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'''Lepidoptera''', besser bekannt als [[Schmetterling]]e, Falter oder Motten sind eine der artenreichsten Organismengruppen auf unserem Planeten. Bisher sind rund 150.000 Arten wissenschaftlich beschrieben worden, mindest noch einmal so viele werden noch erwartet. Damit werden die Lepidoptera nur von den Käfern ([[Coleoptera]]), Hautflüglern ([[Biene]]n, [[Wespe]]n, [[Ameise]]n, wissenschaftlich [[Hymenoptera]]) und Zweiflüglern ([[Fliege]]n und [[Mücke]]n, wissenschaftlich [[Diptera]]) übertroffen. Auch in [[Land Salzburg|Salzburg]] ist ihre Artenzahl noch beträchtlich: Rund 2200 verschiedene "Schuppenflügler" kennt man hierzulande, wobei der Begriff "Schuppenflügler" auch gleich eines ihrer kennzeichnendsten Merkmale hervorhebt. Schmetterlinge besitzen auf ihren Flügeln dachziegelartig angeordnete Schuppen, die sie nicht nur von allen anderen [[Insekten]][[Glossar Biologie#O|ordnungen]] unterscheiden, sondern auch für die oft prächtigen Farben der Tiere verantwortlich sind. Dabei gibt es zwei Typen der Farbentstehung in den Schuppen. Bei Typ 1 entstehen die Farben durch in den Schuppen enthaltene [[Pigmente]]. Hierher gehören die meisten gelben, orangen braunen und schwarzen Farbtöne. Bei Typ II entsteht die Farbe durch Lichtbrechung in luftgefüllten Schuppen. Dadurch entstehen leuchtend weiße, rote, blaue und grüne, aber auch goldene und silberne Farbtöne wie sie besonders bei urtümlichen Schmetterlingen oft auftreten. Ein weiteres Merkmal fast aller Schmetterlinge ist der Saugrüssel, mit dem sie Nektar aus Blüten saugen und damit zu wichtigen Bestäubern werden. Lediglich die urtümlichsten Schmetterlinge, die [[Micropterigidae]] besitzen keinen solchen Rüssel, sondern voll funktionsfähige [[Glossar Biologie#M|Mandibeln]], mit denen sie Pollenkörner zerkauen.
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'''Lepidoptera''', besser bekannt als [[Schmetterling]]e, Falter oder Motten, sind eine der artenreichsten Organismengruppen auf unserem Planeten. Bisher sind rund 150.000 Arten wissenschaftlich beschrieben worden, mindestens noch einmal so viele werden noch erwartet. Damit werden die Lepidoptera nur von den Käfern ([[Coleoptera]]), Hautflüglern ([[Biene]]n, [[Wespe]]n, [[Ameise]]n, wissenschaftlich [[Hymenoptera]]) und Zweiflüglern ([[Fliege]]n und [[Mücke]]n, wissenschaftlich [[Diptera]]) übertroffen. Auch in [[Land Salzburg|Salzburg]] ist ihre Artenzahl noch beträchtlich: Rund 2200 verschiedene "Schuppenflügler" kennt man hierzulande, wobei der Begriff "Schuppenflügler" auch gleich eines ihrer kennzeichnendsten Merkmale hervorhebt. Schmetterlinge besitzen auf ihren Flügeln dachziegelartig angeordnete Schuppen, die sie nicht nur von allen anderen [[Insekten]][[Glossar Biologie#O|ordnungen]] unterscheiden, sondern auch für die oft prächtigen Farben der Tiere verantwortlich sind. Dabei gibt es zwei Typen der Farbentstehung in den Schuppen:
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Bei Typ 1 entstehen die Farben durch in den Schuppen enthaltene [[Pigmente]]. Hierher gehören die meisten gelben, orangen braunen und schwarzen Farbtöne.
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* Bei Typ II entsteht die Farbe durch Lichtbrechung in luftgefüllten Schuppen. Dadurch entstehen leuchtend weiße, rote, blaue und grüne, aber auch goldene und silberne Farbtöne, wie sie besonders bei urtümlichen Schmetterlingen oft auftreten.
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Ein weiteres Merkmal fast aller Schmetterlinge ist der Saugrüssel, mit dem sie Nektar aus Blüten saugen und damit zu wichtigen Bestäubern werden. Lediglich die urtümlichsten Schmetterlinge, die [[Micropterigidae]], besitzen keinen solchen Rüssel, sondern voll funktionsfähige [[Glossar Biologie#M|Mandibeln]], mit denen sie Pollenkörner zerkauen.
    
Schmetterlinge besitzen eine "holometabol" genannte Entwicklung, das heisst sie durchlaufen alle Entwicklungsstadien vom Ei über Raupe und Puppe bis zum fertigen Falter. Die Raupen ernähren sich meist vegetarisch, wobei sehr viele Arten auf bestimmte Futterpflanzen spezialisiert sind. Im Extremfall geht das so weit, dass eine Raupe lieber verhungert, als dass sie ein anderes Futter annimmt. Die Puppe, in der ein völliger Umbau der Organe der Raupe in jene des fertigen Schmetterlings stattfindet, ist in Salzburg meist auch Überwinterungsstadium. Es gibt aber auch viele Beispiele, in denen das Ei oder die Raupe überwintern, und in wenigen Fällen überwintern sogar die [[Glossar Biologie#I|Imagines]]. Zu den letzten zählen unsere langlebigsten Schmetterlinge wie der [[Zitronenfalter]] oder das [[Tagpfauenauge]], wobei der Zitronenfalter mehr als 10 Monate alt werden kann. Die meisten Schmetterlinge leben aber nur wenige Wochen, und manche Sackträger ([[Psychidae]]) wetteifern mit den Eintagsfliegen nach dem Motto "in der Kürze liegt die Würze". Sie nehmen als Imagines keine Nahrung auf und leben nur 1 bis wenige Tage, um sich fortzupflanzen.
 
Schmetterlinge besitzen eine "holometabol" genannte Entwicklung, das heisst sie durchlaufen alle Entwicklungsstadien vom Ei über Raupe und Puppe bis zum fertigen Falter. Die Raupen ernähren sich meist vegetarisch, wobei sehr viele Arten auf bestimmte Futterpflanzen spezialisiert sind. Im Extremfall geht das so weit, dass eine Raupe lieber verhungert, als dass sie ein anderes Futter annimmt. Die Puppe, in der ein völliger Umbau der Organe der Raupe in jene des fertigen Schmetterlings stattfindet, ist in Salzburg meist auch Überwinterungsstadium. Es gibt aber auch viele Beispiele, in denen das Ei oder die Raupe überwintern, und in wenigen Fällen überwintern sogar die [[Glossar Biologie#I|Imagines]]. Zu den letzten zählen unsere langlebigsten Schmetterlinge wie der [[Zitronenfalter]] oder das [[Tagpfauenauge]], wobei der Zitronenfalter mehr als 10 Monate alt werden kann. Die meisten Schmetterlinge leben aber nur wenige Wochen, und manche Sackträger ([[Psychidae]]) wetteifern mit den Eintagsfliegen nach dem Motto "in der Kürze liegt die Würze". Sie nehmen als Imagines keine Nahrung auf und leben nur 1 bis wenige Tage, um sich fortzupflanzen.
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==Quellen==
 
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*Embacher, G., P. Gros, M.E. Kurz, M.A.Kurz & C. Zeller-Lukashort: Kommentierte Liste der Schmetterlinge des Landes Salzburg. Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). In Vorbereitung
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*[[Gernot Embacher|Embacher, G.]], [[Patrick Gros|P. Gros]], [[Marion Kurz|M.E. Kurz]], [[Michael Kurz|M.A.Kurz]] & [[Hans Christof Zeller-Lukashort|C. Zeller-Lukashort]]: Kommentierte Liste der Schmetterlinge des Landes Salzburg. Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). In Vorbereitung
 
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & H. C. Zeller-Lukashort 2000–2010. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 07 April 2010].
 
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & H. C. Zeller-Lukashort 2000–2010. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 07 April 2010].
  

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