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==Forschung==
 
==Forschung==
 
Das Obersulzbachkees ist ein traditionelles Forschungsobjekt. Der Eiszeitforscher Eduard Richter hat den Gletscher erstmals 1880 kartographisch aufgenommen und eine großmaßstäbige Karte der Gletscherzunge hergestellt. Wolfgang Pillewizer nahm den Gletscher 1939 terrestrisch – photogrammetrisch auf. Innerhalb des Österreichischen Gletscherkatasters 1969 und des Gletscherinventars 1998 wurde das Kees wieder vermessen.  
 
Das Obersulzbachkees ist ein traditionelles Forschungsobjekt. Der Eiszeitforscher Eduard Richter hat den Gletscher erstmals 1880 kartographisch aufgenommen und eine großmaßstäbige Karte der Gletscherzunge hergestellt. Wolfgang Pillewizer nahm den Gletscher 1939 terrestrisch – photogrammetrisch auf. Innerhalb des Österreichischen Gletscherkatasters 1969 und des Gletscherinventars 1998 wurde das Kees wieder vermessen.  
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BSeit Jahren wird der Abfluss in einem rund 20 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet, in dem die Gletscher ca. 80 Prozent der Fläche ausmachen, gemessen. Diese Messstelle wird vom Hydrografischen Dienst des Landes Salzburg betreut.
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Zur Zeit der größten Wasserführung fließen pro Sekunde 15 Kubikmeter talwärts. Dabei handelt es sich fast nur Schmelzwasser ohne Niederschlagswasser. In den letzten 15 Jahren gab es im Juli nur zweimal so hohe Abflussmengen. Somit kommen solche Wasserführungen nur selten vor.
    
Aus glaziologischem Interesse, um den besonders starken Rückgang und Zerfall des Obersulzbachkees zu erfassen, wurden im Jahr 2003, 2006 und 2008 Laserscanvermessungen (EGEO) gemacht.  
 
Aus glaziologischem Interesse, um den besonders starken Rückgang und Zerfall des Obersulzbachkees zu erfassen, wurden im Jahr 2003, 2006 und 2008 Laserscanvermessungen (EGEO) gemacht.  
Der Gletscherschwund bzw. das Abschmelzen ist bisher zumeist nur von der klimatologischen Seite betrachtet worden, nun kommt die Komponente des Eiszerfalls aufgrund topographischer und subglazialer (Tunnel- und Höhlenbildung) Prozesse dazu, die den Zerfall beschleunigen. Zu den reinen Messungen der Abschmelzung muss nun auch diese Komponente erfasst werden. Mit dem Laserscan ist die Gesamtsummer der Veränderungen erfasst.  
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Der Gletscherschwund bzw. das Abschmelzen ist bisher zumeist nur von der klimatologischen Seite betrachtet worden, nun kommt die Komponente des Eiszerfalls aufgrund topographischer und subglazialer (Tunnel- und Höhlenbildung) Prozesse dazu, die den Zerfall beschleunigen. Zu den reinen Messungen der Abschmelzung muss nun auch diese Komponente erfasst werden. Mit dem Laserscan ist die Gesamtsummer der Veränderungen erfasst.
    
==Gletscherlehrweg==
 
==Gletscherlehrweg==
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