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| | : Am 10. Jänner waren im Land Salzburg ca. 9 600 Personen nicht durchgängig mit Fahrzeugen erreichbar. Davon rund 6 000 in Obertauern. In Salzburg sind neben Obertauern auch der Ortsteil [[Rengerberg]] in [[Bad Vigaun]], [[Rußbach am Paß Gschütt]] und [[Weißbach bei Lofer]] nicht erreichbar. Sehr erschwert erreichbar war St. Koloman. In [[Adnet]] war ein Zweitwohnsitzgebiet und ein Gehöft abgeschlossen. Auf der [[Rudolfshütte]] in [[Uttendorf]] waren 350 Gäste eingeschlossen. Die Evakuierung war für Freitag, 11. Jänner, geplant.<ref name="SN10Jan"></ref> | | : Am 10. Jänner waren im Land Salzburg ca. 9 600 Personen nicht durchgängig mit Fahrzeugen erreichbar. Davon rund 6 000 in Obertauern. In Salzburg sind neben Obertauern auch der Ortsteil [[Rengerberg]] in [[Bad Vigaun]], [[Rußbach am Paß Gschütt]] und [[Weißbach bei Lofer]] nicht erreichbar. Sehr erschwert erreichbar war St. Koloman. In [[Adnet]] war ein Zweitwohnsitzgebiet und ein Gehöft abgeschlossen. Auf der [[Rudolfshütte]] in [[Uttendorf]] waren 350 Gäste eingeschlossen. Die Evakuierung war für Freitag, 11. Jänner, geplant.<ref name="SN10Jan"></ref> |
| | : Wegen der Schneemassen musste am Donnerstagvormittag sogar die [[Getreidegasse]] und Teile der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] gesperrt werden. Die Weihnachtsbeleuchtung hatte gegen neun Uhr der Last nachgegeben. Durch das Gewicht waren es schon die Wandhaken herausgerissen worden.<ref name="SN10Jan"></ref> | | : Wegen der Schneemassen musste am Donnerstagvormittag sogar die [[Getreidegasse]] und Teile der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] gesperrt werden. Die Weihnachtsbeleuchtung hatte gegen neun Uhr der Last nachgegeben. Durch das Gewicht waren es schon die Wandhaken herausgerissen worden.<ref name="SN10Jan"></ref> |
| − | : Immer wieder fiel in den stark von Schnee betroffenen Gebieten Strom aus. Am Donnerstagnachmittag waren rund 900 Haushalte in Salzburg ohne Strom. Hauptbetroffen waren die Gemeinden Weißbach bei Lofer, Rußbach, Bad Vigaun, Annaberg-Lungötz sowie das [[Heutal]] in [[Unken]]. Vor allem im Flachgau sorgten unter der Schneelast gebrochene Bäume für Störungen. Behinderungen gab es zuletzt auch in [[Lamprechtshausen]], Faistenau, Hintersee und [[St. Gilgen]]. Rund 400 Haushalte, vor allem im Raum Eugendorf, waren ohne Telekom-Verbindung.<ref name="SN10Jan"></ref> | + | : Immer wieder fiel in den stark von Schnee betroffenen Gebieten Strom aus. Am Donnerstagnachmittag waren rund 900 Haushalte in Salzburg ohne Strom. Hauptbetroffen waren die Gemeinden Weißbach bei [[Lofer]], Rußbach, Bad Vigaun, Annaberg-Lungötz sowie das [[Heutal]] in [[Unken]]. Vor allem im Flachgau sorgten unter der Schneelast gebrochene Bäume für Störungen. Behinderungen gab es zuletzt auch in [[Lamprechtshausen]], Faistenau, Hintersee und [[St. Gilgen]]. Rund 400 Haushalte, vor allem im Raum Eugendorf, waren ohne Telekom-Verbindung.<ref name="SN10Jan"></ref> |
| | : In Salzburg waren am Donnerstag laut einer Informationen der Bildungsdirektion 26 Schulen geschlossen geblieben. Sechs Schulen im Flachgau, zwölf im Tennengau, zwei im [[Pongau]], fünf im [[Pinzgau]] und eine im [[Lungau]] blieben zu. Die meisten der am Donnerstag von einer Sperre betroffenen Schulen befanden sich im Tennengau, und hier vor allem im [[Lammertal]].<ref name="SN10Jan"></ref> | | : In Salzburg waren am Donnerstag laut einer Informationen der Bildungsdirektion 26 Schulen geschlossen geblieben. Sechs Schulen im Flachgau, zwölf im Tennengau, zwei im [[Pongau]], fünf im [[Pinzgau]] und eine im [[Lungau]] blieben zu. Die meisten der am Donnerstag von einer Sperre betroffenen Schulen befanden sich im Tennengau, und hier vor allem im [[Lammertal]].<ref name="SN10Jan"></ref> |
| | : Seit Donnerstagmittag war die Bahnstrecke zwischen dem [[Bahnhof Golling-Abtenau]] und [[Werfen Bahnhof (Haltestelle)|Werfen]] unterbrochen, Zugfahrten sind in diesem Bereich nicht möglich. Wie die ÖBB mitteilten, ist dort im Nahbereich der Bahntrasse in der Nähe des Ofenauer Tunnels gegen Mittag eine Staublawine abgegangen. "Es ist kein Zug betroffen, es gibt also auch keine Verletzen", sagt ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Gleise wurden nicht verschüttet. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.<ref name="SN10Jan"></ref> | | : Seit Donnerstagmittag war die Bahnstrecke zwischen dem [[Bahnhof Golling-Abtenau]] und [[Werfen Bahnhof (Haltestelle)|Werfen]] unterbrochen, Zugfahrten sind in diesem Bereich nicht möglich. Wie die ÖBB mitteilten, ist dort im Nahbereich der Bahntrasse in der Nähe des Ofenauer Tunnels gegen Mittag eine Staublawine abgegangen. "Es ist kein Zug betroffen, es gibt also auch keine Verletzen", sagt ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Gleise wurden nicht verschüttet. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.<ref name="SN10Jan"></ref> |
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| | * [[13. Jänner]], Sonntag: | | * [[13. Jänner]], Sonntag: |
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| − | : Während es im Flachgau bei leichten Plusgraden regnete sorgte [[Innergebirg]] höchste Lawinengefahr für Probleme. Die Lawinengefahr hatte sich am Sonntag in Salzburg wieder verschärft. Es galt Warnstufe 4 der fünfteiligen Skala. In Rauris waren 3 000 Einheimische und 2 000 Gäste von der Außenwelt abgeschnitten. Insgesamt waren gegen Abend rund 11 000 Menschen aufgrund der Witterungsverhältnissse von ihrer Umwelt abgeschlossen.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref> | + | : Während es im Flachgau bei leichten Plusgraden regnete sorgte [[Innergebirg]] höchste Lawinengefahr für Probleme. Die Lawinengefahr hatte sich am Sonntag in Salzburg wieder verschärft. Es galt Warnstufe 4 der fünfteiligen Skala. In [[Rauris]] waren 3 000 Einheimische und 2 000 Gäste von der Außenwelt abgeschnitten. Insgesamt waren gegen Abend rund 11 000 Menschen aufgrund der Witterungsverhältnissse von ihrer Umwelt abgeschlossen.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref> |
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| | : Aufgrund der anhaltenden Lawinengefahr waren im Bundesland Salzburg am Sonntag einige Bahnstrecken unterbrochen. So war zwischen [[Saalfelden am Steinernen Meer]] ([[Pinzgau]]) und Hochfilzen ([[Bezirk Kitzbühel]]), [[Bischofshofen]] ([[Pongau]]) und Stainach-Irdning ([[Bezirk Liezen]]) und am [[Pass Lueg]] kein Zugverkehr möglich.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref> | | : Aufgrund der anhaltenden Lawinengefahr waren im Bundesland Salzburg am Sonntag einige Bahnstrecken unterbrochen. So war zwischen [[Saalfelden am Steinernen Meer]] ([[Pinzgau]]) und Hochfilzen ([[Bezirk Kitzbühel]]), [[Bischofshofen]] ([[Pongau]]) und Stainach-Irdning ([[Bezirk Liezen]]) und am [[Pass Lueg]] kein Zugverkehr möglich.<ref>Quelle [[Salzburg24.at]]</ref> |
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| | * [[14. Jänner]], Montag: | | * [[14. Jänner]], Montag: |
| − | : In der Nacht auf Montag erreichte eine Staublawine in [[Obertauern]] das [[Seekarhaus]]. | + | : In der Nacht auf Montag erreichte eine Staublawine in Obertauern das [[Seekarhaus]]. |
| | : In [[Faistenau]] wurde am Montagvormittag ein Mann von einer Dachlawine verschüttet und dabei getötet. | | : In [[Faistenau]] wurde am Montagvormittag ein Mann von einer Dachlawine verschüttet und dabei getötet. |
| − | : Eine Entspannung der extremen Wettersituation ist in Sicht. | + | : Eine Entspannung der extremen Wettersituation ist in Sicht. |
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| | + | : Die [[Salzburger Landeskorrespondenz]] meldete am Nachmittag, dass 24 000 Personen "eingeschneit" seien. Die Lawinengefahr war in Salzburg weiterhin extrem hoch, Stufe 4 bis 5. Montagnachmittag waren die Orte Obertauern, Unken, Lofer, [[St. Martin bei Lofer]], Weißbach bei Lofer und Rauris nicht mit Fahrzeugen erreichbar. Um 18 Uhr kamen wegen Lawinengefahr und daraus folgenden Straßensperren die Gemeinde [[Tweng]] und das [[Großarltal]] dazu. Insgesamt waren damit ab 18 Uhr zirka 24 000 Personen in Salzburg nicht mit dem Auto erreichbar. Die Versorgung (Verpflegung sowie Infrastruktur und medizinische Versorgung) war gesichert. |
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