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| | [[Datei:Karolinenbrücke Schild Erbaut 1936 Relief Stadt Salzburg .jpg|thumb|Karolinenbrücke Erbaut [[1936]] und Relief Wappen der [[Stadt Salzburg]] am Brückenkopf [[Rudolfskai]].]] | | [[Datei:Karolinenbrücke Schild Erbaut 1936 Relief Stadt Salzburg .jpg|thumb|Karolinenbrücke Erbaut [[1936]] und Relief Wappen der [[Stadt Salzburg]] am Brückenkopf [[Rudolfskai]].]] |
| | [[Datei:Gedenktafel_Carolina_Augusta.jpg|thumb|Gedenktafel für [[Karoline Auguste von Bayern]] an der Karolinenbrücke.]] | | [[Datei:Gedenktafel_Carolina_Augusta.jpg|thumb|Gedenktafel für [[Karoline Auguste von Bayern]] an der Karolinenbrücke.]] |
| − | Die '''Karolinenbrücke''', auch ''Nonntaler Brücke'' genannt, ist die südlichste [[Brücke über die Salzach]], die zur Gänze<ref>Die südlicher gelegene [[Hellbrunner Brücke]] gehört je zur Hälfte der [[Stadt Salzburg]] und der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Elsbethen]]. Quelle [[Digitaler Stadtplan von Salzburg]].</ref> innerhalb der Grenzen der [[Stadt Salzburg]] steht. Sie verbindet die Stadtteile [[Äußerer Stein]], [[Nonntal]] und [[Kaiviertel]] miteinander und ist sowohl für Autoverkehr, Radfahrer als auch Fußgänger benutzbar. | + | Die '''Karolinenbrücke''', auch ''Nonntaler Brücke'' genannt, ist eine [[Brücke über die Salzach]] in der [[Stadt Salzburg]]. |
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| | + | == Geografie == |
| | + | Sie ist die südlichste Straßenbrücke, die zur Gänze<ref>Die südlicher gelegene [[Hellbrunner Brücke]] gehört je zur Hälfte der [[Stadtgemeinde Salzburg]] und der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Elsbethen]]. Quelle [[Digitaler Stadtplan von Salzburg]].</ref> innerhalb der Grenzen der Stadt Salzburg steht. Sie verbindet die Stadtteile [[Äußerer Stein]], [[Nonntal]] und [[Kaiviertel]] miteinander und ist sowohl für Autoverkehr, Radfahrer als auch Fußgänger benutzbar. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | === Erste Brücke === | | === Erste Brücke === |
| − | [[1858]]–[[1859]] wurde die erste Brücke aus Holz errichtet. Diese stand etwa 60 m weiter flussaufwärts als die heutige Brücke. Benannt wurde diese nach der in Salzburg sehr beliebten Mäzenin [[Karoline Auguste von Bayern]] (* [[1792]]; † [[1873]]), Kaiserin von Österreich, welche ihre letzten Lebensjahre größtenteils in der Stadt Salzburg und in der [[Gemeinde Aigen]] verbracht hatte und hier auch gestorben ist. An der Eröffnung der Brücke am [[23. Juli]] 1859 hatte sie persönlich teilgenommen. | + | [[1858]]–[[1859]] wurde die erste Brücke aus Holz errichtet. Diese stand etwa 60 m weiter flussaufwärts als die heutige Brücke. Benannt wurde diese nach der in Salzburg sehr beliebten Mäzenin [[Karoline Auguste von Bayern]] (* [[1792]]; † [[1873]]), [[Österreich#Kaisertum Österreich bis 1867|Kaiserin von Österreich]], welche ihre letzten Lebensjahre größtenteils in der Stadt Salzburg und in der [[Gemeinde Aigen]] verbracht hatte und hier auch gestorben ist. An der Eröffnung der Brücke am [[23. Juli]] 1859 hatte sie persönlich teilgenommen. |
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| − | Für die Überquerung der Brücke war eine [[Brückenmaut]] zu entrichten. Die Einhebung wurde jährlich verpachtet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18600928&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=5 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 28. September 1860, Seite 5</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18601003&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=3 ANNO], Salzburger Zeitung, 3. Oktober 1860, Seite 3</ref> Mit der Brückenmaut wurden die Kosten der Errichtung und Instandhaltung, die von der Stadtgemeinde getragen wurden, auf alle Nutzer (nicht nur die Stadtbewohner) umgelegt. | + | Für die Überquerung der Brücke war eine [[Brückenmaut]] zu entrichten. Das Mauthaus stand im Bereich des Kaiviertels. Die Einhebung wurde jährlich verpachtet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18600928&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=5 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 28. September 1860, Seite 5</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18601003&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=3 ANNO], Salzburger Zeitung, 3. Oktober 1860, Seite 3</ref> Mit der Brückenmaut wurden die Kosten der Errichtung und Instandhaltung, die von der Stadtgemeinde getragen wurden, auf alle Nutzer (nicht nur die Stadtbewohner) umgelegt. |
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| | [[1884]] wurde die alte hölzerne Brücke abgetragen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18831229&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=10 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 29. Dezember 1883, Seite 10</ref> | | [[1884]] wurde die alte hölzerne Brücke abgetragen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18831229&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=10 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 29. Dezember 1883, Seite 10</ref> |
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| | === Zweite Brücke === | | === Zweite Brücke === |
| − | Die zweite Brücke, gelegen an der heutigen Stelle, wurde [[1883]]–[[1884]] unter [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Rudolf Biebl]] als Eisenkonstruktion<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831107&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=2 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 7. November 1883, Seite 2</ref> errichtet und am [[2. Februar]] 1884 eröffnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18840129&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=5 ANNO], Salzburger Volksblatt, 29. Jänner 1884, Seite 5</ref> Die Fachwerkkonstruktion bestand aus drei hintereinander liegenden Brückenteilen, je 33,32 m lang und in Verbundbauweise aus Stahlprofilen zusammengesetzt.<ref>[http://www.brueckenweb.de/2content/datenbank/bruecken/3brueckenblatt.php?bas=13140 www.brueckenweb.de]</ref> | + | Die zweite Brücke, gelegen an der heutigen Stelle, wurde [[1883]]–1884 unter [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Rudolf Biebl]] als Eisenkonstruktion<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831107&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=2 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 7. November 1883, Seite 2</ref> errichtet und am [[2. Februar]] 1884 eröffnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18840129&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=5 ANNO], Salzburger Volksblatt, 29. Jänner 1884, Seite 5</ref> Die Fachwerkkonstruktion bestand aus drei hintereinander liegenden Brückenteilen, je 33,32 m lang und in Verbundbauweise aus Stahlprofilen zusammengesetzt.<ref>[http://www.brueckenweb.de/2content/datenbank/bruecken/3brueckenblatt.php?bas=13140 www.brueckenweb.de]</ref> |
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| − | Vor und während der Errichtung gab es erhebliche Zweifel an der Fundamentierungsmethode der Brücke.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831115&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=1 ANNO], Salzburger Chronik, 15. November 1883, Seite 1</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831116&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=1 ANNO], Salzburger Chronik, 16. November 1883, Seite 1</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18831122&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=1 ANNO], Salzburger Volksblatt, 22. November 1883, Seite 1</ref> Tatsächlich erwies sich die Tragfähigkeit und Stabilität später für das Gewicht der damals hier darüber führenden [[Salzburger Lokalbahn]], die [[Salzburger Dampftramway]], die 1886 eröffnet wurde, als nicht ausreichend. Bis [[2. Oktober]] [[1938]] führten über die Karolinenbrücke noch die Straßenbahnschienen der [[Rote Elektrische|Roten Elektrischen]]. | + | Vor und während der Errichtung gab es erhebliche Zweifel an der Fundamentierungsmethode der Brücke.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831115&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=1 ANNO], Salzburger Chronik, 15. November 1883, Seite 1</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831116&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=1 ANNO], Salzburger Chronik, 16. November 1883, Seite 1</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18831122&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=1 ANNO], Salzburger Volksblatt, 22. November 1883, Seite 1</ref> Tatsächlich erwies sich die Tragfähigkeit und Stabilität später für das Gewicht der damals hier darüber führenden [[Salzburger Lokalbahn]], die [[Salzburger Dampftramway]], die 1886 eröffnet wurde, als nicht ausreichend. Bis [[2. Oktober]] [[1938]] führten über die Karolinenbrücke noch die Straßenbahnschienen der zunächst noch [[Salzburger Dampftramway]], später dann der [[Rote Elektrische|Roten Elektrischen]]. |
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| | [[1908]] wurde die Brücke verstärkt. | | [[1908]] wurde die Brücke verstärkt. |
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| − | Für die Überquerung wurde wiederum eine Brückenmaut für die nächsten zwanzig Jahre einhoben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831111&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=2 ANNO], Salzburger Chronik, 11. November 1883, Seite 2</ref> [[1885]] wurde die Maut für Zug-, Trag- und Triebvieh ermäßigt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18850509&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=15 ANNO], Salzburger Volksblatt, 9. Mai 1885, Seite 15</ref> [[1889]] wurde die Mautpflicht auf eine [[Krone]] pro Person eingeschränkt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18890205&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=4 ANNO], Salzburger Chronik, 5. Februar 1889, Seite 4</ref> | + | Für die Überquerung wurde wiederum eine Brückenmaut für die nächsten 20 Jahre einhoben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18831111&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=2 ANNO], Salzburger Chronik, 11. November 1883, Seite 2</ref> [[1885]] wurde die Maut für Zug-, Trag- und Triebvieh ermäßigt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18850509&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=15 ANNO], Salzburger Volksblatt, 9. Mai 1885, Seite 15</ref> [[1889]] wurde die Mautpflicht auf eine [[Krone]] pro Person eingeschränkt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18890205&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=4 ANNO], Salzburger Chronik, 5. Februar 1889, Seite 4</ref> |
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| | === Dritte Brücke === | | === Dritte Brücke === |
| − | [[1914]] stimmte der Gemeinderat einer Neuerrichtung der Karolinenbrücke zu.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19140310&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=6 ANNO], Salzburger Wacht, 10. März 1914, Seite 6</ref> | + | [[1914]] stimmte der [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]] einer Neuerrichtung der Karolinenbrücke zu.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19140310&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=6 ANNO], Salzburger Wacht, 10. März 1914, Seite 6</ref> |
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| | Erst am [[7. März]] [[1938]] wurde mit der dringend notwendigen Erneuerung der Karolinenbrücke tatsächlich begonnen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19380307&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=9 ANNO], Salzburger Chronik, 7. März 1938, Seite 9</ref> Während der Bauzeit der neuen Brücke musste eine Notbrücke zur Aufrechterhaltung des Verkehrs über die Salzach errichtet werden. Die bisherige Karolinenbrücke wurde deshalb am [[12. April]] 1938 um 16,5 Meter flussaufwärts verschoben, dort auf Holzjoche gelagert und diente nach einer Belastungsprobe dann als Notbrücke während der Neubauphase.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19371229&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=9 ANNO], Allgemeiner Tiroler Anzeiger, 29. Dezember 1937, Seite 9</ref> Der durch den [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] bedingte Mangel an Arbeitskräften verzögerte den Bau. Im Herbst [[1939]] wurde die neue Brücke dem Verkehr übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19390909&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, 9. September 1939, Seite 8</ref> | | Erst am [[7. März]] [[1938]] wurde mit der dringend notwendigen Erneuerung der Karolinenbrücke tatsächlich begonnen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19380307&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=9 ANNO], Salzburger Chronik, 7. März 1938, Seite 9</ref> Während der Bauzeit der neuen Brücke musste eine Notbrücke zur Aufrechterhaltung des Verkehrs über die Salzach errichtet werden. Die bisherige Karolinenbrücke wurde deshalb am [[12. April]] 1938 um 16,5 Meter flussaufwärts verschoben, dort auf Holzjoche gelagert und diente nach einer Belastungsprobe dann als Notbrücke während der Neubauphase.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19371229&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=9 ANNO], Allgemeiner Tiroler Anzeiger, 29. Dezember 1937, Seite 9</ref> Der durch den [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] bedingte Mangel an Arbeitskräften verzögerte den Bau. Im Herbst [[1939]] wurde die neue Brücke dem Verkehr übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19390909&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, 9. September 1939, Seite 8</ref> |
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| | Die neue Brücke wurde als Stahlbetonbalkenbrücke gebaut und erhielt unter Beibehaltung der bisherigen Brückenachse zwei Flusspfeiler, die neben den alten errichtet wurden. Mit den Stützweiten von 30, 45 und 30 Metern sollte die Brücke eine Gesamtlänge von 105 Metern erreichen. Die Fahrbahn erhielt eine lichte Breite von zehn Metern, an die sich beiderseits 2,20 Meter breite Gehwege anschlossen. Das Längsgefälle auf der Brücke betrug in den Endfeldern 1,5 Prozent. Im Mittelfeld wurde zwischen den beiden Gefällerichtungen ein parabelförmiger Übergang geschaffen. Fahrbahn und Gehsteig wurden mit einem seitlichen Gefälle von zwei Prozent ausgeführt. Zum Schutz gegen den Eisstoss wurden flussaufwärts die Pfeilervorköpfe mit Granitquadern verkleidet. Alle übrigen Sichtflächen der Flusspfeiler und Widerlager wurden in Vorsatzbeton mit Hartgestein hergestellt und fein gespitzt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19380115&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, 15. Jänner 1938, Seite 5</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19380115&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, 15. Jänner 1938, Seite 8</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19380131&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, 31. Jänner 1938, Seite 3</ref><ref>[http://de.structurae.de/structures/data/index.cfm?id=s0043453 Karolinenbrücke auf structurae.de]</ref> | | Die neue Brücke wurde als Stahlbetonbalkenbrücke gebaut und erhielt unter Beibehaltung der bisherigen Brückenachse zwei Flusspfeiler, die neben den alten errichtet wurden. Mit den Stützweiten von 30, 45 und 30 Metern sollte die Brücke eine Gesamtlänge von 105 Metern erreichen. Die Fahrbahn erhielt eine lichte Breite von zehn Metern, an die sich beiderseits 2,20 Meter breite Gehwege anschlossen. Das Längsgefälle auf der Brücke betrug in den Endfeldern 1,5 Prozent. Im Mittelfeld wurde zwischen den beiden Gefällerichtungen ein parabelförmiger Übergang geschaffen. Fahrbahn und Gehsteig wurden mit einem seitlichen Gefälle von zwei Prozent ausgeführt. Zum Schutz gegen den Eisstoss wurden flussaufwärts die Pfeilervorköpfe mit Granitquadern verkleidet. Alle übrigen Sichtflächen der Flusspfeiler und Widerlager wurden in Vorsatzbeton mit Hartgestein hergestellt und fein gespitzt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19380115&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, 15. Jänner 1938, Seite 5</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19380115&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, 15. Jänner 1938, Seite 8</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19380131&query=%22karolinenbr%c3%bccke%22&seite=3 ANNO], Salzburger Chronik, 31. Jänner 1938, Seite 3</ref><ref>[http://de.structurae.de/structures/data/index.cfm?id=s0043453 Karolinenbrücke auf structurae.de]</ref> |
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| − | '''[[1979]] Sanierung'''
| + | [[1979]] kam es zu einer Sanierung der Brücke. |
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| | [[1990]]–[[1991]] wurde die Karolinenbrücke um weit auskragende [[Radweg|Rad]]- und Gehwege erweitert. Bei einer routinemäßigen Brückenprüfung wurden Risse an Schweißnähten festgestellt. Diese sind auf die erhöhte Verkehrsbeanspruchung und zu geringe Festigkeit der Werkstoffeigenschaften zurückzuführen. Man entschied sich für eine Tragwerksverstärkung. Eine übliche Verstärkung der Ober- und Untergurte der Hauptträger schied aus wirtschaftlichen und fertigungstechnischen Gründen aus (stark eingeschränkte Schweißeignung des Altbestandes), so dass eine über der Fahrbahn liegende eigenständige Verstärkungskonstruktion in Form von zusätzlichen Hauptträgern angeordnet wurde. Diese Verstärkungsmaßnahmen wurden im Oktober [[2004]] begonnen und waren nach sechs Wochen abgeschlossen. | | [[1990]]–[[1991]] wurde die Karolinenbrücke um weit auskragende [[Radweg|Rad]]- und Gehwege erweitert. Bei einer routinemäßigen Brückenprüfung wurden Risse an Schweißnähten festgestellt. Diese sind auf die erhöhte Verkehrsbeanspruchung und zu geringe Festigkeit der Werkstoffeigenschaften zurückzuführen. Man entschied sich für eine Tragwerksverstärkung. Eine übliche Verstärkung der Ober- und Untergurte der Hauptträger schied aus wirtschaftlichen und fertigungstechnischen Gründen aus (stark eingeschränkte Schweißeignung des Altbestandes), so dass eine über der Fahrbahn liegende eigenständige Verstärkungskonstruktion in Form von zusätzlichen Hauptträgern angeordnet wurde. Diese Verstärkungsmaßnahmen wurden im Oktober [[2004]] begonnen und waren nach sechs Wochen abgeschlossen. |
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| − | '''[[2006]] Brückenverstärkung'''
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| | [[2005]]–[[2006]] wurden die Brückenkonstruktion durch neue Brückenbögen verstärkt (Stabbogenbrücke). Der durch Sprödbruchgefahr bedrohte Stahlhauptträger der Verbundkonstruktion wurde mit je drei hintereinanderliegenden Bögen in zwei Ebenen oberhalb der Fahrbahn verstärkt und Fehlstellungen der Stelzenlager und des ausgerissenen Brückenfestpunktes saniert. Die Karolinenbrücke ist nun eine dreifedrige Balkenbrücke mit obenliegender nicht im Verbund mit den beiden stählernen Hauptträgern mitwirkender Betonfahrbahnplatte.<ref>[https://www.tugraz.at/institute/isb/drittmittelprojekte/karolinenbruecke-salzburg/ www.tugraz.at/karolinenbruecke-salzburg]</ref><ref>[https://www.sbv-ztgmbh.at/referenzen/sanierung.php www.sbv-ztgmbh.at]</ref> | | [[2005]]–[[2006]] wurden die Brückenkonstruktion durch neue Brückenbögen verstärkt (Stabbogenbrücke). Der durch Sprödbruchgefahr bedrohte Stahlhauptträger der Verbundkonstruktion wurde mit je drei hintereinanderliegenden Bögen in zwei Ebenen oberhalb der Fahrbahn verstärkt und Fehlstellungen der Stelzenlager und des ausgerissenen Brückenfestpunktes saniert. Die Karolinenbrücke ist nun eine dreifedrige Balkenbrücke mit obenliegender nicht im Verbund mit den beiden stählernen Hauptträgern mitwirkender Betonfahrbahnplatte.<ref>[https://www.tugraz.at/institute/isb/drittmittelprojekte/karolinenbruecke-salzburg/ www.tugraz.at/karolinenbruecke-salzburg]</ref><ref>[https://www.sbv-ztgmbh.at/referenzen/sanierung.php www.sbv-ztgmbh.at]</ref> |
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| | == Bilder == | | == Bilder == |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| | * [http://www.stadt-salzburg.at/historischeratlas/br2.htm www.stadt-salzburg.at/Historische Atlas/Karolinenbrücke] | | * [http://www.stadt-salzburg.at/historischeratlas/br2.htm www.stadt-salzburg.at/Historische Atlas/Karolinenbrücke] |