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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Der Sportverein wurde am [[20. März]] [[1948]] als ''Union Sportklub Grödig'' von deutschsprachigen Flüchtlingen die in den Nachkriegsjahren im sogenannten [[Schwabenlager Grödig]] genannten [[Displaced Persons|DP-Lager]] lebten, gegründet. Nach der Aufnahme in den [[SFV]] als Schutzverein durfte der USK Grödig in der [[Fußballtabellen 1949/50|Saison 1949/50]] in der 2. Klasse B an der Meisterschaft teilnehmen. Vorerst jedoch ebenso wie die donauschwäbischen Schwesternvereine [[USK Danubia Salzburg|Danubia]] und [[USC Viktoria Salzburg|Victoria]] nur außer Konkurrenz, da die [[Donauschwaben]] in Österreich als Ausländer galten und das nicht mit der im Regulativ des ÖFB festgelegten "Nichtösterreicher-Beschränkung" vereinbar war. Inoffizieller Meister dieser Premierensaison wurde übrigens die Danubia vor dem offiziellen Meister [[USK Anif|Anif]]. Am [[4. September]] [[1955]] wurde der Union Sportklub in SV Grödig umbenannt. Heute ist Grödig nicht nur der erfolgreichste sondern auch der letzte noch bestehende von donauschwäbischen Flüchtlingen gegründete Fußballklub Salzburgs. | + | Der Sportverein wurde am [[20. März]] [[1948]] als ''Union Sportklub Grödig'' von deutschsprachigen Flüchtlingen die in den [[Nachkriegsjahren]] im sogenannten [[Schwabenlager Grödig]] genannten [[Displaced Persons|DP-Lager]] lebten, gegründet. Nach der Aufnahme in den [[SFV]] als Schutzverein durfte der USK Grödig in der [[Fußballtabellen 1949/50|Saison 1949/50]] in der 2. Klasse B an der Meisterschaft teilnehmen. Vorerst jedoch ebenso wie die donauschwäbischen Schwesternvereine [[USK Danubia Salzburg|Danubia]] und [[USC Viktoria Salzburg|Victoria]] nur außer Konkurrenz, da die [[Donauschwaben]] in Österreich als Ausländer galten und das nicht mit der im Regulativ des ÖFB festgelegten "Nichtösterreicher-Beschränkung" vereinbar war. Inoffizieller Meister dieser Premierensaison wurde übrigens die Danubia vor dem offiziellen Meister [[USK Anif|Anif]]. Am [[4. September]] [[1955]] wurde der Union Sportklub in SV Grödig umbenannt. Heute ist Grödig nicht nur der erfolgreichste sondern auch der letzte noch bestehende von donauschwäbischen Flüchtlingen gegründete Fußballklub Salzburgs. |
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| − | Die Vereinsfarben sind Dunkelblau und Weiß. Den ersten Erfolg verbuchten die Grödiger [[Fußballtabellen 1966/67|1966/67]] mit dem Aufstieg in die [[Landesliga]] (3. Spielstufe). Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte fand am [[29. September]] [[1968]] statt. Anlässlich der Neueröffnung des Sportplatzes am Fuße des Untersbergs gastierte der deutsche Bundesligaverein Borussia Mönchengladbach mit Stars wie Günter Netzer, Berti Vogts oder Horst Köppel in Grödig. Der prominente Gegner siegte in dem Freundschaftsspiel mit 11:1. | + | Die Vereinsfarben sind Dunkelblau und Weiß. Den ersten Erfolg verbuchten die Grödiger [[Fußballtabellen 1966/67|1966/67]] mit dem Aufstieg in die [[Landesliga]] (3. Spielstufe). Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte fand am [[29. September]] [[1968]] statt. Anlässlich der Neueröffnung des Sportplatzes am Fuße des [[Untersbergstock|Untersberg]]s gastierte der deutsche Bundesligaverein Borussia Mönchengladbach mit Stars wie Günter Netzer, Berti Vogts oder Horst Köppel in Grödig. Der prominente Gegner siegte in dem Freundschaftsspiel mit 11:1. |
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| | [[Fußballtabellen 1976/77|1976/77]] qualifizierte sich der Verein als Vizemeister der Salzburger Liga hinter dem [[ASK Salzburg]] für die neu eingeführte drittklassige [[Alpenliga]] und erreichte im selben Jahr die zweite Runde im ÖFB-Pokal, in der Grödig allerdings am Grazer AK scheiterte. Nach mehreren von Misserfolg gekrönten Jahren, die im Abstieg bis in die letzte Spielklasse mündeten, konnte sich der Sportverein zu Beginn der [[1990er]] Jahre zwischen der 1. Klasse und der 2. Landesliga einpendeln. Seit dem [[Fußballtabellen 2002/03|Spieljahr 2002/03]] legte Grödig eine Erfolgsserie hin und spielte sich in zehn Jahren aus der [[1. Klasse Nord]] bis in die Bundesliga. | | [[Fußballtabellen 1976/77|1976/77]] qualifizierte sich der Verein als Vizemeister der Salzburger Liga hinter dem [[ASK Salzburg]] für die neu eingeführte drittklassige [[Alpenliga]] und erreichte im selben Jahr die zweite Runde im ÖFB-Pokal, in der Grödig allerdings am Grazer AK scheiterte. Nach mehreren von Misserfolg gekrönten Jahren, die im Abstieg bis in die letzte Spielklasse mündeten, konnte sich der Sportverein zu Beginn der [[1990er]] Jahre zwischen der 1. Klasse und der 2. Landesliga einpendeln. Seit dem [[Fußballtabellen 2002/03|Spieljahr 2002/03]] legte Grödig eine Erfolgsserie hin und spielte sich in zehn Jahren aus der [[1. Klasse Nord]] bis in die Bundesliga. |
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| | ==Bundesliga-Saison 2014/15== | | ==Bundesliga-Saison 2014/15== |
| | Während der Sommerpause erfolgte der weitere Ausbau der Untersbergarena, die nunmehr nach einem als Geldgeber auftretenden Hotelbetrieb ''Das.Goldberg-Stadion'' benannt wurde. Es entstanden überdachte Sitzplätze auf der Ost- und Südseite sowie ein überdachter Gästesektor. | | Während der Sommerpause erfolgte der weitere Ausbau der Untersbergarena, die nunmehr nach einem als Geldgeber auftretenden Hotelbetrieb ''Das.Goldberg-Stadion'' benannt wurde. Es entstanden überdachte Sitzplätze auf der Ost- und Südseite sowie ein überdachter Gästesektor. |
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| | Der SV Grödig stieg in die 2. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League ein. Als Gegner wurde Čukariċki Belgrad zugelost, ebenfalls ein Debütant auf internationaler Ebene. Das Hinspiel in Belgrad am [[17. Juli]] 2014 endete mit einem überraschend klaren 4:0-Sieg für Grödig. | | Der SV Grödig stieg in die 2. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League ein. Als Gegner wurde Čukariċki Belgrad zugelost, ebenfalls ein Debütant auf internationaler Ebene. Das Hinspiel in Belgrad am [[17. Juli]] 2014 endete mit einem überraschend klaren 4:0-Sieg für Grödig. |
| − | Das Rückspiel musste auf Grund der Bautätigkeit im eigenen Stadion in die Red Bull Arena verlegt werden. Trotz der 1:2-Niederlage stieg Grödig in die 3. Qualifikationsrunde auf. Dort war gegen Zimbru Chisinău (Moldawien) Endstation. Das Heimspiel, wieder in Salzburg, ging mit 1:2 verloren. Auswärts war ein 1:0-Sieg zu wenig, Chisinău stieg dank der Auswärtstorregel auf. | + | |
| | + | Das Rückspiel musste auf Grund der Bautätigkeit im eigenen Stadion in die Red Bull Arena verlegt werden. Trotz der 1:2-Niederlage stieg Grödig in die 3. Qualifikationsrunde auf. Dort war gegen Zimbru Chisinău ([[Republik Moldau]]) Endstation. Das Heimspiel, wieder in Salzburg, ging mit 1:2 verloren. Auswärts war ein 1:0-Sieg zu wenig, Chisinău stieg dank der Auswärtstorregel auf. |
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| | Im ÖFB-Cup gelang mit dem Halbfinaleinzug (Aus durch ein 0:2 gegen [[FC Red Bull Salzburg]]) das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. In der Meisterschaft hingegen wurde vor allem wegen magerer Resultate im Frühjahr der Klassenerhalt erst spät in der Saison gesichert. Wenige Tage nach der auf Rang acht beendeten Liga beurlaubte der SV Grödig am [[4. Juni]] 2015 das Trainerduo Michael Baur/Markus Scharrer. Als Nachfolger wurden [[Peter Schöttel]] und [[Martin Hiden]] präsentiert. | | Im ÖFB-Cup gelang mit dem Halbfinaleinzug (Aus durch ein 0:2 gegen [[FC Red Bull Salzburg]]) das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. In der Meisterschaft hingegen wurde vor allem wegen magerer Resultate im Frühjahr der Klassenerhalt erst spät in der Saison gesichert. Wenige Tage nach der auf Rang acht beendeten Liga beurlaubte der SV Grödig am [[4. Juni]] 2015 das Trainerduo Michael Baur/Markus Scharrer. Als Nachfolger wurden [[Peter Schöttel]] und [[Martin Hiden]] präsentiert. |
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| | Die Reservemannschaft des SV Grödig nimmt als 1b-Team seit der [[Fußballtabellen 2005/06|Saison 2005/06]] am Meisterschaftsgeschehen teil und feierte im Auftaktjahr mit dem zweiten Platz hinter der 1b-Mannschaft des [[SAK 1914]] den Aufstieg in die [[2. Klasse Nord B]]. [[Fußballtabellen 2006/07|2006/07]] erreichte sie in dieser Liga den vierten Platz und [[Fußballtabellen 2007/08|2007/08]] den Meistertitel. Mit dem gleichzeitigen Aufstieg der ersten Mannschaft in die Zweite Bundesliga wäre der 1b der Aufstieg in die [[2. Landesliga Nord]] zugestanden. Der Verein entschied sich jedoch gegen das Überspringen einer Klasse und nahm vom "normalen" Aufstiegsrecht in die [[1. Klasse Nord]] Gebrauch. | | Die Reservemannschaft des SV Grödig nimmt als 1b-Team seit der [[Fußballtabellen 2005/06|Saison 2005/06]] am Meisterschaftsgeschehen teil und feierte im Auftaktjahr mit dem zweiten Platz hinter der 1b-Mannschaft des [[SAK 1914]] den Aufstieg in die [[2. Klasse Nord B]]. [[Fußballtabellen 2006/07|2006/07]] erreichte sie in dieser Liga den vierten Platz und [[Fußballtabellen 2007/08|2007/08]] den Meistertitel. Mit dem gleichzeitigen Aufstieg der ersten Mannschaft in die Zweite Bundesliga wäre der 1b der Aufstieg in die [[2. Landesliga Nord]] zugestanden. Der Verein entschied sich jedoch gegen das Überspringen einer Klasse und nahm vom "normalen" Aufstiegsrecht in die [[1. Klasse Nord]] Gebrauch. |
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| | [[SFV-Landescup 2008/09|2008/09]] überraschte das immer wieder mit Spielern aus der in der Bundesliga tätigen ersten Mannschaft verstärkte Team mit dem Gewinn des Salzburger Fußball-Landescups. Im Finale schlug Grödig 1b den Landesliga-Vertreter [[SAK 1914]] überaus deutlich mit 7:1. In der selben Saison gelang der abermalige Aufstieg von der 1. Klasse in die [[2. Landesliga Nord]]. [[Fußballtabellen 2009/10|2010]] rutschte Grödig 1b als Vierter durch eine Ligareform in die [[1. Landesliga]], [[Fußballtabellen 2010/11|2011]] stieg das Grödiger B-Team in die [[Salzburger Liga]] auf, wo gleich im ersten Jahr Platz vier geholt wurde. | | [[SFV-Landescup 2008/09|2008/09]] überraschte das immer wieder mit Spielern aus der in der Bundesliga tätigen ersten Mannschaft verstärkte Team mit dem Gewinn des Salzburger Fußball-Landescups. Im Finale schlug Grödig 1b den Landesliga-Vertreter [[SAK 1914]] überaus deutlich mit 7:1. In der selben Saison gelang der abermalige Aufstieg von der 1. Klasse in die [[2. Landesliga Nord]]. [[Fußballtabellen 2009/10|2010]] rutschte Grödig 1b als Vierter durch eine Ligareform in die [[1. Landesliga]], [[Fußballtabellen 2010/11|2011]] stieg das Grödiger B-Team in die [[Salzburger Liga]] auf, wo gleich im ersten Jahr Platz vier geholt wurde. |
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