelwasser als ''klar, frisch, riecht nach Schwefelwasserstoff und hat am Ursprung eine Temperatur von 9° Réaumur (11,25 °C) bei 14° Réaumur Lufttemperatur (17,5 °C)'' beschrieben. |
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| − | Der Salzburger Landesgerichtschemiker Dr. [[Spängler]] analysierte das Wasser im Jahr [[1867]].<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=19010620&seite=10&zoom=23 ANNO], Dillinger* Reisezeitung, Ausgabe vom 20. Juni 1901, Seite 10</ref> | + | Der Salzburger Landesgerichtschemiker Dr. [[Spängler]] analysierte das Wasser im Jahr [[1867]].<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=19010620&seite=10&zoom=23 ANNO], Dillinger* Reisezeitung, Ausgabe vom 20. Juni 1901, Seite 10</ref> |
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| | Vor dem Badehaus stand der sogenannte Fieberbrunnen, ein Trinkbrunnen (Laufbrunnen), der mehr Eisen enthält, als andere Trinkbrunnen. Der Trinkbrunnen wurde in Verbindung mit den Schwefelbäder gebraucht. | | Vor dem Badehaus stand der sogenannte Fieberbrunnen, ein Trinkbrunnen (Laufbrunnen), der mehr Eisen enthält, als andere Trinkbrunnen. Der Trinkbrunnen wurde in Verbindung mit den Schwefelbäder gebraucht. |
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| | Diese beiden Quellen waren schon lange bekannt und genutzt. Die eine, ein stark riechende Quelle, enthält schwefelsauren Kalk, Magnesium und Chlorsalze. Sie wird als Badekur angewendet. Die andere war eine eisenhältige Quelle und führte den Namen "Gesund- und Fieberbrunnen". | | Diese beiden Quellen waren schon lange bekannt und genutzt. Die eine, ein stark riechende Quelle, enthält schwefelsauren Kalk, Magnesium und Chlorsalze. Sie wird als Badekur angewendet. Die andere war eine eisenhältige Quelle und führte den Namen "Gesund- und Fieberbrunnen". |
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| − | Beide Quellen wurden [[1868]] von Dr. [[Spängler]] aus Salzburg untersucht. Sein Resultat war: Das Schwefelwasser war klar, farblos, von mildem Geschmack, hepatischem Geruchs und neutraler Reaktion. Beim Stehen in geschlossenen Flaschen setzte es nach einigen Tagen einen teils weißlich gefärbten, pulverförmigen, teils bräunlichen flockigen Schlamm ab. Weitere chemische Details siehe Quelle <ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710523&query=%22Schwefelbad+Burgwies%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 23. Mai 1871, Seite 1</ref> | + | Beide Quellen wurden [[1868]] von Dr. [[Spängler]] aus Salzburg untersucht. Sein Resultat war: Das Schwefelwasser war klar, farblos, von mildem Geschmack, hepatischem Geruchs und neutraler Reaktion. Beim Stehen in geschlossenen Flaschen setzte es nach einigen Tagen einen teils weißlich gefärbten, pulverförmigen, teils bräunlichen flockigen Schlamm ab. Weitere chemische Details siehe Quelle <ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710523&query=%22Schwefelbad+Burgwies%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 23. Mai 1871, Seite 1</ref> |
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| | Das Wasser der zweiten eisenhältigen Quelle war gleichfalls klar, farblos, ohne Geruch, von schwach zusammenziehendem Geschmack und von neutraler Reaktion. Bei Stehen in geschlossenen Flaschen bildete es einen geringen, bräunlichen, flockigen Niederschlag. Die Wirkung dieser Quelle war eine das Gefäßsystem anregende, das Verdauungsorgan stärkende, die auflösende Wirkung des Schwefelwassers beschränkende. | | Das Wasser der zweiten eisenhältigen Quelle war gleichfalls klar, farblos, ohne Geruch, von schwach zusammenziehendem Geschmack und von neutraler Reaktion. Bei Stehen in geschlossenen Flaschen bildete es einen geringen, bräunlichen, flockigen Niederschlag. Die Wirkung dieser Quelle war eine das Gefäßsystem anregende, das Verdauungsorgan stärkende, die auflösende Wirkung des Schwefelwassers beschränkende. |
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| | Die Schwefelquelle half bei chronischen, hartnäckigen Hautkrankheiten, bei Krätzen, Flechten, Rhoriafis; bei Rheumatismus ohne Fieber, bei den verschiedensten Formen von Gicht, bei Gelenkssteifigkeiten, Kontrakturen u.s.w.; bei Stockungen im Pfortadersystem und Anschwellungen der Leber, der Milz, Hämorrhoidalbeschwerden; bei Störungen der Menstruation, bei Blutüberfüllung des Uterus; bei Stuhlverstopfungen, ferner bei Anschwellen und Verhärtung der Lymphdrüsen, der Blase, der Geschlechtsteile u.s.w. mit mäßiger Absonderung; bei Nervenkrankheiten, wenn die Ursache in der unterdrückten Hausausdünstung oder in Anschoppungen des Unterleibs zu finden war. | | Die Schwefelquelle half bei chronischen, hartnäckigen Hautkrankheiten, bei Krätzen, Flechten, Rhoriafis; bei Rheumatismus ohne Fieber, bei den verschiedensten Formen von Gicht, bei Gelenkssteifigkeiten, Kontrakturen u.s.w.; bei Stockungen im Pfortadersystem und Anschwellungen der Leber, der Milz, Hämorrhoidalbeschwerden; bei Störungen der Menstruation, bei Blutüberfüllung des Uterus; bei Stuhlverstopfungen, ferner bei Anschwellen und Verhärtung der Lymphdrüsen, der Blase, der Geschlechtsteile u.s.w. mit mäßiger Absonderung; bei Nervenkrankheiten, wenn die Ursache in der unterdrückten Hausausdünstung oder in Anschoppungen des Unterleibs zu finden war. |
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| − | Die eisenhältige Quelle war wegen ihres Gehalts an freier Kohlensäure und an Eisen bemerkenswert. Sie wurde angewendet bei Schwäche oder Erschlaffung des Magens und Darmkanals, bei Appetitmangel, Blähungen, chronischer Diarrhöe; bei chronischen Katarrhen der Atmungsorgane und des Geschlechtssystems, bei Husten, Heiserkeit, weißem Fluße, Blasenkatarrh; bei Bleichsucht, bei unregelmäßigem oder sparsamen Monatsfluss, bei Strosulose und Rachitis;<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710530&seite=1&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 30. Mai 1871, Seite 1</ref> | + | Die eisenhältige Quelle war wegen ihres Gehalts an freier Kohlensäure und an Eisen bemerkenswert. Sie wurde angewendet bei Schwäche oder Erschlaffung des Magens und Darmkanals, bei Appetitmangel, Blähungen, chronischer Diarrhöe; bei chronischen Katarrhen der Atmungsorgane und des Geschlechtssystems, bei Husten, Heiserkeit, weißem Fluße, Blasenkatarrh; bei Bleichsucht, bei unregelmäßigem oder sparsamen Monatsfluss, bei Strosulose und Rachitis;<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710530&seite=1&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 30. Mai 1871, Seite 1</ref> |
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| | === Besitzverhältnisse === | | === Besitzverhältnisse === |