Pfarrkirche zum hl. Martin Thalgau: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:kirche_thalgau.jpg|thumb|Pfarrkirche Thalgau]]
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[[Datei:Pfarrkirche Thalgau DSC 0083.JPG|thumb|Kirchenansicht von Süden.]]
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[[Datei:Neuer Altar Panoramaaufnahme.jpg|mini|Neuer Volksaltar ab 2021.]]
Die '''Pfarrkirche zum hl. Martin''' in [[Thalgau]] ist die Pfarrkirche der [[Pfarre Thalgau]].
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Die '''Pfarrkirche zum hl. Martin''' in [[Thalgau]] ist die Pfarrkirche der katholischen [[Pfarre Thalgau]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Thalgau|denkmalgeschützten Objekten]] der Marktgemeinde.  
  
== Information ==
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== Patrozinium ==
Die Kirche geht auf das [[8. Jahrhundert]] zurück.
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Das [[Patrozinium]] wird am [[Martinitag]], dem [[11. November]], gefeiert.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 276.</ref>
  
Der [[Bayernherzöge in Salzburg|Bayernherzog]] [[Theodebert]] hat um [[730]] ''Thalgau, ein Ort, der keine Kirche hat'', der Kirche von [[Salzburg]] geschenkt.
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== Geschichte ==
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Die Pfarrkirche ist dem [[Martinitag|heiligen Martin]], Bischof von Tours, [[Frankreich]], geweiht und hatte an dieser Stelle sieben Vorgängerkirchen - ihre Spuren bis zur frühesten Kirche aus dem [[8. Jahrhundert]] wurden bei Grabungen gefunden.
  
Die Pfarrkirche ist dem [[Martinitag|heiligen Martin]], Bischof von Tours, [[Frankreich]], geweiht und hatte an dieser Stelle sieben Vorgängerkirchen - ihre Spuren bis zur frühesten Kirche aus dem [[8. Jahrhundert]] wurden bei Grabungen gefunden.
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Die Weihe der ersten Kirche erfolgte etwas nach dem Jahr [[700]]. Der [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Theodebert]] hat um [[730]] ''Thalgau, ein Ort, der keine Kirche hat'', der Kirche von der [[Stadt Salzburg]] geschenkt. Verbürgt ist die Weihe einer romanischen Kirche am [[17. Mai]] [[1182]] durch [[Erzbischof]] [[Konrad III. von Wittelsbach]]; eine neue [[Gotik|gotische]] Kirche wurde [[1492]] errichtet.
  
Die heutige [[Barock|barocke]] Hallenkirche wurde in den Jahren [[1745]] bis [[1755]] erbaut und hat im Wesentlichen noch die barocke Einrichtung. [[Tobias Kendler]] war der Baumeister, [[Sebastian Eberl]] der Bildhauer, [[Benedikt Werkstätter]] der Maler. Der Unterbau des Turmes mit seinen Eingängen unter und auf der Empore sowie das Taufbecken stammen aus der [[Gotik|gotischen]] Zeit.
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Die heutige [[barock]]e Hallenkirche wurde in den Jahren [[1745]] bis [[1755]] erbaut und hat im Wesentlichen noch die barocke Einrichtung. [[Tobias Kendler]] war der Baumeister, [[Sebastian Eberl]] der Bildhauer, [[Benedikt Werkstätter]] der Maler. Der Unterbau des Turmes mit seinen Eingängen unter und auf der Empore sowie das Taufbecken stammen aus der [[Gotik|gotischen]] Zeit.
  
==Neugestaltung des Marktplatzes==
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Im Jahr [[2021]] wurde der Volksaltar umgebaut. Dabei wurde das Speisgitter entfernt und ein neuer Altartisch sowie ein neuer Ambo aus Marmor nach einem Entwurf von Architekt Fritz Schuh eingebaut. Dies führte zu einer Vergrößerung der Altarfläche, wobei die Altarstufen nach vorne versetzt wurden. Sehr wesentlich war dabei der Wunsch, die frühere Abgrenzung von Altarraum und Kirchenraum zu beseitigen.  
Im Jahr [[2016]] erfolgte eine Neugestaltung des [[Marktplatz (Thalgau)|Marktplatzes]] von Thalgau, damit erfuhr auch die nördliche Außenansicht der Pfarrkirche Thalgau eine wesentliche Veränderung.
 
  
==Bildergalerie==
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== Orgel ==
'''Außenaufnahmen'''
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[[Datei:Thalgau 012.JPG|mini|Orgelgehäuse von [[Sebastian Eberl]] 1755.]]
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[[Datei:Kanzel in Thalgau.jpg|mini|Predigtstuhl]]
Datei:Dekanatspfarrkirche Thalgau mit dem im Süden vorgelagerten Friedhof.jpg|Dekanatspfarrkirche Thalgau mit dem im Süden vorgelagerten Friedhof
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[[Datei:Pfarrkirche Thalgau, Chorseite.JPG|thumb|Volks und Musikempore.]]
Datei:DSC05236.JPG|Dekanatspfarrkirche Thalgau mit dem neuen Friedhof
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[[Datei:Missionskreuz bei der Pfarrkirche Thalgau.jpg|mini|Missionskreuz]]
Datei:Pfarkirche Thalgau mit Friedhof, Ansicht aus Südost.JPG| Pfarrkirche Thalgau mit Friedhof von Südost
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1750 schuf [[Orgelmacher]] ''[[Johann Rochus Egedacher|Rochus Egedacher]]'' die Orgel mit neun Registern, das erhaltene Gehäuse stellte ''Sebastian Eberl'' 1755 fertig.<ref>''Orgel: Reich verziertes, großes, dreiteiliges Gehäuse. In der Mitte ist eine Uhr mit großem, rundem Zifferblatt eingebaut. An den vier Pilastern stehen auf Voluten vier Putten, zwei singend, zwei geigend. Auf dem in der Mitte rundbogig aufgebogenen Gesimse thronen König David mit der Harfe und zwei Engel mit Posaunen. Alle Figuren Holz, neu polychromiert, gute Arbeiten des Sebastian Eberl in Neumarkt, 1755. Reiche Verzierungen mit vergoldeten, geschnitzten Ranken, an den Seiten vergoldete Rocaillen''. In: ''Österreichische Kunsttopographie 10'': Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg; 1. Band: Gerichtsbezirk Salzburg (ÖKT 10/1), hg. vom Kunsthistorischen Institute der k.k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Wien 1913, S. 237.</ref> 1886/87 wurde das Instrument von [[Hans Mauracher]] gravierend verändert, 1908 baute sie [[Johann Josef Mertel|Hans Mertel]] um, wobei er eine neue ''Gamba 8' '' einbaute und bei einzelnen Pfeifen Vorder- und Seitenbärte anbrachte. Außerdem fügte er pneumatisch einen ''Oktavbass 8' '' hinzu. Die zinnernen Prospektpfeifen mussten im 1. Weltkrieg nicht [[Orgelmacher#Ablieferung zinnerner Pfeifen für die Rüstungsindustrie 1917/18|abgeliefert]] werden.<ref>Schmeißner, Roman: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau''. Diplomarbeit: [[Pädagogische Hochschule Salzburg|Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg]] 1982, S. 35–41.</ref> 1986 wurde die Orgel von ''Orgelbau M. Walcker-Mayer'' aus Guntramsdorf auf 22 Register erweitert und der Spieltisch Hans Maurachers zugunsten eines Spielschrankes entfernt, ein Umbau, der den Eindruck der Uneinheitlichkeit des Instruments nicht behob, sondern verstärkte.
Datei:Friedhofskreuz in Thalgau.jpg|Friedhofskreuz in Thalgau
 
Datei:Pfarrkirche Thalgau mit Schoberblick.jpg|Pfarrkirche Thalgau mit Blick zum Schober
 
Datei:Kirchenvorplatz mit dem Kriegerdenkmal (bis 2016),.jpg|Kirchenvorplatz mit dem Kriegerdenkmal (Standort bis 2016)
 
Datei:Zentrumsbild.JPG|Marktplatz mit Kirche
 
Datei:Thalgau 017.jpg|Thalgauer Friedhof mit Schoberansicht
 
Datei:Sonntagsblick 045 B.jpg|Thalgaus Türme; im Vordergrund der Turm der Kreuzkapelle beim Dechanthof, dahinter die Pfarrkirche
 
Datei:Thalgaus türme.jpg|Thalgaus Türme nach der Renovierung der Kreuzkapelle beim Dechanthof
 
Datei:Noch einmal winterlich.jpg|Thalgaus Türme im Winter
 
Datei:Dekanatspfarrkirche Thalgau und Dechanthof mit Kreuzkapelle.jpg|Dekanatspfarrkirche Thalgau und Dechanthof mit Kreuzkapelle
 
Datei:Pfarrkirche Thalgau mit Pfarrhof.jpg|Pfarrkirche mit Pfarrhof
 
Datei:Pfarrkirche Thalgau, Nordostansicht.jpg|Pfarrkirche Thalgau, Nordostansicht
 
Datei:Ratschengruppe Karfreitag 2015 in Thalgau.jpg|Ratschengruppe Karfreitag 2015 in Thalgau
 
Datei:Vereine in der Pfarrhofallee.jpg|Pfarrbesuch durch EB Dr. [[Franz Lackner]] in Thalgau, die dazu versammelten Thalgauer Vereine in der [[Pfarrhofallee (Thalgau)|Pfarrhofallee]]
 
Datei:P1030530.JPG|Pfarrkirche Thalgau, Adventbeleuchtung
 
Datei:P1030521.JPG| Pfarrkirche Thalgau, Adventbeleuchtung 2009
 
Datei:Mettennnacht.jpg|Pfarrkirche Thalgau und Friedhof zu Weihachten 2013
 
Datei:Gratulation zum diamantenen Priesterjubiläum (60J.) von Franz Weikinger im Juli 2015 in Thalgau.JPG|Gratulation zum diamantenen Priesterjubiläum Dechant Weikingers, 2015
 
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'''Innenaufnahmen '''
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=== Aktuelle Disposition ===
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Datei:Faksimilie von der Pfarrerhebung Thalgaus im Jahre 1182.jpg|Faksimilie von der Pfarrerhebung Thalgaus im Jahre 1182
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| style="vertical-align:top" |
Datei:Img089.jpg|archäologische Grabungen von 1979 in der Pfarrkirche zum hl. Martin in Thalgau
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Datei:Festgottesdienst.jpg|abendlicher Festgottesdienst in der Pfarrkirche Thalgau, 2010
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|colspan="4"| '''I Hauptwerk''' C–f<sup>3</sup>
Datei:Gedenkgottesdienst der Flachgauer Heimatvereine am 10.1.2016.jpg|Gedenkgottesdienst der Flachgauer Heimatvereine am 10.1.2016
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Datei:Pfarrkirche Thalgau, Hauptaltar.jpg|Pfarrkirche Thalgau, Hauptaltar
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Datei:Thalgau 008.jpg| Altaransicht von rechts
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| 1. ||Bordun ||16'
Datei:Pfarrkirche Thalgau, von der Empore.jpg|Pfarrkirche Thalgau, von der Empore
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Datei:Marienaltar in der Pfarrkirche Thalgau.jpg|Marienaltar in der Pfarrkirche Thalgau im Mai 2013
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| 2. ||Prinzipal ||8'
Datei:Pfarrkirche Thalgau, Chorseite.JPG|Pfarrkirche Thalgau, Chorseite mit Empore
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Datei:Taufbecken 009.jpg|Taufbecken
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| 3. ||Gedact ||8'
Datei:Krippe in der Pfarrkirche Thalgau mit Ankunft der Hl drei Könige.jpg|Krippe in der Pfarrkirche Thalgau mit Szene "Ankunft der Weisen aus dem Morgenland"
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Datei:Thalgauer Kirchenkrippe, Detail.jpg|Thalgauer Kirchenkrippe, Detail
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| 4. ||Octav ||4'
Datei:Thalgauer Madonna im Andachtsraum.JPG|Thalgauer Madonna im Andachtsraum
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Datei:Taufbrunnen u. Altar.jpg|Blick vom Taufbrunnen zum Altar
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| 5. ||Salicional ||8'
Datei:Missionskreuz bei der Pfarrkirche Thalgau.jpg|das in Jahr 2011 neu renovierte Missionskreuz an der Nordseite der Pfarrkirche Thalgau
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Datei:Orgel in der Pfarrkirche Thalgau.jpg|Orgel in der Pfarrkirche Thalgau
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| 6. ||Quinte ||2 ⅔'
Datei:DSC01531.JPG|Darstellung des König David auf der Orgel in der Pfarrkirche Thalgau
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Datei:Linker Seitenaltar.jpg|Linker Seitenaltar
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Datei:Muttergottesstatue B.jpg|Muttergottesstatue beim linken Seitenaltar
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Datei:Rechter Seitenaltar.jpg|Rechter Seitenaltar
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Datei:Skapulierbild in der Pfarrkirche Thalgau.jpg|Rechter Seitenaltar, Detailaufnahme:Skapulierbild
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Datei:Kanzel in Thalgau.jpg|Kanzel in der Pfarrkirche Thalgau.
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==Weblink==
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=== Disposition 1908–1986 ===
* [http://www.kirchen.net/pfarre-thalgau/ Homepage der Pfarre Thalgau]
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* ''Koppeln:'' II/I, I/P, II/P
  
==Quellen==
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== Weblink ==
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* [http://www.kirchen.net/pfarre-thalgau/ Homepage der Pfarre Thalgau]
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== Quellen ==
 
* Thalgauer Heimatbuch und Homepage der Pfarre Thalgau
 
* Thalgauer Heimatbuch und Homepage der Pfarre Thalgau
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* [[Roman Schmeißner]]: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau''. Diplomarbeit: [[Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig|Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg]] 1982.
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== Einzelnachweise und Anmerkung ==
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<references />
  
 
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Aktuelle Version vom 5. März 2022, 19:15 Uhr

Innenansicht (2021)
Kirchenansicht von Süden.
Neuer Volksaltar ab 2021.

Die Pfarrkirche zum hl. Martin in Thalgau ist die Pfarrkirche der katholischen Pfarre Thalgau. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten der Marktgemeinde.

Patrozinium

Das Patrozinium wird am Martinitag, dem 11. November, gefeiert.[1]

Geschichte

Die Pfarrkirche ist dem heiligen Martin, Bischof von Tours, Frankreich, geweiht und hatte an dieser Stelle sieben Vorgängerkirchen - ihre Spuren bis zur frühesten Kirche aus dem 8. Jahrhundert wurden bei Grabungen gefunden.

Die Weihe der ersten Kirche erfolgte etwas nach dem Jahr 700. Der Baiernherzog Theodebert hat um 730 Thalgau, ein Ort, der keine Kirche hat, der Kirche von der Stadt Salzburg geschenkt. Verbürgt ist die Weihe einer romanischen Kirche am 17. Mai 1182 durch Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach; eine neue gotische Kirche wurde 1492 errichtet.

Die heutige barocke Hallenkirche wurde in den Jahren 1745 bis 1755 erbaut und hat im Wesentlichen noch die barocke Einrichtung. Tobias Kendler war der Baumeister, Sebastian Eberl der Bildhauer, Benedikt Werkstätter der Maler. Der Unterbau des Turmes mit seinen Eingängen unter und auf der Empore sowie das Taufbecken stammen aus der gotischen Zeit.

Im Jahr 2021 wurde der Volksaltar umgebaut. Dabei wurde das Speisgitter entfernt und ein neuer Altartisch sowie ein neuer Ambo aus Marmor nach einem Entwurf von Architekt Fritz Schuh eingebaut. Dies führte zu einer Vergrößerung der Altarfläche, wobei die Altarstufen nach vorne versetzt wurden. Sehr wesentlich war dabei der Wunsch, die frühere Abgrenzung von Altarraum und Kirchenraum zu beseitigen.

Orgel

Orgelgehäuse von Sebastian Eberl 1755.
Predigtstuhl
Volks und Musikempore.
Missionskreuz

1750 schuf Orgelmacher Rochus Egedacher die Orgel mit neun Registern, das erhaltene Gehäuse stellte Sebastian Eberl 1755 fertig.[2] 1886/87 wurde das Instrument von Hans Mauracher gravierend verändert, 1908 baute sie Hans Mertel um, wobei er eine neue Gamba 8' einbaute und bei einzelnen Pfeifen Vorder- und Seitenbärte anbrachte. Außerdem fügte er pneumatisch einen Oktavbass 8' hinzu. Die zinnernen Prospektpfeifen mussten im 1. Weltkrieg nicht abgeliefert werden.[3] 1986 wurde die Orgel von Orgelbau M. Walcker-Mayer aus Guntramsdorf auf 22 Register erweitert und der Spieltisch Hans Maurachers zugunsten eines Spielschrankes entfernt, ein Umbau, der den Eindruck der Uneinheitlichkeit des Instruments nicht behob, sondern verstärkte.

Aktuelle Disposition

I Hauptwerk C–f3
1. Bordun 16'
2. Prinzipal 8'
3. Gedact 8'
4. Octav 4'
5. Salicional 8'
6. Quinte 2 ⅔'
7. Flöte 4'
8. Superoktav 2'
9. Trompete 8'
10. Mixtur 3-4f.
II Manual C–f3
11. Geigenprinzipal 8'
12. Philomela 8'
13. Dolce-Flöte 4'
14. Æoline 8'
15. Waldflöte 2'
16. Principal 4'
17. Scharff 3f.
Pedalwerk C–d1
18. Subbass 16'
19. Violon 16'
20. Oktavbass 8'[4]
21. Choralbass 4'
22. Posaune 16'

Disposition 1908–1986

I Hauptwerk C–f3
1. Bordun 16’
2. Prinzipal 8'
3. Gedact 8'
4. Salicional 8’
5. Octav 4'
6. Flöte 4‘
7. Superoktav 2'
8. Mixtur 1 ⅓’
9. Trompete 8'
II Manual C–f3
10. Geigenprinzipal 8'
11. Philomela 8'
12. Æoline 8'
13. Prästant 4'
14. Dolzeflöte 4'
Pedalwerk C–d1
15. Violon 16'
16. Subbass 8'
17. Oktavbass 8'
  • Koppeln: II/I, I/P, II/P

Bilder

 Pfarrkirche zum hl. Martin Thalgau – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

Quellen

Einzelnachweise und Anmerkung

  1. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 276.
  2. Orgel: Reich verziertes, großes, dreiteiliges Gehäuse. In der Mitte ist eine Uhr mit großem, rundem Zifferblatt eingebaut. An den vier Pilastern stehen auf Voluten vier Putten, zwei singend, zwei geigend. Auf dem in der Mitte rundbogig aufgebogenen Gesimse thronen König David mit der Harfe und zwei Engel mit Posaunen. Alle Figuren Holz, neu polychromiert, gute Arbeiten des Sebastian Eberl in Neumarkt, 1755. Reiche Verzierungen mit vergoldeten, geschnitzten Ranken, an den Seiten vergoldete Rocaillen. In: Österreichische Kunsttopographie 10: Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg; 1. Band: Gerichtsbezirk Salzburg (ÖKT 10/1), hg. vom Kunsthistorischen Institute der k.k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Wien 1913, S. 237.
  3. Schmeißner, Roman: Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau. Diplomarbeit: Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg 1982, S. 35–41.
  4. Bei einer Überholung der Orgel durch Hans Mertel zwischen 19. und 29. Oktober 1908 pneumatisch hinzugefügt.