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==Leben==
 
==Leben==
Wlodizlaus war der Sohn Heinrichs des Frommen (Heinrich II. von Polen) und dessen Frau Anna von Böhmen, Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. Er studierte in [[Padua]]. Die Vielzahl geistlicher Würden, die Wlodizlaus bereits in jungem Alter innehielt, lässt vermuten, dass er über besondere Fähigkeiten und großes Ansehen verfügt haben muss.
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Wlodizlaus war der Sohn Heinrichs des Frommen (Heinrich II. von Polen) und dessen Frau Anna von [[Böhmen]], Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. Er studierte in [[Padua]]. Die Vielzahl geistlicher Würden, die Wlodizlaus bereits in jungem Alter innehatte, lässt vermuten, dass er über besondere Fähigkeiten und großes Ansehen verfügt haben muss.
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[[1257]], im Alter von kaum 20 Jahren, war er Kaplan und [[Domherr]] von Bamberg, [[Bayern|Franken]], und wurde dort bereits ein Jahr später zum Bischof gewählt, erhielt allerdings wegen seine Alters keinen päpstlichen Segen. Am [[22. April]] [[1265]] wählte ihn das Domkapitel von [[Passau]] zum Bischof.
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[[1257]], im Alter von kaum 20 Jahren, war er Kaplan und [[Domherr]] von Bamberg, [[Bayern|Franken]], und wurde dort bereits ein Jahr später zum Bischof gewählt, erhielt allerdings wegen seine Alters keinen päpstlichen Segen. Am [[22. April]] [[1265]] wählte ihn das Domkapitel von [[Passau]] zum [[Bischof von Passau|Bischof]].
    
Nur ein halbes Jahr später wurde Wlodizlaus am [[6. Oktober]] [[1265]] vom [[Salzburger Domkapitel]] zum Erzbischof gewählt. Papst Klemens IV. providierte (providieren = mit dem Amt betrauen) ihn am [[10. November]] [[1265]] zum Erzbischof und gab ihm trotz des mangelnden Alters seinen Segen.
 
Nur ein halbes Jahr später wurde Wlodizlaus am [[6. Oktober]] [[1265]] vom [[Salzburger Domkapitel]] zum Erzbischof gewählt. Papst Klemens IV. providierte (providieren = mit dem Amt betrauen) ihn am [[10. November]] [[1265]] zum Erzbischof und gab ihm trotz des mangelnden Alters seinen Segen.
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Seine Verwandtschaft mit Ottokar und dem früheren erwählten Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] schuf die Grundlage dafür, dass Wlodizlaus den Ausgleich zwischen den Fronten des Bischofkampfes der vorangegangenen Jahre schaffte. Der erwählte Erzbischof Philipp von Spanheim hatte [[1256]] [[Ulrich I.]] Platz machen müssen. Da Philipp aber Wlodizlaus' Vetter war, konnte er sich nicht gegen ihn auflehnen. Ulrichs Unterstützer hingegen waren in Kriege mit Ottokar verwickelt und konnten sich nicht um Salzburg kümmern.
 
Seine Verwandtschaft mit Ottokar und dem früheren erwählten Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] schuf die Grundlage dafür, dass Wlodizlaus den Ausgleich zwischen den Fronten des Bischofkampfes der vorangegangenen Jahre schaffte. Der erwählte Erzbischof Philipp von Spanheim hatte [[1256]] [[Ulrich I.]] Platz machen müssen. Da Philipp aber Wlodizlaus' Vetter war, konnte er sich nicht gegen ihn auflehnen. Ulrichs Unterstützer hingegen waren in Kriege mit Ottokar verwickelt und konnten sich nicht um Salzburg kümmern.
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Unter der Mithilfe von Dompropst [[Friedrich II. von Walchen|Friedrich von Walchen]] konsolidierte Wlodizlaus die Erzdiözese rasch und setzte auch wirtschaftlich wichtige Impulse. So verlieh er mit dem ''Schiffherrenprivileg'' 27 Bürgern von [[Laufen]] das erbliche Recht, die Schifffahrt auf der [[Salzach]] zu betreiben.
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Unter der Mithilfe von Dompropst [[Friedrich II. von Walchen|Friedrich von Walchen]] konsolidierte Wlodizlaus die Erzdiözese rasch und setzte auch wirtschaftlich wichtige Impulse. So verlieh er mit dem ''Schiffherrenprivileg'' 27 Bürgern von [[Laufen]] das erbliche Recht, die [[Salzachschifffahrt|Schifffahrt]] auf der [[Salzach]] zu betreiben.
    
Im Sommer und Herbst [[1267]] bereiste er den Süden seines Erzbistums, um sich über die Besitztümer seiner Diözese zu informieren. Er schloss einen Friedensvertrag mit dem Herzog von [[Kärnten]].
 
Im Sommer und Herbst [[1267]] bereiste er den Süden seines Erzbistums, um sich über die Besitztümer seiner Diözese zu informieren. Er schloss einen Friedensvertrag mit dem Herzog von [[Kärnten]].
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Nach dem Tod seines Bruders übernahm er in Schlesien die Regierungsarbeit für den unmündigen Heinrich IV. und blieb Salzburg wieder lange fern. [[1268]] wurde er zudem Administrator des Bistums Breslau. In Salzburg führten derweil [[Weihbischof|Bischof]] [[Herbord von Lavant]] und dann [[Dompropst]] Friedrich von Walchen die Regierung.
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Nach dem Tod seines Bruders übernahm er in Schlesien die Regierungsarbeit für den unmündigen Heinrich IV. und blieb Salzburg wieder lange fern. [[1268]] wurde er zudem Administrator des Bistums Breslau. In Salzburg führten derweil [[Weihbischof|Bischof]] [[Herbord von Lavant]] und dann [[Dompropst]] [[Friedrich von Walchen]] die Regierung.
    
Kurz nach seiner Rückkehr aus Schlesien wurde Wlodizlaus vom Tod ereilt.
 
Kurz nach seiner Rückkehr aus Schlesien wurde Wlodizlaus vom Tod ereilt.
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==Quelle==
 
==Quelle==
* [[Heinz Dopsch]] im Bibliografischen und Biografischen Kirchenlexikon [http://www.bautz.de/bbkl/w/wlodislaus.shtml]
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* [[Heinz Dopsch]] im Bibliografischen und Biografischen Kirchenlexikon [http://www.bautz.de/bbkl/w/wlodislaus.shtml www.bautz.de]
    
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[[Kategorie:Geschichte (Fürsterzbistum)]]