Gustav Adolf Zinke: Unterschied zwischen den Versionen

He12lios (Diskussion | Beiträge)
K Textersetzung - „Kategorie:Böhmen“ durch „Kategorie:Tschechien Kategorie:Böhmen
 
(12 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Gustav Adolf Zinke''' (* [[17. November]] [[1854]] in Pardubice, Tschechien; † [[23. November]] [[1931]] in [[Salzburg]] war ein böhmischer Geiger und Musikpädagoge.
[[Bild:Gustav_Adolf_Zinke.jpg|thumb|Gustav Adolf Zinke]]
[[Datei:Zinke sen. vor Klavier.jpg|thumb|Gustav Adolf Zinke an seinem Klavier]]
'''Gustav Adolf Zinke''' (* [[17. November]] [[1854]] in Pardubitz, tschechisch ''Pardubice'' [[Böhmen]]; † [[23. November]] [[1931]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein böhmischer Geiger und Musikpädagoge.


== Leben ==
== Leben ==
Gustav Adolf Zinke wurde als Sohn des k. u. k. Militärkapellmeisters Franz Josef Zinke geboren. Seinen ersten Geigenunterricht erhielt er mit acht Jahren. [[1867]] kam er an das Prager Konservatorium, wo er bis [[1873]] bei Anton Bennewitz Violine und bei Josef Krejčí Musiktheorie studierte. Nach Beendigung seines Studiums ging er nach Brünn, wo er von [[1873]] bis [[1881]] am dortigen Stadttheater als Konzertmeister tätig war. Im selben Jahr wurde er von [[Josef Friedrich Hummel]] als Konzertmeister und Violin-Ausbildungslehrer an das [[Mozarteum]] in [[Salzburg]] verpflichtet. Er war somit der erste Konzertmeister des Orchesters der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]]. [[1887]] gründete er das Mozarteum-Quartett, in dem er in den fünfzehn Jahren des Bestehens die wesentlichsten Werke der klassischen und romantischen Literatur aufführte. Einen [[1895]] erfolgten Ruf an das Prager Konservatorium durch seinen früheren Lehrer Bennewitz nahm er nicht an. Stattdessen blieb er bis zu seiner Pensionierung am [[30. Juni]] [[1922]] am Mozarteum. Er starb am [[23. November]] [[1931]]. Begraben ist er am Salzburger [[Kommunalfriedhof]].
Gustav Adolf Zinke wurde als Sohn des k. u. k. Militärkapellmeisters Franz Josef Zinke geboren. Seinen ersten Geigenunterricht erhielt er mit acht Jahren. [[1867]] kam er an das Prager Konservatorium, wo er bis [[1873]] bei Anton Bennewitz Violine und bei Josef Krejčí Musiktheorie studierte. Nach Beendigung seines Studiums ging er nach Brünn, wo er von [[1873]] bis [[1881]] am dortigen Stadttheater als Konzertmeister tätig war. Im selben Jahr wurde er von [[Josef Friedrich Hummel]] als Konzertmeister und Violin-Ausbildungslehrer an das [[Mozarteum]] in der [[Stadt Salzburg]] verpflichtet. Er war somit der erste Konzertmeister des Orchesters der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]]. [[1887]] gründete er das Mozarteum-Quartett, in dem er in den fünfzehn Jahren des Bestehens die wesentlichsten Werke der klassischen und romantischen Literatur aufführte. Einen [[1895]] erfolgten Ruf an das Prager Konservatorium durch seinen früheren Lehrer Bennewitz nahm er nicht an. Stattdessen blieb er bis zu seiner Pensionierung am [[30. Juni]] [[1922]] am Mozarteum. Er starb am [[23. November]] [[1931]]. Begraben ist er am Salzburger [[Kommunalfriedhof]].


Zinke galt als hervorragender Solist, Kammermusiker und Pädagoge. Zwischen [[1877]] und [[1881]] trat er in Brünn gemeinsam mit Leoš Janaček in Kammerkonzerten auf. In Salzburg wirkte er in über hundert Konzerten des [[Mozarteum Orchester]]s unter der Leitung [[Josef Friedrich Hummel]]s mit, häufig auch als Solist.
Zinke galt als hervorragender Solist, Kammermusiker und Pädagoge. Zwischen [[1877]] und [[1881]] trat er in Brünn gemeinsam mit Leoš Janaček in Kammerkonzerten auf. In Salzburg wirkte er in über hundert Konzerten des [[Mozarteum Orchester]]s unter der Leitung [[Josef Friedrich Hummel]]s mit, häufig auch als Solist.


Zinke war Leiter des Schülerorchesters des Mozarteums, von [[1886]] bis [[1917]] Mitglied des Orchesters des Dommusikvereins, Mitglied der [[Salzburger Liedertafel]] und Lehrer an der [[Lehrerbildungsanstalt]].
Zinke war Leiter des Schülerorchesters des Mozarteums, von [[1886]] bis [[1917]] Mitglied des Orchesters des [[Dommusikverein und Mozarteum|Dommusikvereins]], Mitglied der [[Salzburger Liedertafel]] und Lehrer an der [[Lehrerbildungsanstalt]].


Zu seinen Schülern zählten [[Carmen Polacco-Ziffer]], [[Viktor Keldorfer]], [[Ludwig Möchel]] und [[Ernst Sompek]].
Zu seinen Schülern zählten [[Carmen Polacco-Ziffer]], [[Viktor Keldorfer]], [[Ludwig Möchel]] und [[Ernst Sompek]].


[[1910]] erhielt er das goldene Verdienstkreuz mit der Krone, [[1914]] den Titel Professor.
Sein Sohn Dr. [[Gustav Zinke]] (* [[1885]]; † [[1954]]) war ein anerkannter Geowissenschafter und Pädagoge.


Sein Sohn Dr. [[Gustav Zinke]] (* [[1885]], † [[1954]]) war ein anerkannter Geowissenschafter und Pädagoge.
== Auszeichnungen ==
[[1910]] erhielt er das goldene Verdienstkreuz mit der Krone, [[1914]] den Titel ''[[Professor]]''.


== Werke ==
== Werke ==
Zeile 18: Zeile 21:


== Quellen ==
== Quellen ==
 
* Josef Schröcksnadel ''Salzburgs musikalische Botschafter: Das Mozarteum-Orchester'', Verlag Alfred Winter
* Josef Schröcksnadel ''SALZBURGS MUSIKALISCHE BOTSCHAFTER Das Mozarteum-Orchester'', Verlag Alfred Winter
* Karl Wagner ''Das Mozarteum: Geschichte und Entwicklung einer kulturellen Institution'', Edition Helbling, Innsbruck
* Karl Wagner ''DAS MOZARTEUM Geschichte und Entwicklung einer kulturellen Institution'', Edition Helbling, Innsbruck
* [[Salzburger Volksblatt]] vom 24.11.1931 (Nachruf von Dr. [[Bernhard Paumgartner]])
 
* Salzburger Volksblatt vom 24.11.1931 (Nachruf von Dr. Bernhard Paumgartner)
* Josef Schröcksnadel ''Verein der Freunde des Mozarteum Orchesters Salzburg'', Nachrichten Nr. 26, April 1995
* Josef Schröcksnadel ''Verein der Freunde des Mozarteum Orchesters Salzburg'', Nachrichten Nr. 26, April 1995
* Erich H. Müller ''Deutsches Musiker-Lexikon'', Wilhelm Limpert-Verlag, Dresden 1929
* Erich H. Müller ''Deutsches Musiker-Lexikon'', Wilhelm Limpert-Verlag, Dresden 1929
* Walter Hummel ''Chronik der Internationalen Stiftung Mozarteum'', 41. Jahresbericht, Salzburg 1951
* Walter Hummel ''Chronik der Internationalen Stiftung Mozarteum'', 41. Jahresbericht, Salzburg 1951


{{SORTIERUNG:Zinke, Gustav Adolf}}
[[Kategorie:Künstler|Zinke, Gustav Adolf]]
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Person (Kunst)]]
[[Kategorie:Musikpädagoge]]
[[Kategorie:Bildung]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Lehrer]]
[[Kategorie:Person (Musik)]]
[[Kategorie:Zuagroaste]]
[[Kategorie:Tschechien]]
[[Kategorie:Böhmen]]