Maria Magdalena Haydn: Unterschied zwischen den Versionen

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'''{{PAGENAME}}''' (* [[1745]] in [[Salzburg]]; † [[1827]] ebenda), geborene Lipp, war die Tochter des Salzburger Domorganisten [[Franz Lipp]] und Ehefrau von [[Johann Michael Haydn]].
'''Maria Magdalena Haydn''' (* [[1745]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[1827]] ebenda), geborene Lipp, war die Tochter des Salzburger Domorganisten [[Franz Lipp]], Hofsängerin und Ehefrau von [[Johann Michael Haydn]].


==Leben==
== Leben ==
Am [[17. August]] [[1768]] heiratete sie Johann Michael Haydn. Sie war Sängerin. Ihrer Ausbildung absolvierte sie zusammen mit Anna Braunhoferin in Venedig, Italien, die ihnen vom Salzburger Erzbischof bezahlt wurde. Nach ihrer Rückkehr wurde sie ''Hofsingerin''.  
Maria Magdalena Haydn erhielt als 16-Jährige gemeinsam mit [[Maria Anna Braunhofer]]<!-- (* 1748; † 1819), Tochter des [[Thalgau]]er Organisten Franz Josef Braunhofer,--> eine Gesangsausbildung am ''Ospedale della Pietà'' in [[Venedig]], die von [[Erzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Sigismund Graf Schrattenbach]] finanziert wurde. Anschließend erhielt sie [[1765]] in Salzburg eine Anstellung als ''Hofsingerin'', die sie offiziell bis zu ihrer Pensionierung am [[1. Jänner]] [[1804]] behielt.<ref>[[Sarena Sangl|Sangl, Carena]]: ''Salzburgs 'Goldkehlchen'. Elisabeth Neukomm und Anna Pauline Milder-Hauptmann'', in: [[Thomas Hochradner|Hochradner, Thomas]] (Hg.): ''Verlorene Söhne und Töchter. Salzburgs Musikleben nach Auflösung der Hofmusikkapelle''. Wien (Hollitzer) 2019, S. 155.</ref>


Sie wohnte mit ihrem Mann Haydn im ''St. Petrischen Haus am Friedhof''. Es war sein Wohn- und Sterbehaus an jener Stelle, wo [[1894]] die Talstation der [[Festungsbahn|Drahtseilbahn]] zur [[Festung Hohensalzburg]] entstand. Sie hatten ein Kind, eine Tochter, die jedoch bereits im ersten Lebensjahr verstarb.  
Am [[17. August]] [[1768]] heiratete sie Johann Michael Haydn<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBVIII/?pg=120 Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band VIII, S. 114.]</ref> und wohnte mit ihrem Mann im ''St. Petrischen Haus am Friedhof''. Es war sein Wohn- und Sterbehaus an jener Stelle, wo [[1894]] die Talstation der [[Festungsbahn|Drahtseilbahn]] zur [[Festung Hohensalzburg]] entstand. Sie hatten ein Kind, eine Tochter, die jedoch bereits im ersten Lebensjahr verstarb.  


Obwohl beide recht gut verdienten, herrschte ständig Geldmangel in der Familie Haydn. Aber sie führten getrennte Finanzen, was dazu führte, dass er, Michael, nie belangt wurde, wohl aber Maria Magdalena. So kam es [[1786]] soweit, dass eine Kommission die Finanzen von Maria Magdalena untersuchten und einen Haushaltsplan aufstellten. Michael stimmte freiwillig einem Gehaltsabzug zu. Doch Maria Magdalena machte weiter Schulden, vor allem durch den Kauf bei Tandlern. Michael Haydn machte sie zu seiner Erbin.
Obwohl beide recht gut verdienten, herrschte ständig Geldmangel in der Familie Haydn. Aber sie führten getrennte Finanzen, was dazu führte, dass er, Michael, nie belangt wurde, wohl aber Maria Magdalena. So kam es [[1786]] soweit, dass eine Kommission die Finanzen von Maria Magdalena untersuchten und einen Haushaltsplan aufstellten. Michael stimmte freiwillig einem Gehaltsabzug zu. Doch Maria Magdalena machte weiter Schulden, vor allem durch den Kauf bei Tandlern. Michael Haydn machte sie zu seiner Erbin.


Als Witwe erhielt sie eine Pension von 144 Gulden, ihre eigene Pension betrug 192 Gulden. So hatte sie mehr als eine Hofratswitwe erhielt. Trotzdem konnte sie auch in der Pension nicht mit ihrem Geld haushalten. Sie verkaufte dem Fürsten Esterhazy die Musikalien ihres Mannes für den Gegenwert einer weiteren Monatsrente von 16 Gulden. Sie ließ sich sogar von Freunden ihres Mannes nochmals 50 Gulden dafür geben, dass diese in einem von ihnen errichteten Denkmal in der [[Stiftskirche zum hl. Petrus]] den Schädelknochen in einer Urne hinterlegten.  
Als Witwe erhielt sie eine Pension von 144 Gulden, ihre eigene Pension betrug 192 Gulden. So hatte sie mehr als eine Hofratswitwe erhielt. Trotzdem konnte sie auch in der Pension nicht mit ihrem Geld haushalten. Sie verkaufte dem Fürsten Esterhazy die Musikalien ihres Mannes für den Gegenwert einer weiteren Monatsrente von 16 Gulden. Sie ließ sich sogar von Freunden ihres Mannes nochmals 50 Gulden dafür geben, dass diese in einem von ihnen errichteten Denkmal in der [[Stiftskirche St. Peter]] den Schädelknochen in einer Urne hinterlegten.  


Am Ende ihres Lebens, 21 Jahre nach dem Tod ihres Mannes, war ihre Verlassenschaft mit 20 Gulden passiv.
Am Ende ihres Lebens, 21 Jahre nach dem Tod ihres Mannes, war ihre Verlassenschaft mit 20 Gulden passiv.


==Quelle==
== Quellen ==
* ''Salzburger Miniaturen 3'', [[Karl Heinz Ritschel]], [[Otto Müller Verlag]], 2004, ISBN 3-7013-1086-6
* ''Salzburger Miniaturen 3'', [[Karl Heinz Ritschel]], [[Otto Müller Verlag]], 2004, ISBN 3-7013-1086-6
<references/>


[[Kategorie:Person|Haydn, Anna Magdalena]]
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[[Kategorie:Person (Geschichte)|Haydn, Anna Magdalena]]
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Haydn, Anna Magdalena]]
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[[Kategorie:Person (Kunst)|Haydn, Anna Magdalena]]
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[[Kategorie:Sänger|Haydn, Anna Magdalena]]
[[Kategorie:Person (Musik)]]
[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg|Haydn, Anna Magdalena]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Haydn, Anna Magdalena]]
[[Kategorie:Kunst]]
[[Kategorie:Musik]]
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[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]