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| | === Wann wurde Salzburg zur Stadt erhoben? === | | === Wann wurde Salzburg zur Stadt erhoben? === |
| − | Das genaue Jahr der Stadterhebung ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass Salzburg aufgrund der wesentlichen Merkmale einer Stadt (Befestigung mit Mauern und Toren, Verteidigungspflicht der Bürger, die vorangegangene Markterhebung, ein persönlich freies Bürgertum, bürgerliche Selbstverwaltung, ein schriftliches Stadtrecht, Führung von Hoheitszeichen wie [[Wappen der Stadt Salzburg|Wappen]] und [[Stadtsiegel der Stadt Salzburg|Siegel]] sowie die Bezeichnung als Stadt in Urkunden) zwischen 996 (Markterhebung) und dem Beginn des 12. Jahrhunderts (häufige Nennung von Stadtbürgern) zur Stadt erhoben wurde. Bischofssitze galten in dieser Zeit vals Solche ielfach als Städte. Das älteste Stadtsiegel ist an einer Urkunde des Jahres [[1249]] überliefert, das erste schriftliche Stadtrecht ist [[1287]] nachgewiesen (vorher wurde es nur mündlich weitergeben)<ref>{{Quelle Geschichte Salzburg}}</ref>. | + | Das genaue Jahr der Stadterhebung ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass Salzburg aufgrund der wesentlichen Merkmale einer Stadt (Befestigung mit Mauern und Toren, Verteidigungspflicht der Bürger, die vorangegangene Markterhebung, ein persönlich freies Bürgertum, bürgerliche Selbstverwaltung, ein schriftliches Stadtrecht, Führung von Hoheitszeichen wie [[Wappen der Stadt Salzburg|Wappen]] und [[Stadtsiegel der Stadt Salzburg|Siegel]] sowie die Bezeichnung als Stadt in Urkunden) zwischen 996 (Markterhebung) und dem Beginn des 12. Jahrhunderts (häufige Nennung von Stadtbürgern) zur Stadt erhoben wurde. Bischofssitze galten in dieser Zeit als Solche vielfach als Städte. Das älteste Stadtsiegel ist an einer Urkunde des Jahres [[1249]] überliefert, das erste schriftliche Stadtrecht ist [[1287]] nachgewiesen (vorher wurde es nur mündlich weitergeben)<ref>{{Quelle Geschichte Salzburg}}</ref>. |
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| | ==Mittelalter== | | ==Mittelalter== |
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| | Die Machtergreifung durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde [[1810]] in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig von Bayern, der spätere König [[Ludwig I. von Bayern]], residierte als Generalgouverneur des Inn- und [[Salzachkreis]]es im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn [[Otto Wittelsbach|Otto]], der spätere König von Griechenland geboren wurde. | | Die Machtergreifung durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde [[1810]] in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig von Bayern, der spätere König [[Ludwig I. von Bayern]], residierte als Generalgouverneur des Inn- und [[Salzachkreis]]es im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn [[Otto Wittelsbach|Otto]], der spätere König von Griechenland geboren wurde. |
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| − | Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und 1810 zur Aufhebung der Benediktineruniversität in Salzburg führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. Als sich nach den Vereinbarungen von [[Ried im Innkreis|Ried]] ([[1813]]) für Bayern der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch soviel wie möglich aus dem Land herauszupressen. | + | Die Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg durchgezogen wurden und 1810 zur Aufhebung der Benediktineruniversität in Salzburg führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe. Nach den Vereinbarungen von [[Ried im Innkreis|Ried]] ([[1813]]) zeichnete sich für Bayern bereits der Verlust Salzburgs ab. |
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| | Nachdem schon Kurfürst [[Ferdinand III. von Toskana]], die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern die letzten Bestände fort. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen bitteren Nachgeschmack. | | Nachdem schon Kurfürst [[Ferdinand III. von Toskana]], die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern die letzten Bestände fort. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen bitteren Nachgeschmack. |