Filialkirche St. Johann am Berg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Textersetzung - „Sighartstein“ durch „Sighartstein“)
 
(9 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:St. johann im walde.jpg|thumb|Filialkirche St. Johann am Berg in Köstendorf]]
+
[[Datei:Filialkirche St. Johann am Berg 2021 02.jpg|thumb|Die Filialkirche im September 2021.]]
Die '''Filialkirche St. Johann am Berg''' befindet sich in der Gemeinde [[Köstendorf]] und gehört zur [[Pfarre Köstendorf]].  
+
[[File:Köstendorf fillialkirche st johann am berg.jpg|thumb|Köstendorf mit Filialkirche St. Johann am Berg (Drohnenaufnahme von [[Benutzer:Arne|Arne Müseler]]).]]
 +
[[Datei:Filialkirche St. Johann am Berg 2021 04.jpg|thumb|Die Filialkirche im September 2021.]]
 +
Die '''Filialkirche St. Johann am Berg''' befindet sich auf dem [[Johannsberg]] in der Gemeinde [[Köstendorf]] und gehört zur [[Pfarre Köstendorf]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Köstendorf|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die Kirche wird [[1447]] erstmals urkundlich erwähnt. Die Vermutung liegt nahe, dass die Geschichte des Gotteshauses weiter zurückreicht. Das Bauwerk ist in seinem Kern [[Gotik|gotisch]], die [[Barock|Barockisierung]] der Kirche (innen, außen, einschließlich Turm) erfolgte im [[18. Jahrhundert]].
+
Die Kirche wird [[1447]] erstmals urkundlich erwähnt. Die Vermutung liegt nahe, dass die Geschichte des Gotteshauses weiter zurückreicht. Das Bauwerk mit einem Satteldach gedeckter Saalbau, dem in der Längsachse ein Westturm und östlich ein Sakristeianbau angefügt wurde. In seinem Kern ist es [[Gotik|gotisch]], die [[Barock|Barockisierung]] der Kirche (innen, außen, einschließlich Turm) erfolgte im [[18. Jahrhundert]].  
  
Die Reste von Fundamenten eines Mesnerhauses sind  in Kirchennähe erhalten. Das Mesnerhaus brannte um [[1800]] nieder und wurde nicht mehr aufgebaut.
+
Die Filialkirche St. Johann am Berg wurde von [[1987]] bis [[1988]] zur Gänze restauriert. Dabei wurde der Turm mit [[Lärche]]<nowiki>n</nowiki>[[schindel]]n eingedeckt. Am [[15. August]] 1987 wurde zu [[Mariä Himmelfahrt]] feierlich das restaurierte Kreuz aufgesteckt.
  
In der [[Pest]]<u></u>zeit [[1714]]/[[1715|15]] diente der damals hier existierende Friedhof  als Pest-Friedhof. Von den 36 hier begrabenen Pesttoten stammten  drei aus  [[Sighartstein]]; die meisten waren aus dem damals zu Köstendorf gehörenden Ortsteil von [[Steindorf]].   
+
Die Reste von Fundamenten eines Mesnerhauses sind in Kirchennähe erhalten. Das Mesnerhaus brannte um [[1800]] nieder und wurde nicht mehr aufgebaut.   
  
 
Aus der Ferne ist von der Kirche stets nur der Turm sichtbar, der aus dem umgebenden Wald herausragt. Aber es lohnt sich, einige Minuten durch den Wald zu wandern, um zur Kirche zu gelangen. Sie ist im Süden und Osten von einer Wiese umgeben.  
 
Aus der Ferne ist von der Kirche stets nur der Turm sichtbar, der aus dem umgebenden Wald herausragt. Aber es lohnt sich, einige Minuten durch den Wald zu wandern, um zur Kirche zu gelangen. Sie ist im Süden und Osten von einer Wiese umgeben.  
  
 
== Ausstattung ==
 
== Ausstattung ==
Ein Altar stammt vom [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkter]] Künstler [[Mathias Wichlhamer]].
+
<gallery style=float:left>
 +
Filialkirche St. Johann am Berg Köstendorf Altäre.jpg|Blick auf die Altäre in der Filialkirche St. Johann am Berg.
 +
Filialkirche St. Johann am Berg Köstendorf Detail Köstendorf.jpg|Detail des Hauptaltars.
 +
Filialkirche St. Johann am Berg Köstendorf Kreuz.jpg|Das Kreuz.
 +
</gallery>
 +
Der Hochaltar entstand [[1712]] und stellt eine vollplastisch geschnitzte Gruppe der Taufe Jesu dar. Der Altaraufbau wird oben bekrönt durch ein ovales Ölbild, das die Krönung der Gottesmutter Maria darstellt.
 +
 
 +
Auf dem linke Seitenaltar sieht man ein Ölbild den hl. Florian darstellen. Darüber befindet sich ein ovales Bild der hl. Katharina von Alexandrien. Der rechte Seitenaltar zeigt in einem Ölbild den hl. Erasmus bzw. als Bekrönung die hl. Barbara. Einer der beiden Seitenaltäre stammt vom [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkter]] Künstler [[Mathias Wichlhamer]].
 +
 
 +
Unter dem Triumphbogen der Kirche befindet sich das Grabmal des am [[5. Juni]] [[1668]] verstorbenen Köstendorfer [[Dechant]]en, [[Pfarrer von Köstendorf|Pfarrers]] und Schriftstellers [[Johann Hesselbach]].
 +
<div style="clear:both;"></div>
 +
== Friedhof ==
 +
[[Datei:Ruheplatz bei der St. Johannkirche 056.jpg|thumb|Ruhebänke neben der Kirche, wo sich der Pestfriedhof befunden hatte.]]
 +
In der [[Pest]]<u></u>zeit [[1714]]–[[1715]] diente der damals hier existierende Friedhof als Pest-Friedhof. Von den 36 hier begrabenen Pesttoten stammten drei aus [[Sighartstein (Neumarkt am Wallersee)|Sighartstein]]; die meisten waren aus dem damals zu Köstendorf gehörenden Ortsteil von [[Steindorf (Straßwalchen)|Steindorf]]. Die Tafel wurde in den späten [[1980er]]-Jahren vom Künstler Franz Reitsamer aus Köstendorf gestaltet.  
  
==Bilder==
+
== Bilder ==
<gallery>
+
{{Bildkat}}
Datei:St. Johann am Berg.jpg| St. Johann am Berg, Ansicht vom Tannberg aus
+
==Quellen==
Datei:Köstendorf, Filialkirche St. Johann am Berg, Tannberg.jpg|Die Lage der Filalkirche St. Johann am Berg von Sommerholz aus gesehen
+
* [https://www.kirchen-fuehrer.info/de/kirchen/detail.asp?id=69&tit=Filialkirche+zum+hl%2E+Johannes+dem+T%C3%A4ufer+in+K%C3%B6stendorf www.kirchen-fuehrer.info], Kirchenführer des [[Verlag St. Peter|Verlags St. Peter]], Stand Herbst 2021
Datei:Filialkiche St. Johann am Berg in Köstendorf.jpg|Filialkiche St. Johann am Berg in Köstendorf
+
*{{Kulturklauberin|https://www.sn.at/kolumne/kulturklauberin/stiegl-setzt-ein-zeichen-von-zuversicht-auf-der-pestkapelle-96819403 kolumne/kulturklauberin]}}
Datei:Köstendorf 094.jpg| Köstendorf, li. St. Johann sichtbar
 
Datei:Weg zur St. Johann-Kirche.jpg| Weg zur St. Johann-Kirche
 
Datei:Ruheplatz bei der St. Johannkirche 056.jpg|Ruhebänke neben der Kirche
 
Datei:Turmansicht von St. Johann am Berg 048.jpg| Turmansicht
 
Datei:St. Johann am Berg mit Neumarkt.jpg|St. Johann am Berg (rechts) mit [[Neumarkt am Wallersee]]
 
Datei:Vorne Teile von Schleedorf, dahinter Köstendorf, Ansicht vom Buchberg aus.jpg|Vorne Teile von Schleedorf, dahinter Köstendorf, dahinter der Turm der [[Filialkirche St. Johann am Berg]], südwestliche Ansicht vom [[Buchberg (Berg in Mattsee)|Buchberg]]  aus.
 
Datei:Im Vordergrund die Filialkirche St. Johann am Berg.jpgIm Vordergrund die Filialkirche St. Johann am Berg. Ansicht vom Tannberg, Juni 2020
 
</gallery>
 
  
==Quelle==
 
*Text stammt von der Informationstafel bei der Kirche.
 
  
 
{{SORTIERUNG: Johann am Berg, Filialkirche St.}}
 
{{SORTIERUNG: Johann am Berg, Filialkirche St.}}
Zeile 38: Zeile 43:
 
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)‎]]
 
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)‎]]
 
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kunst]]
 
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 +
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 +
[[Kategorie:Denkmalschutz (Köstendorf)]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]

Aktuelle Version vom 12. November 2021, 13:59 Uhr

Die Filialkirche im September 2021.
Köstendorf mit Filialkirche St. Johann am Berg (Drohnenaufnahme von Arne Müseler).
Die Filialkirche im September 2021.

Die Filialkirche St. Johann am Berg befindet sich auf dem Johannsberg in der Gemeinde Köstendorf und gehört zur Pfarre Köstendorf. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Gemeinde.

Geschichte

Die Kirche wird 1447 erstmals urkundlich erwähnt. Die Vermutung liegt nahe, dass die Geschichte des Gotteshauses weiter zurückreicht. Das Bauwerk mit einem Satteldach gedeckter Saalbau, dem in der Längsachse ein Westturm und östlich ein Sakristeianbau angefügt wurde. In seinem Kern ist es gotisch, die Barockisierung der Kirche (innen, außen, einschließlich Turm) erfolgte im 18. Jahrhundert.

Die Filialkirche St. Johann am Berg wurde von 1987 bis 1988 zur Gänze restauriert. Dabei wurde der Turm mit Lärchenschindeln eingedeckt. Am 15. August 1987 wurde zu Mariä Himmelfahrt feierlich das restaurierte Kreuz aufgesteckt.

Die Reste von Fundamenten eines Mesnerhauses sind in Kirchennähe erhalten. Das Mesnerhaus brannte um 1800 nieder und wurde nicht mehr aufgebaut.

Aus der Ferne ist von der Kirche stets nur der Turm sichtbar, der aus dem umgebenden Wald herausragt. Aber es lohnt sich, einige Minuten durch den Wald zu wandern, um zur Kirche zu gelangen. Sie ist im Süden und Osten von einer Wiese umgeben.

Ausstattung

Der Hochaltar entstand 1712 und stellt eine vollplastisch geschnitzte Gruppe der Taufe Jesu dar. Der Altaraufbau wird oben bekrönt durch ein ovales Ölbild, das die Krönung der Gottesmutter Maria darstellt.

Auf dem linke Seitenaltar sieht man ein Ölbild den hl. Florian darstellen. Darüber befindet sich ein ovales Bild der hl. Katharina von Alexandrien. Der rechte Seitenaltar zeigt in einem Ölbild den hl. Erasmus bzw. als Bekrönung die hl. Barbara. Einer der beiden Seitenaltäre stammt vom Neumarkter Künstler Mathias Wichlhamer.

Unter dem Triumphbogen der Kirche befindet sich das Grabmal des am 5. Juni 1668 verstorbenen Köstendorfer Dechanten, Pfarrers und Schriftstellers Johann Hesselbach.

Friedhof

Ruhebänke neben der Kirche, wo sich der Pestfriedhof befunden hatte.

In der Pestzeit 17141715 diente der damals hier existierende Friedhof als Pest-Friedhof. Von den 36 hier begrabenen Pesttoten stammten drei aus Sighartstein; die meisten waren aus dem damals zu Köstendorf gehörenden Ortsteil von Steindorf. Die Tafel wurde in den späten 1980er-Jahren vom Künstler Franz Reitsamer aus Köstendorf gestaltet.

Bilder

 Filialkirche St. Johann am Berg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen