Melchior de Haze: Unterschied zwischen den Versionen

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==Eine unverbürgte Legende==
 
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Melchior de Haze soll sich der völlig unbelegten Legende nach angeblich geweigert haben, zur Einrichtung des Glockenspiels selbst nach Salzburg zu kommen, weil ihm, falls auf dieser Reise seine letzte Stunde schlagen sollte, vor seinem Heimgang niemand mehr die Beichte abnehmen und die Absolution für seine Sünden erteilen würde können, da er nur flämisch sprechen konnte, dessen Kenntnis er bei den möglichen Beichtvätern nicht voraussetzen mochte; woraus wiederum angeblich erhellen könnte, dass Melchior de Haze möglicherweise ein frommer und gewissenhafter Katholik gewesen sein könnte (Antwerpen gehörte allerdings damals längst zu den protestantischen Niederlanden. die dortigen Bewohner waren großteils Calvinisten). So oblag der Zusammenbau dem Salzburger Hofuhrmacher [[Jeremias Sauter]]. Lästerer führten die nicht ganz harmonische Stimmung des Glockenspiels auf diesen Umstand zurück. Diese mangelnde Stimmung beruht aber wesentlich auf einer unsachgemäßen Restaurierung des 19. Jahrhunderts.<ref>Erinnerung des [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfassers]] an einen Zeitungsartikel.</ref>
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Melchior de Haze soll sich der völlig unbelegten Legende nach - nicht untypisch für das späte 19. Jahrhundert - angeblich geweigert haben, zur Einrichtung des Glockenspiels selbst nach Salzburg zu kommen, weil ihm, falls auf dieser Reise seine letzte Stunde schlagen sollte, vor seinem Heimgang niemand mehr die Beichte abnehmen und die Absolution für seine Sünden erteilen würde können, da er nur flämisch sprechen konnte, dessen Kenntnis er bei den möglichen Beichtvätern nicht voraussetzen mochte; woraus wiederum angeblich erhellen könnte, dass Melchior de Haze möglicherweise ein frommer und gewissenhafter Katholik gewesen sein könnte (Antwerpen gehörte allerdings damals längst zu den protestantischen Niederlanden. die dortigen Bewohner waren großteils Calvinisten). So oblag der Zusammenbau dem Salzburger Hofuhrmacher [[Jeremias Sauter]]. Lästerer führten die nicht ganz harmonische Stimmung des Glockenspiels auf diesen Umstand zurück. Diese mangelnde Stimmung beruht aber wesentlich auf einer unsachgemäßen Restaurierung des 19. Jahrhunderts.<ref>Erinnerung des [[Benutzer:Karl Irresberger|Artikel(erst)verfassers]] an einen Zeitungsartikel.</ref>
  
 
==Quellen ==  
 
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Version vom 18. September 2019, 16:59 Uhr

Melchior de Haze (* 1632 Antwerpen, heute Belgien; † 1697 ebenda) war ein flämischer Glockengießer und der Schöpfer der Glocken des Salzburger Glockenspiels.

Leben

Es wird angenommen, dass Melchior de Haze bei den berühmten Antwerpener Glockengießern François und Pieter Hemony in die Lehre ging. Seine älteste bekannte Glocke datiert aus dem Jahr 1659. De Haze erlangte große Bekanntheit durch eindrucksvolle Carillons (Turmglockenspiele), die er ua. für den spanischen Königspalast El Escorial (1674) und den Belfort von Brügge (1676) fertigte. Von ihm geschaffene noch bestehende Carillons sind ua. die von Alkmaar (Nordholland, Niederlande), Gorinchem (Südholland, Niederlande) und eben das Salzburger Glockenspiel (1688 /89). Auch die rund 6000 kg schwere Siegesglocke des Belforts von Brügge ist sein Werk.

Eine unverbürgte Legende

Melchior de Haze soll sich der völlig unbelegten Legende nach - nicht untypisch für das späte 19. Jahrhundert - angeblich geweigert haben, zur Einrichtung des Glockenspiels selbst nach Salzburg zu kommen, weil ihm, falls auf dieser Reise seine letzte Stunde schlagen sollte, vor seinem Heimgang niemand mehr die Beichte abnehmen und die Absolution für seine Sünden erteilen würde können, da er nur flämisch sprechen konnte, dessen Kenntnis er bei den möglichen Beichtvätern nicht voraussetzen mochte; woraus wiederum angeblich erhellen könnte, dass Melchior de Haze möglicherweise ein frommer und gewissenhafter Katholik gewesen sein könnte (Antwerpen gehörte allerdings damals längst zu den protestantischen Niederlanden. die dortigen Bewohner waren großteils Calvinisten). So oblag der Zusammenbau dem Salzburger Hofuhrmacher Jeremias Sauter. Lästerer führten die nicht ganz harmonische Stimmung des Glockenspiels auf diesen Umstand zurück. Diese mangelnde Stimmung beruht aber wesentlich auf einer unsachgemäßen Restaurierung des 19. Jahrhunderts.[1]

Quellen

Weblinks

Einzelnachweis

  1. Erinnerung des Artikel(erst)verfassers an einen Zeitungsartikel.