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ergänzt mit Korrektur über das erste Wiener Kaffeehaus
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Die Heimat der Kaffeebohne ist das Hochland von Abessinien in Äthiopien, Afrika, die Provinz Kaffa. Über den Orient, im Besonderen Istanbul (früher Konstantinopel) und dann am Seeweg nach Venedig, Italien<ref>siehe auch [[Handel (historisch)]]</ref>, fand die Kaffeebohne und damit auch das anregende Getränk seinen Weg nach Europa.
 
Die Heimat der Kaffeebohne ist das Hochland von Abessinien in Äthiopien, Afrika, die Provinz Kaffa. Über den Orient, im Besonderen Istanbul (früher Konstantinopel) und dann am Seeweg nach Venedig, Italien<ref>siehe auch [[Handel (historisch)]]</ref>, fand die Kaffeebohne und damit auch das anregende Getränk seinen Weg nach Europa.
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Man nimmt an, dass der in Polen geborene und in Wien lebende Kaufmann Georg Franz Kolschitzky (* [[1640]] in Polen; † [[20. Februar]] [[1694]] in Wien) [[1683]] das erste österreichische Caféhaus in Wien eröffnet hatte. 500 eroberte Kaffeesäcke erhielt er nach der zweiten Türkenbelagerung für seine Kundschafterdienste.
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Am 17. Jänner 1685 erhielt in Wien der Armenier Johannes Diodato die Genehmigung als Erster und Einziger in Wien die Kaffeesiederei zu betreiben. 500 eroberte Kaffeesäcke erhielt er nach der zweiten Türkenbelagerung für seine Kundschafterdienste. Dies sind die Erkenntnisse jüngerer Forschung, denn bisher hatte man angenommen, dass der in Polen geborene und in Wien lebende Kaufmann Georg Franz Kolschitzky (* [[1640]] in Polen; † [[20. Februar]] [[1694]] in Wien) [[1683]] das erste österreichische Caféhaus in Wien eröffnet hatte<ref>Quellen der Ergänzung: Salzburger Nachrichten, 16. Jänner 2010, Kaleidoskop, Historienecke; sowie Wikipedia Deutschland unter Johannes Diodato</ref>.  
    
Doch es soll schon [[1647]] ein Caféhaus in Venedig, Italien, eröffnet worden sein, das demnach das erste Caféhaus in Europa war. Es folgten weitere Cafés in Italien, vor allem in Oberitalien. Turin wurde eine Hochburg der Cafés (und der Schokolade!), was noch heute in den vielen Caféhäusern zu sehen ist. Turin zählte damals zu Savoyen, das beiderseits der Seealpen im heutigen Italien und Frankreich bestand. Der [[1670]] eingewanderte Savoyarde (aus dem französischen Savoyen, heute zwischen Lyon und Italien) Jean Fontaine, war dann auch der erste, der in Salzburg ein Kaffeehaus eröffnen durfte und aus dem schließlich das [[Café Tomaselli]] hervorging. Aber auch in Triest und Mailand wurden die Caféhäuser geschätzte Treffpunkte.
 
Doch es soll schon [[1647]] ein Caféhaus in Venedig, Italien, eröffnet worden sein, das demnach das erste Caféhaus in Europa war. Es folgten weitere Cafés in Italien, vor allem in Oberitalien. Turin wurde eine Hochburg der Cafés (und der Schokolade!), was noch heute in den vielen Caféhäusern zu sehen ist. Turin zählte damals zu Savoyen, das beiderseits der Seealpen im heutigen Italien und Frankreich bestand. Der [[1670]] eingewanderte Savoyarde (aus dem französischen Savoyen, heute zwischen Lyon und Italien) Jean Fontaine, war dann auch der erste, der in Salzburg ein Kaffeehaus eröffnen durfte und aus dem schließlich das [[Café Tomaselli]] hervorging. Aber auch in Triest und Mailand wurden die Caféhäuser geschätzte Treffpunkte.