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Die Hintergründe für das Straßenprojekt sind nur ansatzweise geklärt. Im technischen Bericht schreibt Wallack, dass es am [[13. September]] [[1938]] im Büro der Bauleitung der Glocknerstraße in Salzburg eine Aussprache zwischen ihm und Bürgermeister Großlercher gegeben habe. Gegenstand des Gesprächs sei eine Untersuchung gewesen, ob es technisch und wirtschaftlich möglich sei, eine Straße über das Steinerne Meer zu bauen. Hauptziel der Straße sei die Verbindung der [[Deutsche Alpenstraße|Deutschen Alpenstraße]] vom Bodensee zum [[Königssee]] mit der Glocknerstraße. Aber der Erreichung des auf über 2 000 Meter Höhe gelegenen Plateaus würden sich außerordentliche Schwierigkeiten in den Weg stellen. "''Steile, dem Steinschlag ausgesetzte Felswände von oft mehreren hundert Metern Höhe umgürten das Plateau wie eine gewaltige Festungsmauer.''"
 
Die Hintergründe für das Straßenprojekt sind nur ansatzweise geklärt. Im technischen Bericht schreibt Wallack, dass es am [[13. September]] [[1938]] im Büro der Bauleitung der Glocknerstraße in Salzburg eine Aussprache zwischen ihm und Bürgermeister Großlercher gegeben habe. Gegenstand des Gesprächs sei eine Untersuchung gewesen, ob es technisch und wirtschaftlich möglich sei, eine Straße über das Steinerne Meer zu bauen. Hauptziel der Straße sei die Verbindung der [[Deutsche Alpenstraße|Deutschen Alpenstraße]] vom Bodensee zum [[Königssee]] mit der Glocknerstraße. Aber der Erreichung des auf über 2 000 Meter Höhe gelegenen Plateaus würden sich außerordentliche Schwierigkeiten in den Weg stellen. "''Steile, dem Steinschlag ausgesetzte Felswände von oft mehreren hundert Metern Höhe umgürten das Plateau wie eine gewaltige Festungsmauer.''"
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Im [[Oktober]] 1938 machte Wallack mehrere Begehungen im Steinernen Meer. Als beste Trasse erkannte er jene von Saalfelden über [[Ramseiden]], die Ostseite des Bürgerbergs, die [[Steinalm]], den Kienalkopf und die Weißbachlscharte zum [[Ingolstädter Haus]] auf dem Hochplateau. Über das Hundstodgatterl ging es hinunter ins bayerische Wimbachtal und hinaus nach [[Ramsau bei Berchtesgaden|Ramsau]]. Die Strecke ist 48,56 Kilometer lang, hat 31 Kehren und nur einen 140 Meter langen Tunnel. Die Steigung ist nie größer als zehn Prozent. Die Kosten inklusive Straßen- und Tunnelwärterhäusern, Telefonkabel und Grundeinlösung schätzte Wallack auf 27,03 Millionen Reichsmark.
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Im [[Oktober]] 1938 machte Wallack mehrere Begehungen im Steinernen Meer. Als beste Trasse erkannte er jene von Saalfelden über [[Ramseiden (Saalfelden am Steinernen Meer)|Ramseiden]], die Ostseite des Bürgerbergs, die [[Steinalm]], den Kienalkopf und die Weißbachlscharte zum [[Ingolstädter Haus]] auf dem Hochplateau. Über das Hundstodgatterl ging es hinunter ins bayerische Wimbachtal und hinaus nach [[Ramsau bei Berchtesgaden|Ramsau]]. Die Strecke ist 48,56 Kilometer lang, hat 31 Kehren und nur einen 140 Meter langen Tunnel. Die Steigung ist nie größer als zehn Prozent. Die Kosten inklusive Straßen- und Tunnelwärterhäusern, Telefonkabel und Grundeinlösung schätzte Wallack auf 27,03 Millionen Reichsmark.
    
Wegen der Kosten kann sich Andrea Dillinger nicht vorstellen, dass allein die damals arme 7 000-Seelen-Gemeinde Saalfelden den Auftrag für die Untersuchung vergeben hat. Für Zandl gibt es noch eine weitere Ungereimtheit - den zeitlichen Ablauf. "''Im September '38 traf sich Wallack mit Großlercher. Wegen des Wintereinbruchs hatte er nur mehr den Oktober für die Begehungen. Er zeichnete aber 17 Varianten mit insgesamt 200 Kilometern Trassen. Die haben alle Hand und Fuß. Er muss alle Trassen begangen haben. Und schon im März '39 hat er die Pläne abgeliefert. Das ist nicht machbar.''" Möglicherweise habe Wallack schon früher an dem Projekt gearbeitet. Oder er konnte auf Vorarbeiten zurückgreifen.
 
Wegen der Kosten kann sich Andrea Dillinger nicht vorstellen, dass allein die damals arme 7 000-Seelen-Gemeinde Saalfelden den Auftrag für die Untersuchung vergeben hat. Für Zandl gibt es noch eine weitere Ungereimtheit - den zeitlichen Ablauf. "''Im September '38 traf sich Wallack mit Großlercher. Wegen des Wintereinbruchs hatte er nur mehr den Oktober für die Begehungen. Er zeichnete aber 17 Varianten mit insgesamt 200 Kilometern Trassen. Die haben alle Hand und Fuß. Er muss alle Trassen begangen haben. Und schon im März '39 hat er die Pläne abgeliefert. Das ist nicht machbar.''" Möglicherweise habe Wallack schon früher an dem Projekt gearbeitet. Oder er konnte auf Vorarbeiten zurückgreifen.

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