Ski-Pioniere am Kitzsteinhorn: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn im Mai [[1915]] suchte die | Mit der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn im Mai [[1915]] suchte die k.k. Heeresleitung nach einem Gelände zur Ausbildung einer hoch mobilen Alpintruppe auf Skiern. Das [[Schmiedingerkees]] unterhalb des Gipfels des Kitzsteinhorns war von allen österreichischen Gletschern der am nächstgelegene zu einer Bahnlinie ([[Zell am See]]) und bot mit der Krefelder Hütte einen idealen Standort. Unmittelbar nach der Kriegserklärung wurde der Pinzgau südlich der [[Salzach]] zum "rückwärtigen Raum des erweiterten Kriegsgebietes". Was den "Bergsteigerverkehr" in dieser Zone untersagte. Nach der Beschlagnahmung der Krefelder Hütte begann man am [[1. September]] 180 Skirekruten auszubilden. Sie sollten "den Wert des Skifahrens für militärische Zwecke" kennen lernen. | ||
Der Kursleiter hatte jedoch große Probleme mit seinen Auszubildenden, da ihnen jegliche Voraussetzungen fehlten. Zitat des Autors der Quelle, [[Clemens M. Hutter]]: ''Was wunder, bemängelten die Kursberichte doch unmissverständlich, welche Soldaten vom Oberkommando entsendet wurden: "Kurz nach ihrer Genesung von Typhus, Cholera (vermutlich nach Einsatz an der russischen Front; Anm. ) und Leute mit Leistenbruch, Lungendehnungen, Gicht, Herzfehlern, Asthma, kaum geheilten schweren Verwundungen und sonst schwächliche Leute." '' | Der Kursleiter hatte jedoch große Probleme mit seinen Auszubildenden, da ihnen jegliche Voraussetzungen fehlten. Zitat des Autors der Quelle, [[Clemens M. Hutter]]: ''Was wunder, bemängelten die Kursberichte doch unmissverständlich, welche Soldaten vom Oberkommando entsendet wurden: "Kurz nach ihrer Genesung von Typhus, Cholera (vermutlich nach Einsatz an der russischen Front; Anm. ) und Leute mit Leistenbruch, Lungendehnungen, Gicht, Herzfehlern, Asthma, kaum geheilten schweren Verwundungen und sonst schwächliche Leute." '' | ||
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Da nach dem Krieg wenig Geld, aber viel Enthusiasmus bei der österreichischen Ski-Nationalmannschaft vorhanden war, suchte man nach günstigen Trainingsmöglichkeiten. Musste man doch zunächst zu dem teuren Plateau Rosa bei Zermatt (Schweiz), auf das Stilfser Joch ([[Südtirol]]) oder auf das Zugspitzplatt ([[Bayern]]) reisen. Was zur Nutzung als Sommertrainingslager noch am Kitzsteinhorn fehlte, waren [[Aufstiegshilfen]]. Der Neubeginn war am [[12. Dezember]] [[1965]] mit der Eröffnung des [[Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn|Gletscherskigebiets Kitzsteinhorn]]. | Da nach dem Krieg wenig Geld, aber viel Enthusiasmus bei der österreichischen Ski-Nationalmannschaft vorhanden war, suchte man nach günstigen Trainingsmöglichkeiten. Musste man doch zunächst zu dem teuren Plateau Rosa bei Zermatt (Schweiz), auf das Stilfser Joch ([[Südtirol]]) oder auf das Zugspitzplatt ([[Bayern]]) reisen. Was zur Nutzung als Sommertrainingslager noch am Kitzsteinhorn fehlte, waren [[Aufstiegshilfen]]. Der Neubeginn war am [[12. Dezember]] [[1965]] mit der Eröffnung des [[Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn|Gletscherskigebiets Kitzsteinhorn]]. | ||
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* Wiener Zeitung, Autor des Artikels ist [[Clemens M. Hutter]] | * Wiener Zeitung, Autor des Artikels ist [[Clemens M. Hutter]] | ||
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[[Kategorie:Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Hohe Tauern]] | ||