Alpine Klüfte: Unterschied zwischen den Versionen
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==Entstehung== | ==Entstehung== | ||
Zerrklüfte in den [[ | Zerrklüfte in den [[Hohen Tauern]] und damit auch im Gebiet des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] sind in der Spätphase der alpidischen Gebirgsbildung und Metamorphose, als die [[Alpen]] durch Ausgleichsbewegungen herausgehoben wurden, durch tektonische Zerrung (Dehnung) entstanden. | ||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
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In allen alpinen Klüften treten unabhängig vom Nebengestein die Minerale Adular, Albit, Calcit, Chlorit und Quarz (in Form von [[Bergkristall]]) auf. Rund 80 % der Kluftminerale bestehen aus Quarz und Feldspäten wie Adular und Albit und Karbonate wie Calcit. Sie sind bei Temperaturen zwischen 600 und 400 Grad Celsius entstanden. | In allen alpinen Klüften treten unabhängig vom Nebengestein die Minerale Adular, Albit, Calcit, Chlorit und Quarz (in Form von [[Bergkristall]]) auf. Rund 80 % der Kluftminerale bestehen aus Quarz und Feldspäten wie Adular und Albit und Karbonate wie Calcit. Sie sind bei Temperaturen zwischen 600 und 400 Grad Celsius entstanden. | ||
In Klüften des Zentralgneises finden sich als zusätzliche charakteristische Minerale Apatit, Fluorit, Hämatit, Monazit, Muskowit, TiO2-Minerale, Titanit und Zeolithe. In Klüften im Bereich von tonalitischem Gestein und in Amphiboliten treten die Minerale Aktinolith, [[Epidot]], Phrenit, [[Scheelit]], Titanit und Zeolithe auf. In Schiefergneisen und Glimmerschiefern finden sich Beryliumminerale, Biotit, Monazit, Scheelit und TiO2-Minerale. In Kalksilikaten und ultramafischen | In Klüften des Zentralgneises finden sich als zusätzliche charakteristische Minerale Apatit, Fluorit, Hämatit, Monazit, Muskowit, TiO2-Minerale, Titanit und Zeolithe. In Klüften im Bereich von tonalitischem Gestein und in Amphiboliten treten die Minerale [[Aktinolith]], [[Epidot]], Phrenit, [[Scheelit]], Titanit und Zeolithe auf. In Schiefergneisen und Glimmerschiefern finden sich Beryliumminerale, Biotit, Monazit, Scheelit und TiO2-Minerale. In Kalksilikaten und ultramafischen [[Gestein]]en ist mit Epidot, Diopsid und Granat zu rechnen. Karbonatgesteine bringen neben Calcit und Quarz vorwiegend Dolomit und Eisenkarbonate hervor. | ||
Beryll tritt in einigen alpinen Klüften als Mineral, das als erstes aus einer Lösung auskristallisiert, auf, da es bei hohen Temperaturen gebildet wird. | Beryll tritt in einigen alpinen Klüften als Mineral, das als erstes aus einer Lösung auskristallisiert, auf, da es bei hohen Temperaturen gebildet wird. | ||
==Andere Kluftformen== | ==Andere Kluftformen== | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* Karl Krainer, Die Geologie der Hohen Tauern, Hrsg. Nationalparkfonds der Länder Kärnten, Salzburg und Tirol, Universitätsverlag Carinthia, 1994 | * [[Karl Krainer]], Die Geologie der Hohen Tauern, Hrsg. Nationalparkfonds der Länder Kärnten, Salzburg und Tirol, Universitätsverlag Carinthia, 1994 | ||
[[Kategorie:Geologie]] | [[Kategorie:Geologie]] | ||
[[Kategorie:Gestein]] | [[Kategorie:Gestein]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Ostalpen]] | ||
[[Kategorie:Zentralalpen]] | [[Kategorie:Zentralalpen]] | ||
[[Kategorie:Ostalpen]] | [[Kategorie:Ostalpen]] | ||
[[Kategorie:Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Hohe Tauern]] | ||
[[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] | ||