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==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Mangels Wasserzuleitung war das Plumpsklo im ländlichen Raum teils bis in das letzte Drittel des [[20. Jahrhundert]] der übliche Ort zur Verrichtung der Notdurft und somit unverzichtbarer Teil unserer jüngeren Kulturgeschichte.  
 
Mangels Wasserzuleitung war das Plumpsklo im ländlichen Raum teils bis in das letzte Drittel des [[20. Jahrhundert]] der übliche Ort zur Verrichtung der Notdurft und somit unverzichtbarer Teil unserer jüngeren Kulturgeschichte.  
Ein Plumpsklo besteht aus einer Senkgrube für die Fäkalien, über der ein überdachter hölzerner Verschlag oder eine kleine Hütte, die mehr oder weniger offen und abgedichtet ist, steht. Der Verschlag befand sich meist an das Haus angebaut, wobei ein solcher Verschlag oft auch auf dem sog. [[Gang]] im Obergeschoß situiert war, damit der Weg dorthin überdacht und nicht allzu lang war. Manche Aborthäuschen standen aber auch freistehend auf dem Hof, sodass man bei Schlechtwetter nicht trockenen Fußes dorthin gelangen konnte.  (In manchen alten Höfen gab es daher auch eine sog. „Soachrinn“ - ein Loch in der hölzernen Hauswand, das in das Freie führte - die die Männer zum Urinieren benutzen konnten ohne das Haus zu verlassen. )
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Ein Plumpsklo besteht aus einer Senkgrube für die Fäkalien, über der ein überdachter hölzerner Verschlag oder eine kleine Hütte, die mehr oder weniger offen und abgedichtet ist, steht. Der Verschlag befand sich meist an das Haus angebaut, wobei ein solcher Verschlag oft auch auf dem sog. [[Gang]] im Obergeschoß situiert war, damit der Weg dorthin überdacht und nicht allzu lang war. Ein senkrechter hölzerner Schacht bildete die Verbindung zur Senkgrube. Manche Aborthäuschen standen aber auch freistehend auf dem Hof, sodass man bei Schlechtwetter nicht trockenen Fußes dorthin gelangen konnte.  (In manchen alten Höfen gab es daher auch eine sog. „Soachrinn“ - ein Loch in der hölzernen Hauswand, das in das Freie führte - die die Männer zum Urinieren benutzen konnten ohne das Haus zu verlassen. )
 
==Einrichtung==
 
==Einrichtung==
 
Die Einrichtung eines solchen Abortes ist spartanisch, besteht zur Gänze aus Holz und beinhaltet ein Sitzpodest mit einer waagrechten Sitzfläche mit runder Ausnehmung, die meist mit einem Klappdeckel versehen ist. An der Wand befindet sich heute ein WC-Papierhalter mit Toiletpapier, früher verwendete man statt dessen Zeitungspapier, soferne vorhanden, das in gleichmäßige Teile gerissen, manchmal in einer an der Wand befestigten Stofftasche aufbewahrt wurde. Noch heute bestehende derartige Abortanlagen sind manchmal mit elektrischem Licht versehen.  Früher musste es eine tragbare Lampe oder ein Kerzenleuchter tun, sofern überhaupt eine Lichtquelle zur Verfügung stand.  
 
Die Einrichtung eines solchen Abortes ist spartanisch, besteht zur Gänze aus Holz und beinhaltet ein Sitzpodest mit einer waagrechten Sitzfläche mit runder Ausnehmung, die meist mit einem Klappdeckel versehen ist. An der Wand befindet sich heute ein WC-Papierhalter mit Toiletpapier, früher verwendete man statt dessen Zeitungspapier, soferne vorhanden, das in gleichmäßige Teile gerissen, manchmal in einer an der Wand befestigten Stofftasche aufbewahrt wurde. Noch heute bestehende derartige Abortanlagen sind manchmal mit elektrischem Licht versehen.  Früher musste es eine tragbare Lampe oder ein Kerzenleuchter tun, sofern überhaupt eine Lichtquelle zur Verfügung stand.  
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