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Karl Rupitsch, Vater von vier Kindern, arbeitete als Holz- und Gelegenheitsarbeiter und war hauptsächlich im Sägewerk des Ortsgruppenleiters von [[Goldegg]] als Arbeiter beschäftigt. Er war aber gelernter Fleischer und belieferte über den Frachter [[Alois Buder]] einige St. Johanner mit schwarz geschlachtetem Fleisch. Seit 1938 war er öfters, vor allem wegen Viehdiebstahlsdelikten, mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Am [[28. November]] [[1943]] wurde er wegen des Verdachts von Viehdiebstahls- bzw. Wildererdelikten  und wegen seiner bekannt anti-nationalsozialistischen Haltung verhaftet. Er wurde in das Gericht [[St. Johann]] eingeliefert, konnte jedoch mit Hilfe seiner Freunde und Abnehmer und der Kerkermeisterin Anna Wimpissinger entweichen. Er flüchtete sich zu [[Kaspar Wind]], dem politischen Kopf der Widerstandsgruppe, und weiter zu Buder, der ihn, im Frachtgut eines Lastkraftwagens verborgen, nach [[Taxenbach]] brachte. Von dort floh er weiter zum Unterdorfgut in der Gegend des [[Böndlsee]]s in [[Weng (Goldegg)|Weng]], zum Heimatgut seiner Freundin [[Elisabeth Hochleitner]].
 
Karl Rupitsch, Vater von vier Kindern, arbeitete als Holz- und Gelegenheitsarbeiter und war hauptsächlich im Sägewerk des Ortsgruppenleiters von [[Goldegg]] als Arbeiter beschäftigt. Er war aber gelernter Fleischer und belieferte über den Frachter [[Alois Buder]] einige St. Johanner mit schwarz geschlachtetem Fleisch. Seit 1938 war er öfters, vor allem wegen Viehdiebstahlsdelikten, mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Am [[28. November]] [[1943]] wurde er wegen des Verdachts von Viehdiebstahls- bzw. Wildererdelikten  und wegen seiner bekannt anti-nationalsozialistischen Haltung verhaftet. Er wurde in das Gericht [[St. Johann]] eingeliefert, konnte jedoch mit Hilfe seiner Freunde und Abnehmer und der Kerkermeisterin Anna Wimpissinger entweichen. Er flüchtete sich zu [[Kaspar Wind]], dem politischen Kopf der Widerstandsgruppe, und weiter zu Buder, der ihn, im Frachtgut eines Lastkraftwagens verborgen, nach [[Taxenbach]] brachte. Von dort floh er weiter zum Unterdorfgut in der Gegend des [[Böndlsee]]s in [[Weng (Goldegg)|Weng]], zum Heimatgut seiner Freundin [[Elisabeth Hochleitner]].
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Nach einigen Tagen erfuhr er, dass er zum zum Kriegsdienst einberufen worden war. Nun musste er sich entweder als entsprungener Häftling stellen oder als Fahnenflüchtiger untertauchen. Er wählte das letztere.  
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Nach einigen Tagen erfuhr er, dass er zum Kriegsdienst einberufen worden war. Nun musste er sich entweder als entsprungener Häftling stellen oder als Fahnenflüchtiger untertauchen. Er wählte das letztere.  
 
   
 
   
 
Karl Rupitsch hielt sich in den folgenden Monaten allein in der Gegend um den Böndlsee auf, wobei er von befreundeten Einwohnern mit Essen versorgt wurde. Er versuchte dabei auch, Freunde und enge Bekannte zu überreden, die Kriegsdienstleistung zu verweigern. Etliche Angesprochene lehnten das ab, ohne ihn jedoch zu verraten, andere schlossen sich ihm an. Im Wesentlichen bestand die Gruppe aus folgenden Männern: Karl Rupitsch, [[Gustl Egger]], [[Richard Pfeiffenberger]], [[Peter Ottino]], [[Georg Köstner]] und [[Franz Unterkirchner]]. Da sie gelegentlich auch zu Viehdiebstahl griffen, um sich zu ernähren, wurde die Obrigkeit auf sie aufmerksam, aber zufolge ihres Rückhaltes in der Bevölkerung waren sie auch nach fast einem halben Jahr noch auf freiem Fuß.
 
Karl Rupitsch hielt sich in den folgenden Monaten allein in der Gegend um den Böndlsee auf, wobei er von befreundeten Einwohnern mit Essen versorgt wurde. Er versuchte dabei auch, Freunde und enge Bekannte zu überreden, die Kriegsdienstleistung zu verweigern. Etliche Angesprochene lehnten das ab, ohne ihn jedoch zu verraten, andere schlossen sich ihm an. Im Wesentlichen bestand die Gruppe aus folgenden Männern: Karl Rupitsch, [[Gustl Egger]], [[Richard Pfeiffenberger]], [[Peter Ottino]], [[Georg Köstner]] und [[Franz Unterkirchner]]. Da sie gelegentlich auch zu Viehdiebstahl griffen, um sich zu ernähren, wurde die Obrigkeit auf sie aufmerksam, aber zufolge ihres Rückhaltes in der Bevölkerung waren sie auch nach fast einem halben Jahr noch auf freiem Fuß.
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