| | "Uns ist wichtig, dass die Eltern unser Konzept mittragen und dass alle Kinder zu uns kommen wollen", sagt Wasserbauer. Zuletzt hätten rund zehn Eltern angefragt, die ausschließlich wegen Bedenken gegen die [[Corona]]-Maßnahmen einen Platz wollten. Ihnen habe man abgesagt. "Wir werden uns an alle vorgeschriebenen Maßnahmen halten." | | "Uns ist wichtig, dass die Eltern unser Konzept mittragen und dass alle Kinder zu uns kommen wollen", sagt Wasserbauer. Zuletzt hätten rund zehn Eltern angefragt, die ausschließlich wegen Bedenken gegen die [[Corona]]-Maßnahmen einen Platz wollten. Ihnen habe man abgesagt. "Wir werden uns an alle vorgeschriebenen Maßnahmen halten." |
| − | Nicht nur räumlich, auch pädagogisch unterscheidet sich die Schule elementar von Schulen, in denen nach den Lehrplänen des Bildungsministeriums unterrichtet wird. Es gilt der alternativ-pädagogische Glocksee-Lehrplan. "Bei uns findet kein Frontalunterricht statt, die Kinder lernen in einer altersgemischten Gruppe von- und miteinander", sagt Schulleiter Lukas Ainedter. Der Vater von zwei Söhnen ist Lehrer und Waldorfpädagoge und war zuletzt an der [[Paracelsus-Schule]] in [[St. Jakob am Thurn]] in [[Puch bei Hallein]] tätig. Er wird die Kinder mit seiner Frau Sarah beim selbstbestimmten Lernen begleiten. Sie ist Volksschullehrerin und ebenfalls Waldorfpädagogin und hat vor der Geburt ihrer Kinder an der [[Rudolf-Steiner-Schule]] in [[Salzburg]]-[[Langwied]] unterrichtet. "Bei uns werden die Kulturtechniken nicht gelehrt, die Kinder lernen Lesen, Schreiben und Rechnen nicht isoliert, sondern lebensnah beim praktischen Tun", erklärt sie. Daher gebe es auch keine Trennung nach Schulfächern. Zeugnis bekommen die Kinder keines. Stattdessen wird eine Entwicklungsdokumentation geführt. | + | Nicht nur räumlich, auch pädagogisch unterscheidet sich die Schule elementar von Schulen, in denen nach den Lehrplänen des Bildungsministeriums unterrichtet wird. Es gilt der alternativ-pädagogische Glocksee-Lehrplan. "Bei uns findet kein Frontalunterricht statt, die Kinder lernen in einer altersgemischten Gruppe von- und miteinander", sagt Schulleiter Lukas Ainedter. Der Vater von zwei Söhnen ist Lehrer und Waldorfpädagoge und war zuletzt an der [[Paracelsus-Schule]] in [[St. Jakob am Thurn]] in [[Puch bei Hallein]] tätig. Er wird die Kinder mit seiner Frau Sarah beim selbstbestimmten Lernen begleiten. Sie ist Volksschullehrerin und ebenfalls Waldorfpädagogin und hat vor der Geburt ihrer Kinder an der [[Rudolf-Steiner-Schule]] in der [[Stadt Salzburg]]-[[Langwied]] unterrichtet. "Bei uns werden die Kulturtechniken nicht gelehrt, die Kinder lernen Lesen, Schreiben und Rechnen nicht isoliert, sondern lebensnah beim praktischen Tun", erklärt sie. Daher gebe es auch keine Trennung nach Schulfächern. Zeugnis bekommen die Kinder keines. Stattdessen wird eine Entwicklungsdokumentation geführt. |
| | Um als altersgemischte Gruppe starten zu können, wurden auch Quereinsteiger aufgenommen. Die Schüler kommen aus Salzburg, aus [[Anif]], [[Oberalm]], Seekirchen, Mattsee, [[Köstendorf]] und aus [[Oberösterreich]]. Fünf Kinder sind Schulanfänger, acht sind im zweiten Schuljahr. Je zwei Kinder werden in der neuen Schule die dritte, vierte und fünfte Schulstufe absolvieren, vier die sechste Schulstufe und ein Schüler die achte Schulstufe. Drei Lernmethoden werden angeboten, die Kinder entscheiden je nach Interesse und Wissensdrang selbst, womit sie sich beschäftigen. "Wir werden Angebote vorbereiten, das kann etwas Handwerkliches oder ein Wissensgebiet sein", sagt Ainedter. Außerdem arbeiten die Kinder an Projekten. "Das kann ein Werkstück sein oder ein Buch, das sie schreiben möchten, oder ein Thema, in das sie sich vertiefen wollen." Zur Umsetzung brauchen sie wiederum die Kulturtechniken. Das Ziel des Projekts definieren sie selbst. Dazu kommen freies Tun und Spiel in der Natur. Immer wieder werden Experten eingeladen, so auch ''Native Speaker'', wenn Kinder Interesse an Fremdsprachen zeigen. | | Um als altersgemischte Gruppe starten zu können, wurden auch Quereinsteiger aufgenommen. Die Schüler kommen aus Salzburg, aus [[Anif]], [[Oberalm]], Seekirchen, Mattsee, [[Köstendorf]] und aus [[Oberösterreich]]. Fünf Kinder sind Schulanfänger, acht sind im zweiten Schuljahr. Je zwei Kinder werden in der neuen Schule die dritte, vierte und fünfte Schulstufe absolvieren, vier die sechste Schulstufe und ein Schüler die achte Schulstufe. Drei Lernmethoden werden angeboten, die Kinder entscheiden je nach Interesse und Wissensdrang selbst, womit sie sich beschäftigen. "Wir werden Angebote vorbereiten, das kann etwas Handwerkliches oder ein Wissensgebiet sein", sagt Ainedter. Außerdem arbeiten die Kinder an Projekten. "Das kann ein Werkstück sein oder ein Buch, das sie schreiben möchten, oder ein Thema, in das sie sich vertiefen wollen." Zur Umsetzung brauchen sie wiederum die Kulturtechniken. Das Ziel des Projekts definieren sie selbst. Dazu kommen freies Tun und Spiel in der Natur. Immer wieder werden Experten eingeladen, so auch ''Native Speaker'', wenn Kinder Interesse an Fremdsprachen zeigen. |