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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
[[1805]], als das [[Erzstift Salzburg]] säkularisiert wurde, kamen Tausende Dokumente der ''Hofrats-Registratur'' , dem eigentlichen Hofrat für Justizsachen und dem Kammerrat für Finanzangelegenheiten, darunter die [[Kammerbücher]] nach [[Wien]] ins Österreichische Staatsarchiv. Die Akten des Hofkriegsrates wurden fast zur Gänze vernichtet. [[1805]] begann [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] mit der Erstellung einer ''Central-Registratur'' für Salzburg.  
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[[1805]], als das [[Fürsterzbistum Salzburg]] säkularisiert wurde, kamen Tausende Dokumente der Hofrats-Registratur, dem eigentlichen [[Hofrat]] für Justizsachen und dem Kammerrat für Finanzangelegenheiten, darunter die [[Kammerbücher]] nach [[Wien]] in das Österreichische Staatsarchiv. Die Akten des Hofkriegsrates wurden fast zur Gänze vernichtet. Im selben Jahr begann [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] mit der Erstellung einer ''Central-Registratur'' für Salzburg.  
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[[1816]], als die [[Bayern]] nach kurzer Herrschaft Salzburg verließen, nahmen auch sie etwa tausend Urkunden mit, die sich heute im Münchner Staatsarchiv befinden. Durch Entführung, Teilung und Skartierung erlitten so die einst reichen Bestände an historischen Archivalien der Zentralstellen in Salzburg arge Verluste.
 
[[1816]], als die [[Bayern]] nach kurzer Herrschaft Salzburg verließen, nahmen auch sie etwa tausend Urkunden mit, die sich heute im Münchner Staatsarchiv befinden. Durch Entführung, Teilung und Skartierung erlitten so die einst reichen Bestände an historischen Archivalien der Zentralstellen in Salzburg arge Verluste.
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[[1825]] wurde endlich eine ''Zentralregistratur'' eingerichtet, die jedoch dem Ministerium für Inneres in Wien unterstand und bis zu ihrem Ende [[1853]] wenig Ersprießliches leistete, da es an Beamten mangelte, insbesondere an geschulten und sich für die Bestände auch kein geeignete Lokal finden lies. [[1829]] wurde [[Johann Nepomuk Schönauer]], zuvor gewesener [[Rentamt]]beamter, als funktionierender Landesarchivar in der Zentralregistratur besetzt, der diese Stelle bis zu seinem Tode innehatte und sich redlich und erfolgreich darum bemühte, die ältere Geschichte, die Quellen der Rechts- und Verfassungsgeschichte, sowie der Verwaltung mit den Kenntnissen eines erfahrenen Kameralisten zu ordnen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18540203&query=%22landesarchiv%22&seite=1 anno.onb.ac.at/Neue Salzburger Zeitung 3. Februar 1854, Johann Nepomuk Schönauer, Nachruf]</ref> [[1853]] wurde die Zentralregistratur oder das damalige k. k. ''Regierungsarchiv'' in Salzburg unter die Aufsicht der [[Landesregierung]] gestellt, wodurch es zunächst weiter abwärts ging.
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[[1825]] wurde endlich eine Zentralregistratur eingerichtet, die jedoch dem Ministerium für Inneres in Wien unterstand und bis zu ihrem Ende [[1853]] wenig Ersprießliches leistete, da es an Beamten mangelte, insbesondere an geschulten und sich für die Bestände auch kein geeignete Lokal finden lies. [[1829]] wurde [[Johann Nepomuk Schönauer]], zuvor gewesener [[Rentamt]]beamter, als funktionierender Landesarchivar in der Zentralregistratur besetzt, der diese Stelle bis zu seinem Tode innehatte und sich redlich und erfolgreich darum bemühte, die ältere Geschichte, die Quellen der Rechts- und Verfassungsgeschichte, sowie der Verwaltung mit den Kenntnissen eines erfahrenen Kameralisten zu ordnen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18540203&query=%22landesarchiv%22&seite=1 anno.onb.ac.at/Neue Salzburger Zeitung 3. Februar 1854, Johann Nepomuk Schönauer, Nachruf]</ref> [[1853]] wurde die Zentralregistratur oder das damalige k. k. ''Regierungsarchiv'' in Salzburg unter die Aufsicht der [[Landesregierung]] gestellt, wodurch es zunächst weiter abwärts ging.
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Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurden die Akten über die politischen Angelegenheiten, soweit deren Bestände noch in den Akten bei den verschiedenen Behörden lagerten, herausgefiltert und deren Protokolle ([[1588]]-[[1806]]) dem neuen Archiv zugeführt.  
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Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurden die Akten über die politischen Angelegenheiten, soweit deren Bestände noch in den Akten bei den verschiedenen Behörden lagerten, herausgefiltert und deren Protokolle ([[1588]][[1806]]) dem neuen Archiv zugeführt.  
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Im Jahr [[1868]] wurde die Stelle des Leiters des alten Regierungsarchivs mit [[Friedrich Pirckmayer]] neu besetzt. Pirckmayer ordnete die Bestände fachlich neu und fand auch eine geeignete Unterbringung für das nunmehrige ''k. k. Landesregierungsarchiv'' oder ''Salzburger Regierungsarchiv''. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18680204&query=%22regierungsarchiv%22&seite=5 http://anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 4. Februar 1868, Amtsblatt, Stellenausschreibung]</ref>.  
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Im Jahr [[1868]] wurde die Stelle des Leiters des alten Regierungsarchivs mit [[Friedrich Pirckmayer]] neu besetzt. Pirckmayer ordnete die Bestände fachlich neu und fand auch eine geeignete Unterbringung für das nunmehrige ''k. k. Landesregierungsarchiv'' - ''Salzburger Regierungsarchiv''.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18680204&query=%22regierungsarchiv%22&seite=5 http://anno.onb.ac.at/Salzburger Zeitung, 4. Februar 1868, Amtsblatt, Stellenausschreibung]</ref>.  
    
== Baugeschichte ==
 
== Baugeschichte ==
 
Das Gebäude des Salzburger Landesarchivs (Amtsgebäude Michael-Pacher-Straße 40) wurde [[1970]] errichtet.  
 
Das Gebäude des Salzburger Landesarchivs (Amtsgebäude Michael-Pacher-Straße 40) wurde [[1970]] errichtet.  
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=== Kunst am Bau ===
 
=== Kunst am Bau ===
 
[[Datei:Amtsgebäude Michael-Pacher-Straße Haus Nr 40 Landesarchiv Foto 06.jpg|thumb|„Bücherturm“ aus bronziertem Steinguss, Prof. akad. Maler [[Josef Magnus]], 1970]]
 
[[Datei:Amtsgebäude Michael-Pacher-Straße Haus Nr 40 Landesarchiv Foto 06.jpg|thumb|„Bücherturm“ aus bronziertem Steinguss, Prof. akad. Maler [[Josef Magnus]], 1970]]
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== Das Archiv ==
 
== Das Archiv ==
19.000 Urkunden aus den alten Archiven der [[Salzburger Erzbischöfe]] waren bis [[2009]] bereits digitalisiert. Im virtuelle Urkundenarchiv Europas im Internet<ref>siehe [http://www.monasterium.net/  www.monasterium.net]</ref> kann man bereits Tausende Urkunden online ansehen. Die Digitalisierung dieser Dokumente dauerte etwa ein Jahr und kostete das Land Salzburg 5.000 Euro, sowie je 25.000 Euro zahlten Bund und Land nochmals für die Mikroverfilmung.
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19&nbsp;000 Urkunden aus den alten Archiven der [[Salzburger Erzbischöfe]] waren bis [[2009]] bereits digitalisiert. Im virtuelle Urkundenarchiv Europas im Internet<ref>siehe [http://www.monasterium.net/  www.monasterium.net]</ref> kann man bereits Tausende Urkunden online ansehen. Die Digitalisierung dieser Dokumente dauerte etwa ein Jahr und kostete das Land Salzburg 5.000 Euro, sowie je 25.000 Euro zahlten Bund und Land nochmals für die Mikroverfilmung.
    
Seit 1. August 2010 fungiert [[Oskar Dohle]] als Direktor des Salzburger Landesarchivs.  
 
Seit 1. August 2010 fungiert [[Oskar Dohle]] als Direktor des Salzburger Landesarchivs.  
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Dem früheren Leiter des Salzburger Landesarchivs, [[Fritz Koller]], gelang es im Laufe der Jahre, etliche Dokumente im Tausch gegen im Salzburger Besitz befindliche bayerische Urkunden, wieder nach Salzburg zu bringen. Es sollen bisher (2009) an die 300 historische Papiere sein.
 
Dem früheren Leiter des Salzburger Landesarchivs, [[Fritz Koller]], gelang es im Laufe der Jahre, etliche Dokumente im Tausch gegen im Salzburger Besitz befindliche bayerische Urkunden, wieder nach Salzburg zu bringen. Es sollen bisher (2009) an die 300 historische Papiere sein.