Peking - Paris im Automobil: Unterschied zwischen den Versionen
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1907 fand die wohl abenteuerlichste Rallye der Frühgeschichte des Automobils, die Rallye '''Peking - Paris im Automobil''' statt. | [[File:Peking to Paris 1907.PNG|thumb|Übersichtskarte der Strecke.]] | ||
[[File:1907 Itala - being pulled - Project Gutenberg etext 17432.jpg|thumb|Das Fahrzeug des Siegers, ein Itala, 1907.]] | |||
[[Datei:Grossglockner Automobilismus 11.jpg|thumb|Der Citroën Rosalie 8A, Baujahr 1934, der beiden [[Seekirchen|Seekirchner]] Thomas Weichenberger und Gernot Woerle, die mit diesem Fahrzeug 2010 bei einer nostalgischer Fahrt "Peking - Paris im Automobil" teilnahmen (in der Dauerausstellung [[125 Jahre Automobilismus]] an der [[Großglockner Hochalpenstraße]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] im [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe|Besucherzentrum]]).]] | |||
[[Datei:Automobilausstellung 100 Jahre Citroen 01.jpg|thumb|Das Fahrzeug der Seekirchner 2019 bei der Sonderausstellung [[100 Jahre Citroën Ausstellung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe|100 Jahre Citroën]].]] | |||
[[1907]] fand die wohl abenteuerlichste Rallye der Frühgeschichte des Automobils, die Rallye '''Peking - Paris im Automobil''' statt. | |||
== Geschichte== | == Geschichte == | ||
16 | 16 000 Kilometer durch teils unbekanntes Terrain, davon 12 000 Kilometer nicht befestigter Straßen, der ''Raid Peking Paris'' war eine Herausforderung an Mensch und Material und diente als Verkaufshilfe: einzig das Durchkommen (und Gewinnen) versprach den damaligen Automobilherstellern höchste Anerkennung und Verkaufszahlen. | ||
Ausgeschrieben war die Rallye von der Pariser Zeitung ''Le Matin''<ref>wie überhaupt um 1900 viele Zeitungen treibende Kraft von Ereignissen waren, wie auch zum Beispiel der Überquerung des Ärmelkanals im Flugzeug</ref>. Schon alleine die kurze Vorbereitungszeit schien unmöglich: die Ausschreibung von ''Le Matin'' erschien am 15. Februar 1907, die Annahme der Herausforderung musste bis spätestens 10. Juni des gleichen Jahres erfolgen. Das war aber auch schon gleichzeitig der Start in Peking! Die einzige Teilnahmebedingungen war die Bezahlung von 2.000 Franken (französische Francs), die jedoch jeder Startende in Peking wieder zurück erhalten sollte (also eine Art Kaution für die Teilnahme, siehe weiter unten). | Ausgeschrieben war die Rallye von der Pariser Zeitung ''Le Matin''<ref>wie überhaupt um 1900 viele Zeitungen treibende Kraft von Ereignissen waren, wie auch zum Beispiel der Überquerung des Ärmelkanals im Flugzeug</ref>. Schon alleine die kurze Vorbereitungszeit schien unmöglich: die Ausschreibung von ''Le Matin'' erschien am [[15. Februar]] 1907, die Annahme der Herausforderung musste bis spätestens 10. Juni des gleichen Jahres erfolgen. Das war aber auch schon gleichzeitig der Start in Peking! Die einzige Teilnahmebedingungen war die Bezahlung von 2.000 Franken (französische Francs), die jedoch jeder Startende in Peking wieder zurück erhalten sollte (also eine Art Kaution für die Teilnahme, siehe weiter unten). | ||
Das für die Fahrt der Teilnehmer notwendige Öl und Benzin für Peking bis in die Mongolei wurde von Shanghai geliefert. Sibirien und Russland sollte von der Petersburger Firma Robel aus beliefert werden. Benötigt wurden pro Fahrzeug und Tag rund 300 Kilo Benzin und 100 Kilo Öl - damit konnte ein Fahrzeug rund 1000 Kilometer zurück legen. | Das für die Fahrt der Teilnehmer notwendige Öl und Benzin für Peking bis in die Mongolei wurde von Shanghai geliefert. Sibirien und Russland sollte von der Petersburger Firma Robel aus beliefert werden. Benötigt wurden pro Fahrzeug und Tag rund 300 Kilo Benzin und 100 Kilo Öl - damit konnte ein Fahrzeug rund 1000 Kilometer zurück legen. | ||
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Zwei [[Seekirchen|Seekirchner]], Thomas Weichenberger und Gernot Woerle, starteten mit ihrem Citroën Rosalie 8A, Baujahr 1934, 2010 an einer nostalgischen Erinnerungsrallye an diese 1907 stattgefundenen Veranstaltung, dessen Hauptpreis jetzt wie damals eine Flasche Champagner sein wird. | Zwei [[Seekirchen|Seekirchner]], Thomas Weichenberger und Gernot Woerle, starteten mit ihrem Citroën Rosalie 8A, Baujahr 1934, 2010 an einer nostalgischen Erinnerungsrallye an diese 1907 stattgefundenen Veranstaltung, dessen Hauptpreis jetzt wie damals eine Flasche Champagner sein wird. | ||
Diese Rallye | Diese Rallye fand vom [[10. September]] bis [[16. Oktober]] [[2010]] statt und führte über 14 360 Kilometer. Der Citroën Vierzylinder-Motor mit 1 450 cm³ leistet 32 PS und verbraucht auf 100 Kilometer bis zu 40 Liter Treibstoff. | ||
Dieses Fahrzeug war zur der Eröffnung der Dauerausstellung [[125 Jahre Automobilismus]] - die Erfolgsgeschichte des Automobils, Ausstellung auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] an der [[Großglockner Hochalpenstraße]] gekommen und dann in der Sonderausstellung 2019 [[100 Jahre Citroën Ausstellung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe|100 Jahre Citroën]] auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zu sehen gewesen. | |||
==Weblinks== | |||
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Peking_nach_Paris Wikipedia. Peking - Paris im Automobil] | |||
* [https://www.pekingparis.com/ die Homepage des aktuellen Revivals] | |||
* [https://www.reflektion.info/html/1247_251006_1_pp-his.html www.reflektion.info mit einigen Bildern] | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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* Original "Rennbericht", Buch ''Peking - Paris im Automobil'', Ausgabe Weihnachten 1907, Autor Luigi Barzini mit einem Vorwort des damaligen Gewinners, Fürst Scipione Borghese, erschienen in F. A. Brockhaus, Leipzig | * Original "Rennbericht", Buch ''Peking - Paris im Automobil'', Ausgabe Weihnachten 1907, Autor Luigi Barzini mit einem Vorwort des damaligen Gewinners, Fürst Scipione Borghese, erschienen in F. A. Brockhaus, Leipzig | ||
== | ==Einzelnachweise== | ||
<references/> | <references/> | ||
[[Kategorie:Motorsport]] | [[Kategorie:Motorsport]] | ||
[[Kategorie:Motorsport (Geschichte)]] | [[Kategorie:Motorsport (Geschichte)]] | ||