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== Ereignisse Jänner 2019 ==
 
== Ereignisse Jänner 2019 ==
* [[3. Jänner]], Donnerstag: Im ganzen Land setzten Schneefälle ein, in höherer Lagen kamen noch Orkanböen bis zu 169 km/h hinzu (gemessen beim [[Fuscher Törl]] in 2 431 [[m ü. A.]]  an der [[Großglockner Hochalpenstraße]]). Es gab bis zu einem Meter Neuschnee und die [[Lawine]]ngefahr stieg erheblich. Tagsüber gab es beispielsweise 33 Zentimeter Neuschnee in [[Saalbach-Hinterglemm]]. Am [[Radstädter Tauern]] galt Schneekettenpflicht. Am Nachmittag begann es auch in der Landeshauptstadt [[Salzburg]] stark zu schneien.  
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===== Donnerstag, [[3. Jänner]] =====
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Im ganzen Land setzten Schneefälle ein, in höherer Lagen kamen noch Orkanböen bis zu 169 km/h hinzu (gemessen beim [[Fuscher Törl]] in 2 431 [[m ü. A.]]  an der [[Großglockner Hochalpenstraße]]). Es gab bis zu einem Meter Neuschnee und die [[Lawine]]ngefahr stieg erheblich. Tagsüber gab es beispielsweise 33 Zentimeter Neuschnee in [[Saalbach-Hinterglemm]]. Am [[Radstädter Tauern]] galt Schneekettenpflicht. Am Nachmittag begann es auch in der Landeshauptstadt [[Salzburg]] stark zu schneien.  
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* [[4. Jänner]], Freitag: Im Hinblick auf die am Wochenende zu erwartenden starken Schneefälle traten bereits zahlreiche Urlauber in [[Obertauern]] ihre verfrühte Heimreise an. Am Nachmittag musste die [[Tauernautobahn]] zwischen [[Flachauwinkl]] und dem [[Tauerntunnel (Tauernautobahn)|Tauerntunnel]] für eine Stunde gesperrt werden. Am Benzegg, einem 2 076 m hohen Berg, musste an bekannten Lawinenstrichen gesprengt werden. An den drei angepeilten Orten detonierten in Summe sechs Sprengladungen mit je zwei Kilogramm Lawinensprengstoff. In den Salzburger Berge herrschte Lawinenwarnstufe 4.
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===== Freitag, [[4. Jänner]] =====
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Im Hinblick auf die am Wochenende zu erwartenden starken Schneefälle traten bereits zahlreiche Urlauber in [[Obertauern]] ihre verfrühte Heimreise an. Am Nachmittag musste die [[Tauernautobahn]] zwischen [[Flachauwinkl]] und dem [[Tauerntunnel (Tauernautobahn)|Tauerntunnel]] für eine Stunde gesperrt werden. Am Benzegg, einem 2 076 m hohen Berg, musste an bekannten Lawinenstrichen gesprengt werden. An den drei angepeilten Orten detonierten in Summe sechs Sprengladungen mit je zwei Kilogramm Lawinensprengstoff. In den Salzburger Berge herrschte Lawinenwarnstufe 4.
    
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[[Datei:Jänner 2019 04.jpg|thumb|Am 9. Jänner 2019 standen zusätzlich weitere 48 Soldaten des [[Pionierbataillon 2|Pionierbataillons 2]] aus Salzburg im Assistenzeinsatz. Die Soldaten haben die Aufgabe im Bereich der Verbindungsstraße [[Faistenau]] - [[Hintersee (Ort)|Hinterseee]] und im Bereich der Landesstraße [[Egg (Thalgau)|Egg]] in [[Thalgau]] Richtung [[Fuschl am See]] die Straßen von Bruchholz zu befreien und somit wieder befahrbar zu machen.]]
 
[[Datei:Jänner 2019 04.jpg|thumb|Am 9. Jänner 2019 standen zusätzlich weitere 48 Soldaten des [[Pionierbataillon 2|Pionierbataillons 2]] aus Salzburg im Assistenzeinsatz. Die Soldaten haben die Aufgabe im Bereich der Verbindungsstraße [[Faistenau]] - [[Hintersee (Ort)|Hinterseee]] und im Bereich der Landesstraße [[Egg (Thalgau)|Egg]] in [[Thalgau]] Richtung [[Fuschl am See]] die Straßen von Bruchholz zu befreien und somit wieder befahrbar zu machen.]]
 
[[Datei:Jänner 2019 05.jpg|thumb|Der stellvertretende Militärkommandant Salzburgs Günther Gann vor dem "Black Hawk" Hubschrauber des Bundesheeres, mit dem "Downwash-Flüge" durchgeführt wurden.]]
 
[[Datei:Jänner 2019 05.jpg|thumb|Der stellvertretende Militärkommandant Salzburgs Günther Gann vor dem "Black Hawk" Hubschrauber des Bundesheeres, mit dem "Downwash-Flüge" durchgeführt wurden.]]
* [[5. Jänner]], Samstag:
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:In Obertauern waren alle Räumgeräte im Einsatz, um den Neuschnee von Straßen und Parkplätzen zu bringen.
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===== Samstag, [[5. Jänner]] =====
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In Obertauern waren alle Räumgeräte im Einsatz, um den Neuschnee von Straßen und Parkplätzen zu bringen.
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:Trotz des dichten Schneetreibens und Lawinenwarenstufe 4 riskierten Skifahrer und Snwoboarder ihr Leben. In [[Abtenau]] wurde ein einheimischen Paar (28 und 23 Jahre) vermisst, das sich mit Schneeschuhen zur [[Schindlmaisalm]] zu einer Wildfütterung auf rund 1 000 m ü. A. aufgemacht hatte und von einer Staublawine erfasst wurde. Beide konnten Tage später nur mehr tot geborgen werden.  In [[Werfenweng]] brachten sich Snowboarder in große Gefahr. Keine Rettung gab es für eine 20-jährige Skitourengeherin am Samstagnachmittag. Bei der Abfahrt von der 1 270 m ü. A. gelegenen Stoißer Alm auf dem Teiseberg im [[Rupertiwinkel]] wurde sie in einem Steilhang von einer Lawine erfasst und verschüttet.
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Trotz des dichten Schneetreibens und Lawinenwarenstufe 4 riskierten Skifahrer und Snwoboarder ihr Leben. In [[Abtenau]] wurde ein einheimischen Paar (28 und 23 Jahre) vermisst, das sich mit Schneeschuhen zur [[Schindlmaisalm]] zu einer Wildfütterung auf rund 1 000 m ü. A. aufgemacht hatte und von einer Staublawine erfasst wurde. Beide konnten Tage später nur mehr tot geborgen werden.  In [[Werfenweng]] brachten sich Snowboarder in große Gefahr. Keine Rettung gab es für eine 20-jährige Skitourengeherin am Samstagnachmittag. Bei der Abfahrt von der 1 270 m ü. A. gelegenen Stoißer Alm auf dem Teiseberg im [[Rupertiwinkel]] wurde sie in einem Steilhang von einer Lawine erfasst und verschüttet.
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:Ein deutscher Snowboarder musste die Nacht von Samstag auf Sonntag im Freien verbringen, nachdem er auf der [[Schmittenhöhe]] in einen Lawinenhang geraten war. Während der Bergung am Sonntagnachmittag fuhren drei weitere Snowboarder in den Hang ein und mussten ebenfalls gerettet werden.
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Ein deutscher Snowboarder musste die Nacht von Samstag auf Sonntag im Freien verbringen, nachdem er auf der [[Schmittenhöhe]] in einen Lawinenhang geraten war. Während der Bergung am Sonntagnachmittag fuhren drei weitere Snowboarder in den Hang ein und mussten ebenfalls gerettet werden.
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:Nahe [[Maria Alm am Steinernen Meer]] überlebte ein 53-jähriger Betreiber eine Skischule im Bereich der [[Schwalbenwand]] unter einer Lawine.  
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Nahe [[Maria Alm am Steinernen Meer]] überlebte ein 53-jähriger Betreiber eine Skischule im Bereich der [[Schwalbenwand]] unter einer Lawine.  
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:Unverantwortlich gingen am Samstagabend unbekannte Täter vor, die an der wegen Lawinengefahr gesperrten [[Katschberg Straße]] (B 99) nahe [[Tweng]] die Bolzen zweier Sperranlagen aufgebrochen hatten und offensichtlich weiterfuhren.
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Unverantwortlich gingen am Samstagabend unbekannte Täter vor, die an der wegen Lawinengefahr gesperrten [[Katschberg Straße]] (B 99) nahe [[Tweng]] die Bolzen zweier Sperranlagen aufgebrochen hatten und offensichtlich weiterfuhren.
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* [[6. Jänner]], Sonntag:
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===== Sonntag, [[6. Jänner]] =====
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Im [[Flachgau]] standen Dutzende Feuerwehren im Einsatz beim Beseitigen von umgestürzten Bäumen auf Fahrbahnen. Insgesamt meldete die [[Landeswarnzentrale]] 240 Einsätze im gesamten Bundesland, an denen 67 [[Feuerwehr]]en mit rund 1 550 Helfern in Einsatz waren.
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:Im [[Flachgau]] standen Dutzende Feuerwehren im Einsatz beim Beseitigen von umgestürzten Bäumen auf Fahrbahnen. Insgesamt meldete die [[Landeswarnzentrale]] 240 Einsätze im gesamten Bundesland, an denen 67 [[Feuerwehr]]en mit rund 1 550 Helfern in Einsatz waren.
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Gegen fünf Uhr in der Früh kam der ÖBB-''Nightjet'' von Graz nach Zürich im Bereich von [[Leogang]] auf offener Strecke zum Stehen. Ein umgestürzter Baum war in die Stromleitung gefallen, die Lok riss den Stamm und die Oberleitung meterweit mit. Die rund 300 Passagiere wurden in die letzten vier Waggons gebeten, die von einer Diesellok in den [[Saalfelden Bahnhof |Bahnhof Saalfelden]] gezogen wurden. Nach fünf Stunden war der Schaden behoben und der Zug konnte weiterfahren.
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:Gegen fünf Uhr in der Früh kam der ÖBB-''Nightjet'' von Graz nach Zürich im Bereich von [[Leogang]] auf offener Strecke zum Stehen. Ein umgestürzter Baum war in die Stromleitung gefallen, die Lok riss den Stamm und die Oberleitung meterweit mit. Die rund 300 Passagiere wurden in die letzten vier Waggons gebeten, die von einer Diesellok in den [[Saalfelden Bahnhof |Bahnhof Saalfelden]] gezogen wurden. Nach fünf Stunden war der Schaden behoben und der Zug konnte weiterfahren.
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Im Skigebiet von [[Zauchensee]] konnte ein 35-jähriger Slowene nur mehr tot geborgen werden. Er dürfte bei einer Variantenabfahrt gestürzt sein und war in dem mehr als einen Meter hohen Tiefenschnee steckengeblieben.
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:Im Skigebiet von [[Zauchensee]] konnte ein 35-jähriger Slowene nur mehr tot geborgen werden. Er dürfte bei einer Variantenabfahrt gestürzt sein und war in dem mehr als einen Meter hohen Tiefenschnee steckengeblieben.
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In [[St. Koloman]] im [[Tennengau]] war so viel Schnee gefallen, dass der Bürgermeister die Bewohner aufrief, zu Hause zu bleiben, nachdem zwei Lawinen auf Gemeindestraßen abgegangen waren. [[Volksschule St. Koloman|Volksschule]] und [[Kindergarten St. Koloman|Kindergarten]] blieben Montag und Dienstag geschlossen.
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:In [[St. Koloman]] im [[Tennengau]] war so viel Schnee gefallen, dass der Bürgermeister die Bewohner aufrief, zu Hause zu bleiben, nachdem zwei Lawinen auf Gemeindestraßen abgegangen waren. [[Volksschule St. Koloman|Volksschule]] und [[Kindergarten St. Koloman|Kindergarten]] blieben Montag und Dienstag geschlossen.
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===== Montag, [[7. Jänner]] =====
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Gegen 09 Uhr waren laut [[Salzburg AG]] rund 1 500 Haushalte im Land ohne Strom. Betroffen waren vor allem [[Faistenau]], [[Fuschl am See]] und [[Hintersee (Ort)|Hintersee]] sowie Abtenau, [[Annaberg-Lungötz]] und St. Koloman.
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* [[7. Jänner]], Montag:
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In [[Koppl]] gab das Dach einer Gärnterei unter den Schneemassen nach und brach ein. Wiederum 1 500 Feuerwehrleute waren im Land im Einsatz. In Abtenau wurde das seit Samstag vermisste junge Paar, ein aus [[Kuchl]] stammender 28-Jähriger und seine aus [[Hallein]]-[[Rif]] stammende 23-jährige Freundin nur mehr tot gefunden.
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:Gegen 09 Uhr waren laut [[Salzburg AG]] rund 1 500 Haushalte im Land ohne Strom. Betroffen waren vor allem [[Faistenau]], [[Fuschl am See]] und [[Hintersee (Ort)|Hintersee]] sowie Abtenau, [[Annaberg-Lungötz]] und St. Koloman.
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Am Obertauern saßen immer noch Tausende Urlauber fest, da die Straße nach einige Stunden wieder wegen Lawinengefahr gesperrt werden musste.  
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:In [[Koppl]] gab das Dach einer Gärnterei unter den Schneemassen nach und brach ein. Wiederum 1 500 Feuerwehrleute waren im Land im Einsatz. In Abtenau wurde das seit Samstag vermisste junge Paar, ein aus [[Kuchl]] stammender 28-Jähriger und seine aus [[Hallein]]-[[Rif]] stammende 23-jährige Freundin nur mehr tot gefunden.  
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===== Mittwoch, [[9. Jänner]] =====
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[[Zell am See]]: Bergretter holen neun Skifahrer aus Tiefschnee: Trotz Lawinenwarnstufe 4 waren auf der [[Schmittenhöhe]] in Zell am See am Mittwoch neun Skifahrer abseits der gesicherten Piste unterwegs - eine Notsituation war fast unvermeidlich. Die Gruppe aus Polen, Ungarn, Ukraine und Russland konnte zirka eine Stunde später von der Bergrettung, die mit zwölf Mann ausgerückt war, lokalisiert werden.<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/zell-am-see-bergretter-holen-neun-skifahrer-aus-tiefschnee-63834433 www.sn.at/salzburg/chronik], abgefragt am 10. Jänner 2019</ref>
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:Am Obertauern saßen immer noch Tausende Urlauber fest, da die Straße nach einige Stunden wieder wegen Lawinengefahr gesperrt werden musste.  
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===== Donnerstag, [[10. Jänner]] =====
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Es galt Warnstufe 5: Lawinengefahr bleibt extrem. Das war zuletzt in den Jahren 1999 und 2009 der Fall.<ref name="SN10Jan">Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/schneechaos-salzburg-kaempft-gegen-den-schnee-bahnstrecke-nach-lawinenabgang-bis-freitag-gesperrt-63558649 www.sn.at], abgefragt am 10. Jänner 2019</ref>
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* [[9. Jänner]], Mittwoch: [[Zell am See]]: Bergretter holen neun Skifahrer aus Tiefschnee: Trotz Lawinenwarnstufe 4 waren auf der [[Schmittenhöhe]] in Zell am See am Mittwoch neun Skifahrer abseits der gesicherten Piste unterwegs - eine Notsituation war fast unvermeidlich. Die Gruppe aus Polen, Ungarn, Ukraine und Russland konnte zirka eine Stunde später von der Bergrettung, die mit zwölf Mann ausgerückt war, lokalisiert werden.<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/zell-am-see-bergretter-holen-neun-skifahrer-aus-tiefschnee-63834433 www.sn.at/salzburg/chronik], abgefragt am 10. Jänner 2019</ref>
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Am 10. Jänner waren im Land Salzburg ca. 9&nbsp;600 Personen nicht durchgängig mit Fahrzeugen erreichbar. Davon rund 6&nbsp;000 in Obertauern. In Salzburg sind neben Obertauern auch der Ortsteil [[Rengerberg]] in [[Bad Vigaun]], [[Rußbach am Paß Gschütt]] und [[Weißbach bei Lofer]] nicht erreichbar. Sehr erschwert erreichbar war St. Koloman. In [[Adnet]] war ein Zweitwohnsitzgebiet und ein Gehöft abgeschlossen. Auf der [[Rudolfshütte]] in [[Uttendorf]] waren 350 Gäste eingeschlossen. Die Evakuierung war für Freitag, 11. Jänner, geplant.<ref name="SN10Jan"></ref>
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* [[10. Jänner]], Donnerstag:
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Wegen der Schneemassen musste am Donnerstagvormittag sogar die [[Getreidegasse]] und Teile der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] gesperrt werden. Die Weihnachtsbeleuchtung hatte gegen neun Uhr der Last nachgegeben. Durch das Gewicht waren es schon die Wandhaken herausgerissen worden.<ref name="SN10Jan"></ref>
: Es galt Warnstufe 5: Lawinengefahr bleibt extrem. Das war zuletzt in den Jahren 1999 und 2009 der Fall.<ref name="SN10Jan">Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/schneechaos-salzburg-kaempft-gegen-den-schnee-bahnstrecke-nach-lawinenabgang-bis-freitag-gesperrt-63558649 www.sn.at], abgefragt am 10. Jänner 2019</ref>
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: Am 10. Jänner waren im Land Salzburg ca. 9&nbsp;600 Personen nicht durchgängig mit Fahrzeugen erreichbar. Davon rund 6&nbsp;000 in Obertauern. In Salzburg sind neben Obertauern auch der Ortsteil [[Rengerberg]] in [[Bad Vigaun]], [[Rußbach am Paß Gschütt]] und [[Weißbach bei Lofer]] nicht erreichbar. Sehr erschwert erreichbar war St. Koloman. In [[Adnet]] war ein Zweitwohnsitzgebiet und ein Gehöft abgeschlossen. Auf der [[Rudolfshütte]] in [[Uttendorf]] waren 350 Gäste eingeschlossen. Die Evakuierung war für Freitag, 11. Jänner, geplant.<ref name="SN10Jan"></ref>
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: Wegen der Schneemassen musste am Donnerstagvormittag sogar die [[Getreidegasse]] und Teile der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] gesperrt werden. Die Weihnachtsbeleuchtung hatte gegen neun Uhr der Last nachgegeben. Durch das Gewicht waren es schon die Wandhaken herausgerissen worden.<ref name="SN10Jan"></ref>
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: Immer wieder fiel in den stark von Schnee betroffenen Gebieten Strom aus. Am Donnerstagnachmittag waren rund 900 Haushalte in Salzburg ohne Strom. Hauptbetroffen waren die Gemeinden Weißbach bei [[Lofer]], Rußbach, Bad Vigaun, Annaberg-Lungötz sowie das [[Heutal]] in [[Unken]]. Vor allem im Flachgau sorgten unter der Schneelast gebrochene Bäume für Störungen. Behinderungen gab es zuletzt auch in [[Lamprechtshausen]], Faistenau, Hintersee und [[St. Gilgen]]. Rund 400 Haushalte, vor allem im Raum Eugendorf, waren ohne Telekom-Verbindung.<ref name="SN10Jan"></ref>
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: In Salzburg waren am Donnerstag laut einer Informationen der Bildungsdirektion 26 Schulen geschlossen geblieben. Sechs Schulen im Flachgau, zwölf im Tennengau, zwei im [[Pongau]], fünf im [[Pinzgau]] und eine im [[Lungau]] blieben zu. Die meisten der am Donnerstag von einer Sperre betroffenen Schulen befanden sich im Tennengau, und hier vor allem im [[Lammertal]].<ref name="SN10Jan"></ref>
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: Seit Donnerstagmittag war die Bahnstrecke zwischen dem [[Bahnhof Golling-Abtenau]] und [[Werfen Bahnhof (Haltestelle)|Werfen]] unterbrochen, Zugfahrten sind in diesem Bereich nicht möglich. Wie die ÖBB mitteilten, ist dort im Nahbereich der Bahntrasse in der Nähe des Ofenauer Tunnels gegen Mittag eine Staublawine abgegangen. "Es ist kein Zug betroffen, es gibt also auch keine Verletzen", sagt ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Gleise wurden nicht verschüttet. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.<ref name="SN10Jan"></ref>
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: Im Skigebiet Maria Alm am Steinernen Meer (Pinzgau) waren Personen in den Gondeln der "Sinalco-Bahn" eingeschlossen. Ein Baum war auf die Seile der Bahn gekracht. Sechs Personen wurden von der Bergrettung aus den Gondeln geborgen und mit Pistenbullys ins Tal gebracht.<ref>Quelle [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/maria-alm-personen-in-sinalco-bahn-eingeschlossen-63870682 www.salzburg24.at], abgefragt am 10. Jänner 2019</ref>  
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* [[11. Jänner]], Freitag:
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Immer wieder fiel in den stark von Schnee betroffenen Gebieten Strom aus. Am Donnerstagnachmittag waren rund 900 Haushalte in Salzburg ohne Strom. Hauptbetroffen waren die Gemeinden Weißbach bei [[Lofer]], Rußbach, Bad Vigaun, Annaberg-Lungötz sowie das [[Heutal]] in [[Unken]]. Vor allem im Flachgau sorgten unter der Schneelast gebrochene Bäume für Störungen. Behinderungen gab es zuletzt auch in [[Lamprechtshausen]], Faistenau, Hintersee und [[St. Gilgen]]. Rund 400 Haushalte, vor allem im Raum Eugendorf, waren ohne Telekom-Verbindung.<ref name="SN10Jan"></ref>
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In Salzburg waren am Donnerstag laut einer Informationen der Bildungsdirektion 26 Schulen geschlossen geblieben. Sechs Schulen im Flachgau, zwölf im Tennengau, zwei im [[Pongau]], fünf im [[Pinzgau]] und eine im [[Lungau]] blieben zu. Die meisten der am Donnerstag von einer Sperre betroffenen Schulen befanden sich im Tennengau, und hier vor allem im [[Lammertal]].<ref name="SN10Jan"></ref>
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Seit Donnerstagmittag war die Bahnstrecke zwischen dem [[Bahnhof Golling-Abtenau]] und [[Werfen Bahnhof (Haltestelle)|Werfen]] unterbrochen, Zugfahrten sind in diesem Bereich nicht möglich. Wie die ÖBB mitteilten, ist dort im Nahbereich der Bahntrasse in der Nähe des Ofenauer Tunnels gegen Mittag eine Staublawine abgegangen. "Es ist kein Zug betroffen, es gibt also auch keine Verletzen", sagt ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Gleise wurden nicht verschüttet. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.<ref name="SN10Jan"></ref>
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Im Skigebiet Maria Alm am Steinernen Meer (Pinzgau) waren Personen in den Gondeln der "Sinalco-Bahn" eingeschlossen. Ein Baum war auf die Seile der Bahn gekracht. Sechs Personen wurden von der Bergrettung aus den Gondeln geborgen und mit Pistenbullys ins Tal gebracht.<ref>Quelle [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/maria-alm-personen-in-sinalco-bahn-eingeschlossen-63870682 www.salzburg24.at], abgefragt am 10. Jänner 2019</ref>
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===== Freitag, [[11. Jänner]] =====
 
[[Datei:Infotafel-Downwash-Flüge.jpg|thumb|11. Jänner 2019: Übersicht der sogenannten "Downwash"-Flüge des Bundesheeres, Flüge, bei den der Schnee von den Bäumen durch die Sogwirkung der Rotoren "gewaschen" wird.]]
 
[[Datei:Infotafel-Downwash-Flüge.jpg|thumb|11. Jänner 2019: Übersicht der sogenannten "Downwash"-Flüge des Bundesheeres, Flüge, bei den der Schnee von den Bäumen durch die Sogwirkung der Rotoren "gewaschen" wird.]]
: Bis zu zwölf Hubschrauber sind heute im ganzen Land Salzburg gleichzeitig in der Luft, um dieses lang ersehnte Wetterfenster optimal zu nützen. Die Mission der Piloten und Experten an Bord: Erkundungsflüge, ''Downwash''-Einsätze und, wo es möglich ist, Lawinen absprengen.
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Bis zu zwölf Hubschrauber sind heute im ganzen Land Salzburg gleichzeitig in der Luft, um dieses lang ersehnte Wetterfenster optimal zu nützen. Die Mission der Piloten und Experten an Bord: Erkundungsflüge, ''Downwash''-Einsätze und, wo es möglich ist, Lawinen absprengen.
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: Am Freitag waren dann zusätzlich einige Schulen im Flachgau geschlossen. Auch in [[Eugendorf]] oder [[Henndorf am Wallersee]] fiel der Unterricht am Freitag aus.<ref name="SN10Jan"></ref>
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Am Freitag waren dann zusätzlich einige Schulen im Flachgau geschlossen. Auch in [[Eugendorf]] oder [[Henndorf am Wallersee]] fiel der Unterricht am Freitag aus.<ref name="SN10Jan"></ref>
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: An der [[Plainfelder Straße (Thalgau)|Plainfelder Straße]] in [[Thalgau]] war das Blechdach einer Lagerhalle unter der enormen Schneelast eingestürzt. Feuerwehrmänner drangen mit Gewalt in die Halle ein und begannen sofort nach eventuell verschütteten Personen zu graben. In der Zwischenzeit waren auch das rote Kreuz sowie der Salzburger Notarzthubschrauber "Christophorus 6" eingetroffen. Wenig später konnten die Helfer Entwarnung geben: Es wurde keine Personen verschüttet, niemand wurde verletzt.<ref name="SN11Jan">Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/firmendach-stuerzte-in-thalgau-unter-der-schneelast-ein-63913015 www.sn.at]</ref>
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An der [[Plainfelder Straße (Thalgau)|Plainfelder Straße]] in [[Thalgau]] war das Blechdach einer Lagerhalle unter der enormen Schneelast eingestürzt. Feuerwehrmänner drangen mit Gewalt in die Halle ein und begannen sofort nach eventuell verschütteten Personen zu graben. In der Zwischenzeit waren auch das rote Kreuz sowie der Salzburger Notarzthubschrauber "Christophorus 6" eingetroffen. Wenig später konnten die Helfer Entwarnung geben: Es wurde keine Personen verschüttet, niemand wurde verletzt.<ref name="SN11Jan">Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/firmendach-stuerzte-in-thalgau-unter-der-schneelast-ein-63913015 www.sn.at]</ref>
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: In [[Eugendorf]] blieb am Freitag das Möbelhaus Möbelix bis 13 Uhr geschlossen. Der Grund: Das Dach musste von den großen Schneemassen befreit werden.<ref name="SN11Jan"></ref>
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In [[Eugendorf]] blieb am Freitag das Möbelhaus Möbelix bis 13 Uhr geschlossen. Der Grund: Das Dach musste von den großen Schneemassen befreit werden.<ref name="SN11Jan"></ref>
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: [[Bernhard Niedermoser]], Leiter der Lawinenwarnzentrale und Chef der Wetterdienststelle ZAMG im Gespräch mit den [[Salzburger Nachrichten]] (Zitat, das gesamte Interview siehe Quelle<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/lawinengefahr-strassensperren-sturm-nehmen-sie-sich-am-montag-frei-63877330 www.sn.at]</ref>:
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[[Bernhard Niedermoser]], Leiter der Lawinenwarnzentrale und Chef der Wetterdienststelle ZAMG im Gespräch mit den [[Salzburger Nachrichten]] (Zitat, das gesamte Interview siehe Quelle<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/lawinengefahr-strassensperren-sturm-nehmen-sie-sich-am-montag-frei-63877330 www.sn.at]</ref>:
 
: "''Es ist für viele Stadt-Salzburger unvorstellbar, dass hinter dem [[Gaisberg]] auf 750 Metern zwei Meter Schnee liegen. Oder dass es in [[Hintersee (Ort)|Hintersee]] und im [[Unken]]er [[Heutal]] 2,5 Meter Neuschnee gibt.''"
 
: "''Es ist für viele Stadt-Salzburger unvorstellbar, dass hinter dem [[Gaisberg]] auf 750 Metern zwei Meter Schnee liegen. Oder dass es in [[Hintersee (Ort)|Hintersee]] und im [[Unken]]er [[Heutal]] 2,5 Meter Neuschnee gibt.''"
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: Eingeschneite Berufsjäger füttern die Wildtiere weiter. Die [[Österreichische Bundesforste|Bundesforste]] führten am Freitag in der [[Osterhorngruppe]] einen Versorgungsflug durch. Der dortige Betriebsleiter geht davon aus, dass die Jäger noch bis nächste Woche ausharren. "''Die vergangenen 25 Jahre war nie so viel Schnee''", sagt Sepp Unterberger (Bild), Revierförster im Betrieb von [[Landesjägermeister]] [[Maximilian Mayr-Melnhof]] am [[Haunsberg]] und bei [[Anthering]].<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/eingeschneite-berufsjaeger-fuettern-die-wildtiere-weiter-63932386  www.sn.at]</ref>
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Eingeschneite Berufsjäger füttern die Wildtiere weiter. Die [[Österreichische Bundesforste|Bundesforste]] führten am Freitag in der [[Osterhorngruppe]] einen Versorgungsflug durch. Der dortige Betriebsleiter geht davon aus, dass die Jäger noch bis nächste Woche ausharren. "''Die vergangenen 25 Jahre war nie so viel Schnee''", sagt Sepp Unterberger (Bild), Revierförster im Betrieb von [[Landesjägermeister]] [[Maximilian Mayr-Melnhof]] am [[Haunsberg]] und bei [[Anthering]].<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/eingeschneite-berufsjaeger-fuettern-die-wildtiere-weiter-63932386  www.sn.at]</ref>
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Aufgrund der aktuellen Witterungssituation und der prognostizierten Schneefälle für heute Abend und prognostizierte Regenfälle morgen Samstag wurden alle städtischen Wälder, die [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]], die [[Hellbrunner Allee]], alle Spielplätze und [[Friedhöfe der Stadt Salzburg|städtischen Friedhöfe]] aus Sicherheitsgründen bis auf Widerruf vom Bezirkseinsatzstab der Landeshauptstadt [[Salzburg]] gesperrt.<ref>Quelle [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/schnee-in-salzburg-stadtwaelder-parks-und-friedhoefe-gesperrt-63909055 www.salzburg24.a], abgefragt am 12. Jänner 2019</ref>
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===== Samstag, [[12. Jänner]] =====
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Die [[Fremdenverkehr]]<nowiki>sströme</nowiki> am Wochenende werden zur Herausforderung: Die [[Salzburger Land Tourismus Gesellschaft m.b.H.|Salzburger Land Tourismus]] rechnet mit zirka 200&nbsp;000 Gästebewegungen. Schnee- und Regenfälle könnten den Urlauberschichtwechsel aber beeinträchtigen.<ref>[[Salzburg24.at]] online, abgefragt am 12. Jänner 2019</ref>
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===== Sonntag, [[13. Jänner]] =====
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Während es im Flachgau bei leichten Plusgraden regnete sorgte [[Innergebirg]] höchste Lawinengefahr für Probleme. Die Lawinengefahr hatte sich am Sonntag in Salzburg wieder verschärft. Es galt Warnstufe 4 der fünfteiligen Skala. In [[Rauris]] waren 3&nbsp;000 Einheimische und 2&nbsp;000 Gäste von der Außenwelt abgeschnitten. Insgesamt waren gegen Abend rund 11&nbsp;000 Menschen aufgrund der Witterungsverhältnissse von ihrer Umwelt abgeschlossen.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref>
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Aufgrund der anhaltenden Lawinengefahr waren im Bundesland Salzburg am Sonntag einige Bahnstrecken unterbrochen. So war zwischen [[Saalfelden am Steinernen Meer]] ([[Pinzgau]]) und Hochfilzen ([[Bezirk Kitzbühel]]), [[Bischofshofen]] ([[Pongau]]) und Stainach-Irdning ([[Bezirk Liezen]]) und am [[Pass Lueg]] kein Zugverkehr möglich.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref>
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: Aufgrund der aktuellen Witterungssituation und der prognostizierten Schneefälle für heute Abend und prognostizierte Regenfälle morgen Samstag wurden alle städtischen Wälder, die [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]], die [[Hellbrunner Allee]], alle Spielplätze und [[Friedhöfe der Stadt Salzburg|städtischen Friedhöfe]] aus Sicherheitsgründen bis auf Widerruf vom Bezirkseinsatzstab der Landeshauptstadt [[Salzburg]] gesperrt.<ref>Quelle [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/schnee-in-salzburg-stadtwaelder-parks-und-friedhoefe-gesperrt-63909055 www.salzburg24.a], abgefragt am 12. Jänner 2019</ref>
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Gegen Abend verschärfte sich die Lawinengefahr wieder. Es galt Warnstufe 4 der fünfteiligen Skala. Im [[Saalachtal]], in Obertauern und in Rauris waren rund 17&nbsp;000 Personen nicht mit Fahrzeugen erreichbar.
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* [[12. Jänner]], Samstag:
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Rund 180 Mitarbeiter waren im Zwei-Schichtbetrieb mit 80 Fahrzeugen fast rund um die Uhr im Einsatz, um die Sicherheit auf Salzburgs 1&nbsp;400 Kilometer Landesstraßen bestmöglich zu garantieren. In den vergangenen acht Tagen wurden 5.000 Tonnen Salz gestreut, das ist ein Drittel des durchschnittlichen Verbrauchs in einem ‚Normalwinter‘.
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: Die [[Fremdenverkehr]]<nowiki>sströme</nowiki> am Wochenende werden zur Herausforderung: Die [[Salzburger Land Tourismus Gesellschaft m.b.H.|Salzburger Land Tourismus]] rechnet mit zirka 200&nbsp;000 Gästebewegungen. Schnee- und Regenfälle könnten den Urlauberschichtwechsel aber beeinträchtigen.<ref>[[Salzburg24.at]] online, abgefragt am 12. Jänner 2019</ref>
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===== Montag, [[14. Jänner]] =====
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In der Nacht auf Montag erreichte eine Staublawine in Obertauern das [[Seekarhaus]].  
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* [[13. Jänner]], Sonntag:
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In [[Faistenau]] wurde am Montagvormittag ein Mann von einer Dachlawine verschüttet und wurde dabei getötet.
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: Während es im Flachgau bei leichten Plusgraden regnete sorgte [[Innergebirg]] höchste Lawinengefahr für Probleme. Die Lawinengefahr hatte sich am Sonntag in Salzburg wieder verschärft. Es galt Warnstufe 4 der fünfteiligen Skala. In [[Rauris]] waren 3&nbsp;000 Einheimische und 2&nbsp;000 Gäste von der Außenwelt abgeschnitten. Insgesamt waren gegen Abend rund 11&nbsp;000 Menschen aufgrund der Witterungsverhältnissse von ihrer Umwelt abgeschlossen.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref>
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Eine Entspannung der extremen Wettersituation ist in Sicht.
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: Aufgrund der anhaltenden Lawinengefahr waren im Bundesland Salzburg am Sonntag einige Bahnstrecken unterbrochen. So war zwischen [[Saalfelden am Steinernen Meer]] ([[Pinzgau]]) und Hochfilzen ([[Bezirk Kitzbühel]]), [[Bischofshofen]] ([[Pongau]]) und Stainach-Irdning ([[Bezirk Liezen]]) und am [[Pass Lueg]] kein Zugverkehr möglich.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref>
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Die [[Salzburger Landeskorrespondenz]] meldete am Nachmittag, dass 24&nbsp;000 Personen "eingeschneit" seien. Die Lawinengefahr war in Salzburg weiterhin extrem hoch, Stufe 4 bis 5. Montagnachmittag waren die Orte Obertauern, Unken, Lofer, [[St. Martin bei Lofer]], Weißbach bei Lofer und Rauris nicht mit Fahrzeugen erreichbar. Um 18 Uhr kamen wegen Lawinengefahr und daraus folgenden Straßensperren die Gemeinde [[Tweng]] und das [[Großarltal]] dazu. Insgesamt waren damit ab 18 Uhr zirka 24&nbsp;000 Personen in Salzburg nicht mit dem Auto erreichbar. Die Versorgung (Verpflegung sowie Infrastruktur und medizinische Versorgung) war gesichert.
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: Gegen Abend verschärfte sich die Lawinengefahr wieder. Es galt Warnstufe 4 der fünfteiligen Skala. Im [[Saalachtal]], in Obertauern und in Rauris waren rund 17&nbsp;000 Personen nicht mit Fahrzeugen erreichbar.
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Am Abend musste die [[Tauernautobahn]] zwischen der [[Einhausung Flachau]] und [[Einhausung Zederhaus|Zederhaus]] wegen Schneeglätte komplett gesperrt werden. Weiters gesperrt wurde auch der [[Katschbergtunnel]] in Fahrtrichtung Norden bei Rennweg (Kärnten). Die Asfinag rechnete mit einer mehrere Stunden andauernden Straßensperre.  
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: Rund 180 Mitarbeiter waren im Zwei-Schichtbetrieb mit 80 Fahrzeugen fast rund um die Uhr im Einsatz, um die Sicherheit auf Salzburgs 1&nbsp;400 Kilometer Landesstraßen bestmöglich zu garantieren. In den vergangenen acht Tagen wurden 5.000 Tonnen Salz gestreut, das ist ein Drittel des durchschnittlichen Verbrauchs in einem ‚Normalwinter‘.
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Ab 19 Uhr wurde nun auch die [[Glemmtal Landesstraße]] (L 111) ins [[Glemmtal]] ab der Abzweigung [[Maishofen]] gesperrt. Damit waren mehr als 41&nbsp;000 Personen nicht mehr mit dem Fahrzeug erreichbar.  
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* [[14. Jänner]], Montag:
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Die Liste der 14 "eingeschneiten Orte" in Salzburg: Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach, Obertauern und Tweng, [[Großarl]] und [[Hüttschlag]], [[Viehhofen]], [[Saalbach-Hinterglemm]], Rauris, [[Muhr]] im [[Lungau]], [[Mühlbach am Hochkönig]] und [[St. Martin am Tennengebirge]];
: In der Nacht auf Montag erreichte eine Staublawine in Obertauern das [[Seekarhaus]].
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: In [[Faistenau]] wurde am Montagvormittag ein Mann von einer Dachlawine verschüttet und dabei getötet.
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: Eine Entspannung der extremen Wettersituation ist in Sicht.
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: Die [[Salzburger Landeskorrespondenz]] meldete am Nachmittag, dass 24&nbsp;000 Personen "eingeschneit" seien. Die Lawinengefahr war in Salzburg weiterhin extrem hoch, Stufe 4 bis 5. Montagnachmittag waren die Orte Obertauern, Unken, Lofer, [[St. Martin bei Lofer]], Weißbach bei Lofer und Rauris nicht mit Fahrzeugen erreichbar. Um 18 Uhr kamen wegen Lawinengefahr und daraus folgenden Straßensperren die Gemeinde [[Tweng]] und das [[Großarltal]] dazu. Insgesamt waren damit ab 18 Uhr zirka 24&nbsp;000 Personen in Salzburg nicht mit dem Auto erreichbar. Die Versorgung (Verpflegung sowie Infrastruktur und medizinische Versorgung) war gesichert.
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===== Dienstag, [[15. Jänner]] =====
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Das Glemmtal war eine Nacht und einen Tag von der Außenwelt abgeschnitten. Unter den "Eingeschneiten" war auch Baywatch-Star David Hasselhoff. Er postete ein Video von sich mit Bademantel und Haube im tiefen Schnee.<ref>Mehr über David Hasselhoffs Besuch [https://www.sn.at/salzburg/chronik/saalbach-hinterglemm-auch-david-hasselhoff-steckte-im-schnee-fest-64112011  www.sn.at]</ref>
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: Am Abend musste die [[Tauernautobahn]] zwischen der [[Einhausung Flachau]] und [[Einhausung Zederhaus|Zederhaus]] wegen Schneeglätte komplett gesperrt werden. Weiters gesperrt wurde auch der [[Katschbergtunnel]] in Fahrtrichtung Norden bei Rennweg (Kärnten). Die Asfinag rechnete mit einer mehrere Stunden andauernden Straßensperre.  
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Im Grenzgebiet von Salzburg und Kärnten in der [[Ankogelgruppe]] ging Dienstagmittag eine Lawine ab. Vater und Sohn kamen unter die Schneemassen. Gerettet werden konnte nur der Vater, der Sohn kam ums Leben.  
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: Ab 19 Uhr wurde nun auch die [[Glemmtal Landesstraße]] (L 111) ins [[Glemmtal]] ab der Abzweigung [[Maishofen]] gesperrt. Damit waren mehr als 41&nbsp;000 Personen nicht mehr mit dem Fahrzeug erreichbar.  
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Insgesamt beruhigte sich die Wetterlage im Land, allerdings bleibt die Lawinengefahr hoch. Zwölf Salzburger Gemeinden sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten.
: Die Liste der 14 "eingeschneiten Orte" in Salzburg: Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach, Obertauern und Tweng, [[Großarl]] und [[Hüttschlag]], [[Viehhofen]], [[Saalbach-Hinterglemm]], Rauris, [[Muhr]] im [[Lungau]], [[Mühlbach am Hochkönig]] und [[St. Martin am Tennengebirge]];
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* [[15. Jänner]], Dienstag
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Bis auf Großarltal, Obertauern, Tweng und Muhr waren Dienstagabend alle Orte wieder erreichbar.
: Das Glemmtal war eine Nacht und einen Tag von der Außenwelt abgeschnitten. Unter den "Eingeschneiten" war auch Baywatch-Star David Hasselhoff. Er postete ein Video von sich mit Bademantel und Haube im tiefen Schnee.<ref>Mehr über David Hasselhoffs Besuch [https://www.sn.at/salzburg/chronik/saalbach-hinterglemm-auch-david-hasselhoff-steckte-im-schnee-fest-64112011  www.sn.at]</ref>
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: Im Grenzgebiet von Salzburg und Kärnten in der [[Ankogelgruppe]] ging Dienstagmittag eine Lawine ab. Vater und Sohn kamen unter die Schneemassen. Gerettet werden konnte nur der Vater, der Sohn kam ums Leben.
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: Insgesamt beruhigte sich die Wetterlage im Land, allerdings bleibt die Lawinengefahr hoch. Zwölf Salzburger Gemeinden sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten.
      
== Menschen helfen Menschen ==
 
== Menschen helfen Menschen ==